Roboter: Zwischen Science-Fiction und Wirklichkeit

Denkt man an Roboter, dann hat man womöglich zunächst menschenähnliche Maschinen vor Augen, die bereits seit vielen Jahrzehnten Bestandteil kultureller Erzeugnisse aus dem Science-Fiction-Genre sind. Doch auch in der Industrie kommen Roboter seit langer Zeit zum Einsatz. Auch wenn jene Maschinen nicht zwingend äußerliche Ähnlichkeiten zum Menschen aufweisen, sind sie doch in der Lage, zu weiten Teilen seine Arbeit zu verrichten.

industrieroboterAndroiden mit eigenem Bewusstsein – noch Science-Fiction

Roboter in Filmen und der Literatur haben eine lange Tradition. Schon zur Zeit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es erste Autoren, die von künstlich erschaffenen Maschinenmenschen erzählten, welche die Arbeit in den Fabriken verrichteten. In Fritz Langs expressionistischen Film Metropolis aus dem Jahr 1927 war schließlich auch einer der ersten Roboter auf der Kinoleinwand zu sehen. Es folgten viele Jahre später fiktionale Figuren wie der Terminator, R2D2, Data oder No. 5, die auf ganz unterschiedliche Weise Androiden mit eigenen Persönlichkeiten darstellten.

Automatisierte Maschinen statt wirklicher Roboter

Eine derartige Charakterentwicklung und hohe Ausprägung künstlicher Intelligenz gibt es in der Realität bisher noch nicht. Der größte Teil aller existierenden Roboter kommt in der produzierenden und verarbeitenden Industrie zum Einsatz. Dort erledigen sie Tätigkeiten, die menschlichen Arbeitskräften zu viel Zeit oder Kraft kosten würden. Dank Strombetriebs sind Industrieroboter zudem rund um die Uhr einsetzbar und benötigen keine Pausen. Dank dieser Effizienz nehmen Sie zum Beispiel eine bedeutende Rolle in der Fahrzeug- und Luftfahrtbranche ein, wo Sie schwere Bauteile heben, drehen, platzieren, zurechtschneiden, schweißen oder anderweitig verarbeiten und menschliche Arbeitskraft zumindest teilweise überflüssig machen.

Hinter Industrierobotern steckt höchste Ingenieurskunst

Damit solche präzisen, millimetergenauen oder exakt getimten Prozesse funktionieren, ist ein ausgeklügeltes Innenleben nötig. Computerchips, Drähte, Steuerungseinheiten, Sensoren und viele weitere Einzelteile müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit automatisierte Abläufe möglich sind. Pilz Servomotoren sind die Grundbausteine für elektrische Getriebe in Werkzeugen, Verpackungsmaschinen oder eben Industrierobotern. Würden die Kleinst-, Präzisions- und Antriebsteile nicht haargenau ineinandergreifen und programmierte Bewegungen ausführen, so würde eine Vielzahl von wirtschaftlichen Betrieben, Fabriken, Werkshallen und Lagerstätten heute stillstehen.

Humanoide Roboter in der Unterhaltungsbranche

Doch der gegenwärtige Stand der Technik bedeutet nicht, dass es ausgeschlossen ist, dass Roboter nicht irgendwann einmal zu mehr in der Lage sein werden als nur die Anbringung einer Autotür. Schon jetzt gibt es auch viele Roboter, die in der Unterhaltungsbranche eingesetzt werden und zeigen, was alles möglich ist. Ein humanoider Roboter aus dem Hause Toyota kann aufrecht gehen und dabei Trompete spielen. Andere können tanzen, schwimmen, Lasten tragen und Hindernisse umgehen. Mit ‚Compressorhead‘ existiert sogar eine dreiköpfige Roboterband, deren Mitglieder echte Instrumente spielen und tatsächlich wohlklingende Musik zustande bringen. Es bleibt abzuwarten, ob sie dazu auch irgendwann imstande sein werden, ohne vorher darauf programmiert worden zu sein.

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