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Gold gilt seit jeher als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten. Auch in den letzten Jahren kauften viele Anleger aus Angst um ihr Geld das Edelmetall im großen Stil an. Doch der Goldkurs, der lange Zeit stieg und stieg, stürzt seit Tagen im rasanten Tempo ab. Heute sackte er zeitweise auf unter 1000 Dollar, das ist der geringste Wert seit 2010. Der gegenläufige Trend beim Gold bringt die großen Anleger unter Druck. Ein weiteres Sinken des Preises wird erwartet.



edelmetalleSchon seit Monaten warnen Analysten das Publikum vor einem weiteren Einstieg in physikalisches Gold. Nun bestätigen sich ihre Prognosen. Die Krisenstimmung an den Märkten ist einem verhaltenen Optimismus gewichen. Andere Finanzprodukte sind inzwischen wieder gefragt. Die lockere Zinspolitik der Fed und der EZB hat den Markt zudem mit billigem Geld überschwemmt. Die Anleger investieren damit verstärkt in Aktien, wie das Ansteigen der Kurse trotz stagnierender Wirtschaftsentwicklung beweist. Die „Notwährung Gold“ verliert wieder an Bedeutung, anders lässt sich der Preisverfall nicht interpretieren. Allein in diesem Quartal fiel der Goldkurs um etwa 22 Prozent, seit mehr als 90 Jahren hat es das nicht mehr gegeben.

Große Anleger steigen aus dem Gold aus

Analysten machen für die negative Entwicklung des Goldpreises verschiedene Ursachen verantwortlich: Die amerikanische Wirtschaft befindet sich in einer Erholungsphase. Die Unternehmen investieren wieder, Anleger können auf höhere Zinsen hoffen. Neben der Wirtschaftskomponente hat auch die diesjährige hohe Goldförderung Einfluss auf den Kurs. China fördert 2013 Gold in einer Rekordmenge, gleichzeitig verringert sich jedoch die Nachfrage der Großeinkäufer. Die Schwellenländer gehörten durch Goldankäufe im großen Stil zu den Stützen des Edelmetallmarktes, ihre schwächelnden Währungen zwingen sie inzwischen zur Kaufzurückhaltung. Zudem ziehen sich die großen Fonds seit geraumer Zeit aus dem Gold zurück, in das sie lange für ihre nervöse Kundschaft investiert hatten. Die Stimmung hat sich gewandelt. Die Finanzkrise hat ihren Schrecken verloren, das lässt einflussreiche Anleger wieder in renditestarke Spekulationsgeschäfte einsteigen.

Bild © J.+W Roth – Fotolia.com




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