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Wie zuverlässig ist die Wetterprognose - WettervorhersageDie Wetterdienste liefern Vorhersagen für das Wetter der kommenden Tage – wie genau fällt jedoch die Wetterprognose aus? Können die Meteorologen das Wetter tatsächlich vorhersagen oder macht selbiges, was es will?



Seit Jahrtausenden beschäftigt sich die Wissenschaft mit der Wettervorhersage und versuchte sich bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. mit Prognosen für die Landwirtschaft. Während die Meteorologen der damaligen Zeit herauszufinden versuchten, wie Temperatur und Niederschlag sich in den Folgetagen verhalten, stellte die Bevölkerung ihre eigenen Bauernregeln auf, die jährlich wiederkehrende Wetterphänomene zur Regel erhoben.

In Europa wurde ein umfassendes Wetterstationsnetz schließlich nach dem Unglück des weltgrößten Passagierschiffes Titanic im Jahre 1912 ins Leben gerufen, um möglichst genaue und umfangreiche Wetterbeobachtungen durchführen zu können.

Nachdem die zur Verfügung stehenden Wetterdaten über die Jahrhunderte noch in mathematische Konstellationen für eine Wetterprognose gebracht wurden, bedeutete die Satellitentechnik den entscheidenden Durchbruch für die Meteorologie, da dank der Beobachtungen aus dem All der Vorhersagezeitraum auf fünf Tage ausgeweitet werden konnte.

Heute sind zahlreiche private und staatliche Wetterdienste im Auftrag der Wettervorhersage tätig, wobei neben Satellitenbildern auch die Daten von Bodenmessstationen, Radiosonden, Verkehrsflugzeugen und Wetterschiffen ausgewertet werden. Das Wetter und die Wettervorhersage werden schließlich in den Medien, wie Fernsehen und Tageszeitung, veröffentlicht und stehen auch im Internet zur kostenlosen Abfrage bereit.

Obwohl die Genauigkeit der Wetterprognose in der Bevölkerung oftmals angezweifelt wird, konnte die Qualität der Wettervorhersagen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert werden und erreicht heute eine Treffergenauigkeit von 90 Prozent für 24-stündige Wettervorhersagen.

Die dreitägige Vorhersage kommt immerhin noch auf eine Genauigkeit von 75 Prozent. Entwickelt sich das Wetter trotz moderner Mess- und Auswertungstechniken dennoch abweichend der wissenschaftlichen Prognosen, liegen in der Regel unzureichende Daten über die Vorgänge in der Erdatmosphäre, spontane Wetterentwicklungen sowie eine unzureichende Auswertung der Wetterdaten vor.

Den Meteorologen ist es auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht möglich, alle anfallenden Mengen von verschiedenen Wetterdaten lückenlos auszuwerten oder gar genaue längerfristige Wetterprognosen abzugeben.

Bild © imageteam – Fotolia.com




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