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Seit geraumer Zeit sorgen die kontinuierlich ansteigenden Strompreise für Diskussionen in Gesellschaft und Politik. Zu Beginn des neuen Jahres sind sie abermals um durchschnittlich zehn Prozent gestiegen. Eine aktuelle Umfrage der Prüforganisation Dekra belegt nun: Um die Preiserhöhungen zu kompensieren, ändert der Großteil der Stromkunden sein Verbrauchsverhalten nachhaltig.



StromDem Preisanstieg kann niemand entkommen

Als gutes Mittel, die Stromkosten im Griff zu behalten, wurde lange Zeit der jährliche Wechsel zu einem anderen Anbieter empfohlen. Doch diese Methode reicht nicht aus, um höhere Belastungen wirklich zu vermeiden. Die aktuelle Umfrage belegt, dass ein hoher Prozentsatz der Kunden inzwischen aktiv Strom spart. 87 Prozent der Befragten gaben an, ihren Energieverbrauch zu drosseln. Am häufigsten wird an der Heizung gespart. 46 Prozent senken die Raumtemperatur generell oder verzichten auf das Heizen wenig genutzter Räume. Parallel dazu setzt sich wärmere Bekleidung in der Wohnung durch. Pullover statt T-Shirts heißt für viele die Devise.

800.000 Haushalte ohne Strom

Auch beim Waschen und der Beleuchtung wird der Verbrauch reduziert. Doch diese Maßnahmen reichen oft nicht aus. 800 000 Haushalte sind inzwischen nicht mehr versorgt. Auf unbezahlte Rechnungen reagierten die Lieferanten mit Stromsperren. Diese fatale Entwicklung lässt auch hohe politische Kreise nach Lösungsmöglichkeiten suchen. So schlug kürzlich EU-Kommissar Oettinger eine Koppelung der Sozialhilfesätze an die Entwicklung des Strompreises vor. Andere Ideen wurden schon vor Monaten von Konzernvertretern vorgestellt. Sie regten einen Sozialtarif an, der durch staatliche Zahlungen ausgeglichen werden könnte.

Zustimmung zur Energiewende ungebrochen

Schuld an der permanent steigenden Belastung ist die Energiewende. Darin sind sich die deutschen Verbraucher weitgehend einig, doch auch andere Verantwortliche werden genannt. So sind vier von fünf Befragten davon überzeugt, dass die Stromkonzerne die Situation ausnützen und ihre Preise unverhältnismäßig stark erhöhen. Nichtsdestotrotz trifft der Ausstieg aus der Atomenergie weiterhin auf eine breite Zustimmung. Gut 75 Prozent halten den eingeschlagenen Weg trotz hoher Eigenbelastung für richtig.

Bild © flashpics – Fotolia.com




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