Warum sind die Pole eigentlich kalt

Die Polargebiete rund um den Nordpol (Arktis) und den Südpol (Antarktis) sind meistens sehr kalt. Die Durchschnittstemperatur in der Arktis liegt bei Minus 15° C, in der Antarktis sogar bei Minus 55°C.



Warum ist es an den beiden Polen so unterschiedlich kalt?

Die Antarktis ist ein richtiger Kontinent mit einer enormen Landmasse, während die Arktis eine Eisscholle ist, die auf dem Wasser treibt. Diese Eisscholle der Arktis wird von relativ warmem Wasser unter- und umspült, das aus den Meeren heranströmt. Auch ist das Eis in der Arktis gerade einmal drei Meter dick, während in der Antarktis das Eis an seiner dicksten Stelle bis zu fünf Kilometer misst. Richten wir unseren Blick auf die Antarktis: In der Antarktis ist es unvorstellbar kalt. Der Kälterekord hier wurde am 21.Juli 1983 von der sowjetischen Forschungsstation Wostok gemessen und lag bei Minus 89,2°C!

Nun kann man sich fragen „Warum ist es so kalt, obwohl dort die Sonne den ganzen Tag scheint?“ – Die Antwort finden wir, wenn wir die Rotationsachse der Erde näher betrachten. Aufgrund dieser Rotationsachse sind Nord- bzw. Südpol nämlich je nur ein halbes Jahr dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt, und dies auch nur in einem sehr flachen Winkel zur Sonne. Das bedeutet, Winter und Sommer dauern jeweils ein halbes Jahr. Einen richtigen Frühling oder Herbst gibt es hier nicht. Im antarktischen Winter ist es ein halbes Jahr lang dunkel, und im antarktischen Sommer scheint hingegen die Sonne 24 Stunden am Tag. Die Sonne trifft also zu selten und zu flach auf die Pole. Zusätzlich ist es so, dass dunkle Flächen die Energie des Sonnenlichts besser aufnehmen und sich erwärmen. Die Schnee- und Eisflächen der Pole sind jedoch sehr hell, und werfen darum 80 bis 85 Prozent des Lichtes zurück. Es wird also nicht so viel Wärme aufgenommen, und der Boden bleibt schön kalt.



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