Richtige und günstige Baufinanzierung

Richtige und günstige BaufinanzierungDer Kauf eines Eigenheim ist keine Spontanentscheidung – im Gegenteil, länger bereits im Voraus sollte man wissen, wie man die eigene Immobilie finanziert. Der gewöhnliche Weg führt über einen Kredit, darüber gibt es keinen Zweifel. Doch wie nun plant man richtig? Fünf Punkte sind zu beachten, bevor man damit beginnt, mit einem Kundenberater über die Baufinanzierung zu sprechen:

Wie viel Vermögen hat man bereits?
Wie viel Spielraum steht Monat für Monat zur Verfügung?
Hat man Bonität gegenüber Banken und Kreditgesellschaften?
Wie ist die Immobilie geartet?
Wie kann der Staat helfen?

Man analysiere das eigene Kapital – und die Bonität

Experten raten dazu, den Kauf einer Immobilie mindestens durch 20 Prozent an Eigenkapital bezahlen zu können: Trotzdem soll die Immobilie nicht den Vermögensspielraum eines Interessenten schlichtweg vernichten. Drei bis sechs Monatsgehälter sollte man trotz allem stets verfügbar halten; auch das Auto, das absehbar in einigen Jahren ausgetauscht werden könnte, sollte man sich auch nach dem Immobilienkauf noch leisten können. Auch wird jeder Tilgungsrechner nachvollziehen können, dass der teilweise eigenkapitalfinanzierte Immobilienkauf doch erheblich günstiger ausfällt als der vollständig fremdfinanzierte. Doch dies funktioniert allein, wenn die monatlichen Einnahmen und Ausgaben eine regelmäßige (und eben abgepufferte) Rückzahlung erlauben.

Die Schufa in Deutschland protokolliert vieles mit. Handyverträge, Null-Prozent-Finanzierungen für Unterhaltungselektronik, den Kredit aus dem vergangenen Jahrzehnt, über den man noch keine Löschung beantragt hat. Baufinanzierungen gelingen nur dann reibungslos, wenn man es tatsächlich geschafft hat, gegenüber der Schufa den Status der Bonität aufrecht erhalten zu haben.

Man erwäge alle Kosten – und alle Hilfen

Der Kauf der Immobilie selbst ist nun noch an spezielle Gegebenheiten gebunden. Ist das Gebäude schlüsselfertig? Oder muss man selbstverständliche Dinge noch als Sonderwunsch äußern? Jedenfalls wird der Notar 1,5 Prozent des Kaufpreises noch als Gebühren verlangen; die Grunderwerbssteuer nimmt 3,5 Prozent in Anspruch. Selbst, wenn man ein gebrauchtes Objekt erwirbt, ist es nun der Makler, der Kosten beansprucht. Umgekehrt bleibt man jedoch nicht vollständig auf den Kosten sitzen – das Modell des Bausparvertrag ist hinlänglich bekannt. Doch wie ist es mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)? Auch sie subventioniert Bauprojekte. Doch dies ist nur eines der staatlichen Fördermittel, über welches sich der Interessent gemessen an seinem Einzelfall informieren sollte.

Bauen heißt vorbauen

Ein weiterer Aspekt bei der Baufinanzierung ist es, vorzubauen. Das meint: Für den Fall, dass nun der Hauptverdiener in dieser Rolle ausfällt, sollte man einen Notfallplan bereithalten. Würde man den „Übriggebliebenen“ zumuten, das Haus weiter zu bauen? Oder bricht man ab und verkauft es – sodass das anfänglich eingegangene Risiko (auch im Krankheitsfall des Hauptverdieners) so gut wie möglich schadensbegrenzt wird und nicht auf Dritte „abgewälzt“ wird?

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