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Der Klimawandel ist in den Medien seit mehreren Jahren ein Dauerthema und wird auch in absehbarer Zeit nicht von der Tagesordnung verschwinden. Obwohl es sehr viele Dokumentationen und Berichte zu diesem Thema gibt, wissen doch nur sehr wenige Menschen konkret, um was es geht.



Klimawandel: Ursachen und Folgen - Auswirkungen - ErderwärmungHäufig wird nicht zwischen Fakten und Thesen unterschieden. Das mag ein Grund sein, warum es von einer Seite als Schwindel abgetan wird und auf der anderen Seite fast schon Hysterie verbreitet wird.

Begriff

Bereits der Begriff Klimawandel ist missverständlich. Das Klima ist einem ständigen Wandel unterzogen. Ein natürlicher Prozess, der durch viele Faktoren wie Nähe der Erde zur Sonne, Neigungswinkel des Planeten, Vulkanausbrüche, Meeresströmungen u.v.m. beeinflusst wird. Aktuell geht es aber darum, ob den derzeitigen Klimawandel die Menschheit wesentlich beeinflusst oder gar der alleinige Auslöser ist.

Temperatur

Denn dass die durchschnittliche globale Temperatur seit langer Zeit steigt, gehört zu den gesicherten Erkenntnissen, die auch Skeptiker nicht anzweifeln. Ebenso unzweifelhaft sind die teils drastischen Rückgänge der Gletscher. Damit einhergehend schmilzt das Permaeis vor allem in den arktischen Zonen zunehmend. Sowohl in Kanada, als auch Grönland, den skandinavischen Ländern und Russland werden Gebiete immer länger im Jahr eisfrei. Die Frostzone zieht sich zurück. Zugvögel verlagern ihre Domizile mehr und mehr nach Norden. Insektenarten, die bis vor kurzem nur im mediterranen Raum vorgekommen sind, wandern allmählich nach Mitteleuropa und immer weiter Richtung Norden. Dies sind überprüfbare wissenschaftliche Erkenntnisse.

CO2

Gleichzeitig weiß man, dass seit dem Beginn des industriellen und motorisierten Zeitalters, große Mengen an fossilen Brennstoffen verbrannt werden. Dadurch gelangt Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Atmosphäre. Anhand von Smog zum Beispiel in Städten wie Mexiko City, Los Angelas, Athen oder Peking kann man recht genau mit eigenen Augen beobachten, welche Auswirkungen starke CO2-Konzentrationen haben. Dennoch gibt es bis heute keinen schlüssigen Beweis, dass der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Es gibt aber einen klaren statistischen Hinweis, da der Temperaturanstieg parallel zum CO2-Ausstoß verläuft.

Folgen und Auswirkungen

Welche Folgen dies in naher und mittlerer Zukunft haben wird, kann man nicht wissenschaftlich gesichert vorher sagen. Es können anhand der bestehenden Daten nur diverse Szenarien vermutet werden. Am konkretesten ist die These, wonach das Schmelzen der Gletscher und des Permaeises einen weltweiten Anstieg des Meeresspiegels verursachen wird. Wie schnell und wie stark dieser Anstieg ausfallen wird, ist nicht genau zu prognostizieren. Flache Inseln könnten jedoch schon bald vollständig vom Meerwasser überschwemmt werden und viele niedrig gelegene Küstengebiete ebenso. Ob es insgesamt auf der Welt wärmer oder sogar kälter wird, ist umstritten. Wenn das Eiswasser etwa den Verlauf des Golfstromes beeinflusst oder gar unterbricht, kann es im Winter in vielen Gegenden deutlich kälter als derzeit werden.

Wenn also auch noch vieles These ist, so ist eines sicher, für den Menschen ist ein Gleichgewicht der CO2-Konzentration in der Luft von Vorteil. Die Zivilisation hat sich unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen entwickelt. Weder extreme Hitze, noch extreme Kälte sind angenehme Szenarien. Daher ist es in jedem Fall vernünftig, Wälder nicht zu roden und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, um zum Gleichgewicht beizutragen. Völlig unabhängig davon, wie sehr die Menschheit insgesamt den Klimawandel beeinflusst.

Bild © Achim Baqué – Fotolia.com




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