Neue Euro-Banknoten sollen Fälschern das Leben erschweren

Seit Einführung des Euros sind mittlerweile 12 Jahre vergangen. In dieser Zeit hatten Geldfälscher ausreichend Zeit, ihr illegales Handwerk zu perfektionieren. Die EZB (Europäische Zentralbank) reagierte entsprechend und setzt auf neue Banknoten. Der Austausch fand bereits im Mai 2013 mit dem 5-Euro-Schein statt.

Nach Ausgabe des neuen 5-Euro-Scheins zieht die EZB nun nach. Am 23 September 2014 wird der neue 10-Euro-Schein ausgegeben. Bereits im Januar 2014 stellte die Europäische Zentralbank das neue Design der Banknote vor. Neue und bessere Sicherheitsmerkmale sollen Fälschern das Leben erschweren. Die drei wesentlichen Hauptmerkmale der Banknote sind:

  • das Wasserzeichen (Porträt der Europa; einer Mythologischen Gestalt)
  • die Smaragdzahl (befindet sich auf der Hauptseite und wechselt die Farbe bei Schwenken des Scheins)
  • das Hologramm (zeigt Europa, ein Tor, das Währungssymbol und die Wertzahl des Scheins.)

Damit den Automatenherstellern nicht das gleiche Chaos blüht wie mit dem 5-Euro-Schein, lässt sich die EZB mit der Ausgabe der neuen Banknote diesmal etwas mehr Zeit. Weiterhin leistet die Europäische Zentralbank ausreichen Hilfe zur Entwicklung der neuen Erkennungssoftware für den neuen 10-Euro-Schein. 2013 konnten die meisten Automaten den neuen 5-Euro-Schein nicht erkennen. Sogar bei manchen Banken kam es zu Problemen. Es dauerte Wochen, bis die Software entsprechend angepasst werden konnte. Diesen Fehler möchte die EZB mit dem neuen 10-Euro-Schein vermeiden.

Im nächsten Schritt gegen den Kampf der Geldfälscher will die EZB dann 2015 den 20-Euro-Schein ersetzen. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. So sollen dann nach und nach auch die restlichen Banknoten mit besseren Sicherheitsmerkmalen ersetzt werden.

Die Europäische Zentralbank meldete, dass im Jahre 2013 rund 670.000 falsche Banknoten auftauchten. Gegenüber 2012 ist dies ein Anstieg von etwa 26%. Bei den meisten gefälschten Banknoten handelte es sich um 20-Euro-Scheine und 50-Euro-Scheine. Ein Zeichen, dass die Reform der Euronoten dringend ist.