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Aktuellen Medienberichten zufolge soll es für den insolventen Weltbild-Verlag schon zwei Medienkonzerne geben, die an dem Kauf des Verlags Interesse haben. Doch wie soll es nun genau mit dem Weltbild-Verlag weitergehen?



Erste Verhandlungen wurden bereits geführt

Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz soll demnach schon erste Verhandlungen mit den Interessenten geführt haben. Allerdings benötigen die Medienkonzerne über 2 Monate, um die Bücher des sehr weitverzweigten Konzerns zu überprüfen. Das größte Problem besteht beim Insolvenzverwalter darin, dass die Gehälter der Weltbild-Mitarbeiter nur bis Ende März vom Arbeitsamt gezahlt werden. Bei den 2.200 Mitarbeitern wären das um die 8 Millionen Euro pro Monat, die gezahlt werden müssten. Das Ziel war es eigentlich bis Ende März einen Käufer für den Verlag zu finden. Doch wer zahlt diese Kosten, wenn das nicht der Fall sein sollte? Um dieses Problem zu lösen, will die bayerische Staatsregierung um die 24 Millionen von Dritten auftreiben, damit diese mehrmonatige Überbrückungsphase problemlos überwunden werden kann. Horst Seehofer hat bei einem Treffen von der Gewerkschaft Verdi und den Weltbild-Betriebsräten bereits seine Unterstützung zugesagt.

Zerschlagung des Unternehmens befürchtet

Die bayerische Staatsregierung will das benötigte Geld wiederum von verschiedenen Stellen einholen, und zwar beim europäischen Sozialfonds, bei der Arbeitsagentur, bei kirchlichen Weltbild-Gesellschaftern und bei Banken. In dieser kurzen Zeit kann dieses Vorhaben aber kaum realisiert werden. Das würde im schlimmsten Fall zu einer Zerschlagung des Unternehmens führen. So könnte ein großer Teil der Belegschaft plötzlich auf der Straße stehen. Damit das Vorhaben nicht scheitert, braucht man mehr Zeit und spricht in diesem Zusammenhang von drei Monaten.

Treffen soll Klarheit bringen

Geplant ist zudem ein Arbeitstreffen von allen Beteiligten, welches von der Staatskanzlei geführt werden soll. In diesem Treffen sollen alle möglichen Lösungswege betrachtet werden. Bereits am 10. Januar hatte Weltbild Insolvenz angemeldet, und zwar nachdem die katholischen Gesellschafter eine Finanzierung für die Sanierung des Konzerns abgelehnt hatten.




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