Informiert bleiben · Twitter · Facebook · Google+

Sie sind hier: Start » Wissenschaft »

LTE (Long Term Evolution) ist die Zukunft des mobilen Internets. Fast alle Handys der neuen Generationen versprechen dem Anwender unerwartete Anwendungsmöglichkeiten. Einigkeit herrscht darüber, dass das neue mobile Internet LTE unglaublich schnell ist. Die Doppeldeutigkeit dieser Aussage wird deutlich, wenn diese Telefone tatsächlich bestimmungsgemäß genutzt werden. Weniger bekannt sind die unglaublichen Probleme, vor denen diese neue Technologie steht, die bisher ungelöst sind.



LTE: Ein weiter Weg zur AlltagstauglichkeitLTE – unglaublich schnell alltagsuntauglich

Was bereits viele Nutzer der neuen Technologie vermutet haben, ist jetzt vom Handyhersteller Nokia bestätigt worden. Die Nutzung der neuen Technologie ist noch lange nicht ausgegoren. Für die globale Nutzung fehlt es an Übereinkommen bei den Frequenzbereichen. Ein Telefon, das in Nordamerika einwandfrei arbeitet, bei dem herrscht LTE – Funkstille in Europa. Der Grund dafür sind die Frequenzen. In Nordamerika wird der Service auf den Frequenzen 700 und 2100 Megahertz angeboten. In Europa hingegen sind es die Bereiche 800, 1800 und 2600 Megahertz, auf denen die Geräte arbeiten.

Gerade für international tätige Geschäftsleute ist dies ein Handicap. Sie sind wirklich auf ihr Handy angewiesen und möchten natürlich das immer alles wie gewohnt funktioniert. Bis es soweit ist, wird es wohl noch eine Weile dauern. Experten schätzen, dass es vor Ende des Jahres 2013 möglich ist, jedoch auch erst 2015, keine internationalen Standards geben wird.

Mit 4G Smartphones schnell zum leeren Akku

Die neuen 4G Smartphones, die LTE nutzen können, haben eines gemeinsam, sie sind alle besonders energiesparend ausgelegt. Durch die fehlenden Standards und auch fehlende Flächendeckung sind die Telefone jedoch einer energiefressenden Doppelbelastung ausgesetzt. Damit überhaupt mit der neuen Technik telefoniert werden kann, müssen sich die parallel in die Netze einloggen. Sie befinden sich also zeitgleich im Netzwerk mit 3G-Standards UMTS oder im noch älteren GSM-Standard. Klingt für den technischen Laien zunächst nicht so dramatisch.

Bei der tatsächlichen vollen Nutzung des Smartphones ist man jedoch schnell in der „mobilen Steinzeit“ angelangt. Die Nutzungsdauer des Akkus verkürzt sich auf weniger als einen halben Arbeitstag. Der fehlende Übertragungsstandard für Telefonate rächt sich damit bitterlich. Nach nur wenigen Stunden ohne Netzstromversorgung ist das neue Telefon aus. In einem unabhängigen Test war das HTC Velocity 4G bereits schon nach drei Stunden leer. Nicht nur für die gewerbliche Nutzung ist dieser Zustand alles andere als zeitgemäß. Auch für private Anwender wird so ein Smartphone schnell zum Ärgernis. Ein Wechsel des Smartphones oder Netzbetreibers hilft dagegen nicht.

Wie sollte man sich gegenwärtig verhalten?

Wer nicht unbedingt auf die stets neueste Technologie angewiesen ist, der sollte zunächst etwas abwarten. Bei den erwarteten 53 Millionen LTE-Smartphones in Deutschland (bis 2016) wird die Industrie sicher alles daran setzen, Lösungen zu finden. Wer also die Zeit für sich arbeiten lässt und etwas wartet, der wird mit diesen Kinderkrankheiten nicht zu kämpfen haben. Die Probleme haben alle Hersteller. Es liegt also nicht am Smartphone, wenn wieder der Akku nur wenige Stunden hält.

Nur einheitliche Standards können das Problem lösen. Wie weit die heute verkauften 4G Smartphones diese zuschaffenden Standards wirklich nutzen können, ist fraglich. Eine verbindliche Antwort auf diese Frage ist die Industrie zumindest bisher schuldig geblieben.

Bild © Kai Bankett – Fotolia.com




Ähnliche Artikel:


Kommentieren


Weitere Artikel:
Osterfest und Osterbräuche
Die wirtschaftlichen Vorteile eines Privatjets

© 2009-2017 HC