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Bill Gates ist der reichste Mann der Welt und gleichzeitig einer der engagiertesten Wohltäter unserer Zeit. Seine einflussreiche Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung arbeitet mit großem finanziellen Einsatz an langfristigen Projekten in der Gesundheitsfürsorge. Einsatzgebiete sind dabei Entwicklungsländer in Asien und Afrika. Die Bedeutung von wissenschaftlicher Grundlagenforschung unterstreicht Gates jetzt mit einer millionenschweren Investition in das deutsche Unternehmen CureVac.



VirusTeure Forschungarbeit ist gesichert

CureVac ist ein ambitioniertes Start-up im Bereich Biotechnologie, einer Branche, die in Deutschland immer auf der Suche nach mutigen Investoren ist. Anders als in den Vereinigten Staaten scheuen jedoch bei uns kapitalkräftige Kreise vor diesen langfristigen Engagements zurück. Eine der Ausnahmen ist SAP-Gründer Dieter Hopp, der die Mehrheit bei CureVac hält. Mit etwa 50 Millionen Dollar steigt nun die Gates-Stiftung ebenfalls ein und erwirbt damit sechs Prozent des Unternehmens. Doch es geht bei diesem Geschäft um mehr als einen Firmenankauf. Parallel sichert die Stiftung den Tübinger Forschern zu, mit sehr viel Geld ihre Forschungsarbeit zu unterstützen. Gemunkelt wird dabei über mehr als 2 Milliarden Euro. Doch weder CureVac noch der Stiftungssprecher nennen genaue Zahlen.

Signalwirkung erhofft

Bei CureVac arbeiten 160 Mitarbeiter. Das Unternehmen forscht zur Entwicklung von Impfstoffen, die helfen sollen, die Geiseln unserer Zeit zu besiegen. Dazu gehören neben HIV, Ebola und Tuberkulose noch Dutzende anderer Krankheiten. Viel Zeit und geschätzte 100 Millionen Dollar kostet jeder neue Impfstoff. Die Arbeit der Forscher ist durch die großzügige Unterstützung der Gates-Stiftung nun für viele Jahre gesichert. Zeitgleich erhöhte Dieter Hopp seine Investition bei CureVac um weitere 21 Millionen, sodass das von ihm zur Verfügung gestellte Kapital nun 171 Millionen Euro beträgt. Analysten werten den CureVac-Deal als Startschuss für ein verstärktes Interesse finanzkräftiger Investoren an zukunftsträchtigen Firmen in Europa. Besonders die Schweiz und Deutschland stehen dabei im Fokus, da sie sich seit Langem als stabilste Länder des Kontinents bewiesen haben.

Bild © yanlev – Fotolia.com




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