Pflegekosten: Pflegeheimkosten bei Pflegestufe 1 – 2 – 3

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse werden in Deutschland seit vielen Jahren sukzessive gekürzt. Ein Grund dafür ist der demographische Wandel, der sich auf die Anzahl der Beitragszahler auswirkt. Immer weniger Arbeitnehmer zahlen in die gesetzlichen Kassen ein. Gleichzeitig gibt es immer mehr Rentner, die vom Staat finanziert werden müssen. Aus diesem Grund wird auch die Pflege im Alter für viele Menschen zu einem großen Problem.

Pflegekosten: Pflegeheimkosten bei Pflegestufe 1 - 2 - 3Immer mehr Menschen sind von der Pflegebedürftigkeit im Alter betroffen und müssen hohe Kosten tragen. Das Problem ist nämlich, dass die gesetzliche Pflegekasse nur einen Teil der sehr hohen Pflegekosten übernimmt. Dieser Sachverhalt wird den meisten Menschen erst bewusst, wenn sie selbst betroffen sind. Viele Verbraucher verlassen sich auf die gesetzlichen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die gesetzlichen Leistungen reichen im schlimmsten Fall jedoch nicht annähernd zur Deckung der Kosten aus. In diesem Fall muss der Pflegebedürftige die Kosten aus seinem Privatvermögen selbst tragen. Reicht auch das private Vermögen nicht mehr aus, so müssen sogar die Kinder des Bedürftigen für die Kosten der Pflege aufkommen. Aus diesem Grund wird die private Pflegeversicherung immer wichtiger. Doch wie hoch sind die Kosten, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden und was kostet ein Platz im Pflegeheim?

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung abhängig von der Pflegestufe

Alte Menschen, die gepflegt werden müssen, können sich in der Regel nicht mehr selbst versorgen. Sie brauchen Hilfe und müssen von Angehörigen betreut werden. Die Angehörigen haben für die Betreuung jedoch nicht immer Zeit, sodass es sein kann, dass Pflegedienste beauftragt werden müssen. Diese Pflegedienste sind natürlich nicht kostenlos. Liegt eine hohe Pflegebedürftigkeit vor, so kann sogar die Unterbringung in einem Pflegeheim erforderlich werden. Ein Pflegeheim kostet im Monat ca. 2.500,00 EUR. Die Kosten werden anteilig von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen. Die Höhe der Kostenübernahme wird durch die Pflegestufe ermittelt. Ein medizinischer Pflegedienst überprüft, wie schwer die Pflegebedürftigkeit ist und stuft den Betroffenen schließlich entsprechend ein. Menschen, die in Pflegestufe 0 (sehr geringe Pflegebedürftigkeit) eingestuft werden, erhalten keine Leistungen aus der gesetzlichen Pflegekasse. Ab Pflegestufe I werden monatlich 1.023,00 EUR an den Pflegebedürftigen gezahlt. Menschen in der Pflegestufe II erhalten 1.279,00 EUR monatlich. Stellt der medizinische Dienst die Pflegestufe III (hohe Pflegebedürftigkeit) fest, so werden monatlich 1.550,00 EUR von der Pflegekasse an den Pflegebedürftigen überwiesen. In besonders schweren Fällen zahlt die Pflegekasse sogar 1.918,00 EUR monatlich.

Für Betroffene bedeuten die Zahlen, dass die Heimkosten auf keinen Fall mit den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gedeckt werden können. Wird nun noch die Rente mit in die monatlichen Erträge zur Deckung der Heimkosten eingerechnet, so verbleibt ein Differenzbetrag zu den tatsächlich anfallen Heimkosten. Diese Differenz muss aus dem Privatvermögen des Pflegebedürftigen aufgebracht werden. Verfügt der Pflegebedürftige über keine Rücklagen, so müssen die Angehörigen (Kinder) den Differenzbetrag übernehmen. Ein Pflegebedürftiger, der im Pflegeheim ist und in Pflegestufe I eingestuft wurde, erhält also 1.023,00 EUR zzgl. Rente. Demnach müssen die Angehörigen über 1.000,00 EUR zahlen, sofern keine eigenen Vermögenswerte des Rentners vorhanden sind. Aus diesem Grund sollten alle Menschen in der heutigen Zeit eine private Pflegeversicherung abschließen und sich gegen dieses Risiko absichern.

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