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Nicht nur für Menschen, die bei ihrer Arbeit viel mit dem Kopf arbeiten müssen, ist es von hoher Bedeutung, ein funktionierende Namensgedächtnis zu haben. Generell lässt sich sagen, dass es Frauen auf Grund des neuronalen Aufbaus leichter fällt, sich Namen zu merken. Außergewöhnlichen Gedächtnisleistungen haben besondere neurale Grundlagen und ein Gedächtnis hat verschiedene Talente.



EntspannungSo fällt es dem einen leichter, sich Namen zu merken, als dem anderen. Hier wird von der Forschung derzeit unterteilt in Persinen, die sich sehr gut Namen merken können und Personen, die sehr gut Zahlen behalten können. Lediglich ein geringer Prozentsatz an Leuten kann beides Untersuchungen zufolge in etwa gleich gut. Studien zeigen, dass Männer und Frauen neuronal verschieden veranlagt sind. Zwar ist diese Differenz nicht so klaffend, wie man eventuell denken könnte, doch lassen sie sich deutlich zeigen. Frauen verfügen über ein besonderes Talent für das Lernen und Sprechen von Sprachen als Männer. Männliche Testpersonen konnten dagegen eine besondere Stärke in der Behaltensleistung von Dingen, sowie Zahlen zeigen. Neben Genetik können auch Erziehung, sowie Gewohnheit auf die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses nehmen. Hierbei können auch die Gewohnheiten der Eltern einen prägenden Einfluss haben: legen sie keinen Wert auf die Nennung von Namen kann dies einen Einfluss auf das Verhalten des Kindes haben.

Allerdings verwenden besonders Gedächtnissportler bestimmte Techniken, um sich Sachen einfacher zu merken: So transfomieren sie etwa Namen in Bilder und Emotionen. Die für Bilder und Emotionen zuständigen Hirnbereiche speichern wesentlich leichter Inhalte ab. Um sich Sachen einfacher zu merken, sollte man sich also zunächst ein Bild suchen, welches dann mit einem Namen verknüpft wird. Das Bild kann im Falle des Namenmerkens entweder ein Gegenstand sein, den man sich ausgedacht hat und der vielleicht ähnlich klingt oder eine Person, mit gleichem oder ähnlichklingendem Namen. Es kann leichter sein, wenn der Name auch ein Beruf ist, z. B. Schneider. Hierbei sollte man sich die Tätigkeit des Berufes bildlich genau vorstellen und es in der Folge gedanklich mit der Person verknüpfen, welche Namensträger ist. Vor allem lustige Bilder prägen sich gut in Gedächtnis ein. Um sich einen Namen richtig zu merken, ist es aber vor allem wichtig, den Namen akkustisch richtig aufzunehmen. Wichtig ist es, Namen zu wiederholen, da diese schon nach einem mittelfristigen Zeitraum von wenigen Monaten oder Wochen schon nicht mehr im Gedächtnis präsent sein könnten.

Da die zum Merken notwendigen Prozesse des Abspeicherns im Schlaf passieren, kann es hilfreich sein, neue Namen kurz vor dem Einschlafen zu wiederholen – besonders, wenn man weiß, dass man eine Person eine Weile nicht zu Gesicht bekommt. Die Technik zum Merken von Namen funktioniert im Übrigen auch beim Lernen von Vokabeln einer Fremdsprache. So können einzelne Wörter – ähnlich, wie beim Lernen von neuen Namen – mit Bildern oder Emotionen verknüpft werden. Ein ähnlich klingendes Wort kann bildhaft verbunden werden mit dessen tatsächlicher Bedeutung. Derartige Merktechniken können insbesondere vor wichtigen Prüfungen in der Schule, während des Studiums oder auch in einem geistig anspruchsvollen und / oder lernintensiven Beruf sehr hilfreich sein. Es findet sich eine Vielzahl an Litertur zu den unterschiedlichen Merktechniken, die detailliert auf besondere Kniffe beim Merken und Lernen eingehen.

Bild © paul prescott – Fotolia.com




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