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Am 25. August 2012 starb der weltberühmte US-amerikanische Astronaut Neil Alden Armstrong. Zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt erinnerten sich dadurch an die Anfänge der bemannten Raumfahrt und den Wettlauf der Nationen um die wissenschaftliche Vorherrschaft im Weltall. „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“. Dieser, von Armstrong gesprochene Satz, gilt vielen Menschen als Synonym für die Eroberung des Alls und markiert gleichzeitig einen bedeutenden strategischen Sieg der USA über die Sowjetunion.



Der Wettlauf im All: Die Geschichte der WeltraumfahrtBei der Erkundung des Weltalls spielten nicht nur wissenschaftliche Interessen eine Rolle, auch politische Absichten wurden vehement verfolgt. Zwei der drei Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, die USA und die Sowjetunion, lieferten sich in den 1950er und 60er Jahren einen regelrechten Wettstreit um die Vorherrschaft im All. Als Startpunkt für diesen Wettstreit der Nationen gilt die erfolgreiche Entsendung eines russischen Satelliten ins Weltall. Am 4. Oktober 1957 empfingen staunende Menschen weltweit über Rundfunk die leisen piependen Signale des „Sputnik“. Geschockt vom unerwarteten Erfolg und der technischen Überlegenheit der Sowjetunion startete die USA ihr langes und kostspieliges „Apollo-Programm“. Weitere Erfolge gingen zunächst auf das Konto der Russen. Bevor man es wagte Menschen ins Weltall zu schicken, testete die Sowjetunion ihre Weltraumtechnik mit Hilfe von mit Hunden besetzten Kapseln. Es gelang, zwei von ihnen lebend wieder zur Erde zurückzuholen. Am 12. April 1961 fand die erste Erdumrundung in einer bemannten Raumfähre statt. Der russische Kosmonaut Juri Gagarin gilt daher als der erste Mensch im Weltraum. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges geriet der damalige US-Präsident John F. Kennedy in Panik. Wenn die Russen Hunde und sogar Menschen über so eine lange Strecke ins All schicken konnten, waren sie mit Sicherheit auch in der Lage andere Lasten wie Raketensprengköpfe über weite Distanzen zu befördern. Schockiert registrierte die USA erneut die technische Überlegenheit des Gegners und maximierte ihre Anstrengungen. Der amerikanischen Weltraumbehörde NASA gelang 1962 ebenfalls der erste bemannte Flug ins All. Der US Amerikaner John Glenn konnte sicher aus dem Weltall zurückgeholt werden. Apollo 8 markierte 1968 einen weiteren Erfolg der Amerikaner. Die bemannte Weltraumfähre umrundete den Mond und kehrte ebenfalls sicher zur Erde zurück. Das größte Ereignis in der Geschichte der Weltraumfahrt folgte kurz darauf: Am 21. Juli 1969 hielt die Welt den Atem an. Apollo 11 landete sicher auf dem Mond, den amerikanischen Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins gelang, was bisher keinem Menschen zuvor gelungen war. Die ersten zaghaften Schritte Neil Armstrongs auf dem Erdtrabanten wurden weltweit im Fernsehen übertragen. Damit hatte die USA das Wettrüsten im Weltall gewonnen.

Die Bilder der ersten Mondbegehung sind kollektiv im Gedächtnis geblieben. Das Apollo-Programm der NASA führte insgesamt sechs erfolgreiche Mondlandungen durch. Von 1969 bis 1972 wurden dabei zwölf Menschen zum Mond befördert. Zahlreiche Fehlschläge und gigantische Investitionen waren notwendig, um diesen Erfolg zu gewährleisten. Fast 50 Milliarden Euro mussten investiert werden. Der wissenschaftliche Nutzen dieser Expeditionen ist dennoch unumstritten. Ca. 400 kg Mondgestein und zahlreiche Fotos und Filmaufnahmen von der Oberfläche des Mondes dienen bis heute wissenschaftlichen Zwecken in der Raumforschung.

Bild © macroart – Fotolia.com




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1 Kommentar

  1. Roman sagt:

    und am Ende sind doch die Russen die Gewinner! Dass die USA die russischen Sojus-Rausschiffe nutzen um ins All zu gelangen, ist ja wohl mega peinlich für die Amis!

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