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Wissenschaftler haben sich jetzt einmal Gedanken darüber gemacht, wie der Klimawandel die Menschen und ihre Arbeitsleistung beeinflussen wird. Bisher wurden häufig Theorien darüber aufgestellt, welche Einflüsse auf Landwirtschaft und Wirtschaft zu erwarten sind. Doch ist natürlich auch der Mensch und seine Leistungsfähigkeit ein wichtiges Teil des Puzzles.



Klimawandel kann Arbeitsleistung beeinflussenIn großen Teilen der Welt wird in den nächsten Jahrzehnten vermehrt mit großen Hitzewellen zu rechnen sein, die von hoher Luftfeuchtigkeit begleitet werden. Es ist zu erwarten, dass diese Situation bei vielen Menschen den so genannten Hitzestress auslösen wird, was ihnen das Arbeiten erschwert. Übelkeit, Schwächegefühl, Migräne und starke Müdigkeit können die Folge von Hitzestress sein. Auch in Deutschland sollen die Sommertemperaturen in den nächsten Jahrzehnten kräftig ansteigen, so dass sich schon heute die Frage stellt, wie sich das wandelnde Klima auf die Arbeitsfähigkeit der Personen auswirken wird.

Wissenschaftler haben zwei Szenarien geschaffen, um die Entwicklung des Klimas bis zum Jahr 2200 vorauszusagen. Dabei geht das erste Szenario davon aus, dass sich die Konzentration von Kohlendioxid nach dem Jahr 2060 allmählich stabilisieren wird. Das andere Szenario geht davon aus, dass auch bis zum Jahr 2200 ein Anstieg der Kohlendioxid Konzentration zu erwarten ist. Dann wurde berechnet, wie lange es nach heute bestehenden Richtlinien für Menschen möglich sein wird, unter diesen Klimabedingungen zu arbeiten, ohne dabei gesundheitliche Schäden zu nehmen. Selbst das optimistischere Szenario ergab, dass in vielen Teilen der Erde, zu denen die Karibik und große Teile Eurasiens gehören, schon im Jahr 2050 ein Klima herrschen wird, dass die Arbeitsleistung auf 80 Prozent zurückschrauben wird.

Bereits im Jahr 2010 war eine ähnliche Studie von Wissenschaftlern an der amerikanischen Purdue Universität vorgenommen worden. Bei dieser Studie ging man davon aus, dass die CO2 Konzentration auch weiterhin ansteigen wird. Nach dieser Studie ist bis zum nächsten Jahrhundert mit einem Temperaturanstieg von sieben bis zwölf Grad zu rechnen. Das würde für viele Regionen einen lebensgefährlichen Hitzestress für die Bewohner bedeuten. Millionen von Menschen könnten davon betroffen sein. Es würde bedeuten, dass sie sich kaum noch im Freien aufhalten können und in Häuser massive Kühlung benötigen, was wiederum den Stromverbrauch drastisch ansteigen ließe. Erschwerend kommt dazu, dass auch mit einem Anstieg der Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist. Die Kombination von Luftfeuchtigkeit und Temperatur wird als Feuchttemperatur bezeichnet. Bereits eine Feuchttemperatur von 35 Grad kann für den Menschen lebensbedrohlich werden, da es bei diesen Bedingungen nicht möglich ist, sich durch Schwitzen und Verdunstung zu kühlen.

Die Expertenkommission Forschung und Energie fordert heute drastische Maßnahmen in Deutschland, um die Energiewende herbeizuführen. Dazu gehört unter anderem die energetische Gebäudesanierung, die als großes Energiesparpotential betrachtet wird. Zusätzlich sollen Reduktionsziele für CO2 Austausch langfristig bis 2030 definiert werden, um Unternehmen einen Planungspielraum zu gewähren. Die CO2 Kurve gehört heute zu den wichtigsten Messungen in der Wissenschaft. Autos, Fabriken und Heizungen produzieren heute Abgase, welche die Kurve ständig ansteigen lässt. Jetzt wurde ein wichtiger Schwellenwert erreicht. Auf einer Messstation in der Arktis wurde erstmals für mehr als einen Monat der Wert von 400 CO2-Molekülen pro einer Millionen Luftteilchen überschritten. Die Überschreitung dieser Marke gilt als Indiz dafür, dass das Klimaproblem unaufhaltsam voranschreitet.

Bild © Achim Baqué – Fotolia.com




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