Auf der Suche nach der Zukunft

Während Wissenschaftler nun endgültig den Ursprung der Welt erklären wollen und dazu nach der Weltformel suchen, glauben die Experten im Schweizer CERN-Institut bereits, die Entstehung des Universums stichhaltig mit dem Urknall erklären zu können. Aus Amerika überschlagen sich die Meldungen von Wasserfunden auf fernen Planeten. Wasser ist auch bei uns knapp und Treibhausgas, das für die feindliche Oberfläche der Venus verantwortlich zeichnet, macht auch unserem Planeten zu schaffen. Grund genug, dass vor allem die amerikanische Raumfahrtbeörde NASA in die Erforschung ferner Planeten investiert.

Quo Vadis, Mensch

Auf der Suche nach Leben im Weltall kündigt die NASA ein neues hochpräzises Landungssystem seiner Rover und Sonden an, das jedoch zunächst auf der bestens bekannten Marsoberfläche getestet werden soll. Das Problem bei unbemannten Landungen auf unbekannten Planeten, Monden, Asteroiden und Kometen ist deren noch unbekannte Oberfläche. Bevor die Kapsel landet, muss sie also auf eigene Faust einen geeigneten Platz ausfindig machen. Hier greift das neu entwicklete Lander Vision System (LVS) ein und dirigiert das Vehikel mit den während der Landung kontinuierlich aufgenommenen Fotos zum bestmöglichen Landeplatz. Zwei Testflüge mit der wiederverwendbaren Rakete „Xombie“ sind den NASA-Ingenieuren bereits im Dezember gelungen.

Nach Selfie verunglückt

Geholfen hätte dies dem Marsrover „Curiosity“ jedoch nicht. Der Forschungsroboeter, der sich mit der Erkundung des roten Planeten befasst, erlitt einen Kurzschluss und schaffte gerade noch ein Selfie, mit dem nun die Schaltzentrale der Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena den Fehler zu finden versucht. Die kürzlich veröffentlichten Erkenntnisse über einstige Wasservorkommen auf dem Mars lieferten ohnehin nicht die Robotern, sondern jahrelange Beobachtungen mit irdischen Teleskopen. Der Mars war danach vollständig mit Wasser bedeckt, das eine Tiefe von 140 Meter erreicht haben soll. Geronimo Villanueva von der Eso, bezeichnete die Daten als „zuverlässige Schätzung“. Aus der Erkenntnis zu den großen Wasservorkommen schließt Michael Mumma vom amerikanischen Goddart Flight Center, dass auf dem Mars noch länger lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben könnten.

Menschen auf dem Mars

Nach der intensive Roboter-Erforschung des roten Planeten steht auch die bemannte Raumfahrt wieder zur Diskussion. Ein weiteres Ziel ist die Venus, auch als „Dunkler Zwilling“ bezeichnet. NASA-Wissenschaftler haben bereits gemeinsam mit dem Langley Research Center ein Konzept vor eine Venus-Mission vorgelegt. An eine Landung auf der Venus ist allerdings nicht zu denken, denn auf ihrer Oberfläche herrschen Temperaturen um die 500 Grad Celsius, bei einem mittleren Druck von 92 bar. Bei so viel Lebens- und Technikfeindlichkeit hätte wohl auch das ausgeklügelte neue Landesystem der NASA keinen Landeplatz ausmachen können.

Zeppeline im Weltall

Dieses vorgestellte Forschungskonzept der Wissenschaftler sieht nach Informationen des US-Magazins „IEEE Spectrum“ vor, die Venus per Luftschiff zu erobern. In rund 50 Kilometer Höhe sollen die solarbetriebenen und mit Helium gefüllten Zeppeline über die Oberfläche des Planeten fliegen. Für eine Forschungsmission zur Venus spricht auch ihre Nähe zur Erde. Bei größter Annäherung entspricht die Distanz zum Mars 55,4 Millionen Kilometer, während die Venus nur 38,9 Millionen Kilometer entfernt ist. Für die Astronauten ware die Strahlenbelastung der Venus-Mission selbst im Zeppelin gering und ingesamt wären für den Trip nur etwa 440 Tage zu veranschlagen – also knapp 1 ¼ Jahr. Auch auf der Venus sollen einst riesige Wasservorkommen Leben ermöglicht haben. Warum dort die Atmosphäre durch Treibhausgase vernichtet wurde, ist noch immer nicht geklärt.

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