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Riester Förderung„Sparen nur für den Anbieter“. So oder so ähnlich geistert die aktuelle Kritikwelle an der Riester Rente durch die Medien. Doch auch dieses Mal sind die Argumente der Kritiker wenig differenziert und treffen nicht den Kern der Problematik.



Die Riester Rente ist und bleibt ein interessanter Bestandteil für die private Altersvorsorge, nicht mehr und nicht weniger. Die Förderung durch Altersvorsorge und Sonderausgabenabzug kann in Abhängigkeit vom individuellen Förderanspruch durchaus die Rendite verbessern, trotz nachgelagerter Besteuerung.

Mit dem falschen Produkt verpufft die Riester Förderung

Verschenkt ist die Riester Förderung allerdings dann, wenn unnötig teure Versicherungsprodukte abgeschlossen werden, nur um eben von den ach so attraktiven Geschenken von Vater Staat zu profitieren. Denn genau das ist das Problem: Wer sich ein kostenintensives Riester Produkt wie eine fondsgebundene Riester Rentenversicherung aufschwatzen lässt, muss freilich damit rechnen, dass die Förderung verpufft.

Für die Riester Rente gelten die gleichen Kriterien wie für jede andere Form von Geldanlage und Altersvorsorge. Die Rendite macht der Sparer erst nach Abzug der Kosten des Produkts.

Es gibt aber nicht nur Riester Rentenversicherungen und deren fondsgebundene Pendants. Die Riester Produktpalette umfasst weiterhin:

  • Riester Fondssparpläne
  • Riester Banksparpläne
  • Riester Bausparverträge
  • Riester Darlehen

Das gesamte Konzept der staatlich geförderten Altersvorsorge pauschal zu verteufeln, nur weil es einige nicht geeignete Produkte gibt, das ist sicherlich nicht zielführend.

Rendite des Produkts wichtiger als die Riester Förderung

Die Rendite des Riester Produkts ist dabei deutlich wichtiger als die Riester Förderung selbst. So machen Altersvorsorge und Sonderausgabenabzug gerade bei längeren Laufzeiten nur einen Renditebonus von 1-2,5 % vor Steuern aus (+ Zinsesszinseffekt).

Das steigert zwar die zu erwartende Rendite einer staatlich geförderten Altersvorsorge, kann die Rendite des zu Grunde liegenden Produkts jedoch nicht ersetzen. Es ist also keinesfalls egal, welche für welche Variante der Riester Rente man sich entscheidet.

Als Sparer sollte man sich genau überlegen, welches Produkt den eigenen Erwartungen und dem eigenen Risikoempfinden am ehesten gerecht wird. Zudem sollte in Bezug auf die Kosten jedes mögliche Sparpotential genutzt werden.

Riester Fondssparpläne gibt es beispielsweise mit Rabatt über Fondsvermittler. Riester Banksparpläne haben oft nicht einmal Kontoführungsgebühren, wenn der richtige Anbieter gewählt wird.

Riester Rente ist nur ein Bestandteil privater Altersvorsorge

Und zu guter Letzt sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Riester Rente nur ein Baustein im Altersvorsorge Konzept ist.

Wer seine private Altersvorsorge nur wegen der Förderung allein auf Riester baut, spart in der Regel am eigenen Bedarf vorbei.

Es ist nicht falsch nur einen Teil der Förderung mitzunehmen und auch auf die anderen Säulen der privaten Altersvorsorge zu setzen. Die Riester Rente setzt im Regelfall auf eine Absicherung des Langlebigkeitsrisikos, das macht allein schon das auf 30 % begrenzte Kapitalwahlrecht zu Rentenbeginn deutlich.

Die Flexibilität der eigenen Altersvorsorge bedeutet jedoch nicht, dass man gänzlich auf die Riester Förderung verzichten muss. Man sollte diese nur als das sehen, was sie ist – eben nur ein Baustein.

Quelle: www.riester-rente-ratgeber.de

Bild © falkjohann – Fotolia.com




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