Selbständigkeit im GastrobereichIn der heutigen Zeit entscheiden sich immer mehr Menschen für die Selbständigkeit. Sehr oft fällt diese Entscheidung in den Bereich Gastronomie. Angefangen vom kleinen Café, über Restaurants oder Bars sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Trotzdem gibt es viele Punkte die gut durchdacht werden sollen und müssen, dass das Projekt Selbständigkeit nicht scheitert. Aus diesem Grund sind hier einige Infos dazu zusammengefasst.

Ohne Genehmigungen geht gar nichts

Ein Lokal mieten, Gastronomiebedarf aussuchen, Papierteller heraussuchen, Kaffeebecher kaufen, und dann eröffnen? So leicht geht das leider nicht, denn zunächst müssen allerhand Genehmigungen beantragt werden. Der erste Weg führt zum Gewerbeamt. Hier meldet man sein neues „Gewerbe“ an und das Amt informiert gleichzeitig andere Behörden wie das Finanzamt, die Handwerkskammer, die Berufsgenossenschaft, die Industrie- und Handelskammer, das statistische Landesamt und das Handelsregister (Amtsgericht) über das neue Gewerbe. Wer trotzdem mit diesen Ämtern in Kontakt tritt und eventuell anfallende Probleme schnell klärt, erreicht in den meisten Fällen eine viel schnellere Bearbeitung. Soll Personal eingestellt werden, muss man sich als nächstes eine Betriebsnummer bei der Agentur für Arbeit zuteilen lassen. Diese dient als Grundlage für die An- und Abmeldung zur Sozialversicherung. Zudem spielt gerade im Gastrobereich die Hygiene eine sehr große Rolle aus diesem Grund ist es unumgänglich dem Gesundheitsamt einen Besuch abzustatten und sich ein Gesundheitszeugnis ausstellen zu lassen. Zudem wird das Gesundheitsamt vor der Eröffnung die hygienischen Bedingungen der Räumlichkeiten überprüfen. Auch das Gewerbeaufsichtsamt sollte sich vor der Eröffnung ein Bild von dem neuen Betrieb machen, um eventuell nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Nutzung zu beheben und Bußgeldern zu umgehen. Zu diesen wichtigen Behörden kommen aber auch noch Stromversorger, eventuelle Beantragungen von Sondergenehmigungen und noch andere die je nach Geschäftsart variieren können.

Ohne Moos nix los…

Ein sehr wichtiger Punkt beim Aufbau eines Gewerbes ist die Buchhaltung. Diese sollte nie außer Acht gelassen werden, deswegen empfiehlt es sich auch vorher einen Existenzgründerkurs bzw. -seminar zu besuchen. Dort lernt man Kalkulieren oder Rechenwege um zu berechnen wie viel Geld am Tag eingenommen werden muss, damit am Ende des Monats alle Kosten gedeckt sind und eventuell noch etwas für schlechtere Monate zurückgelegt werden kann. Denn so ein finanzielles Polster kann über Durststrecken hinweg helfen, ohne dass die Existenz gefährdet wird.

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