Informiert bleiben · Twitter · Facebook · Google+

Sie sind hier: Start » Wirtschaft »

Die Finanzkrise hält Europa weiter in Atem. Während Deutschland bisher relativ glimpflich davon gekommen ist, grassiert in südeuropäischen Ländern Arbeitslosigkeit, von der ganz besonders die junge Generation betroffen ist. Die Europäische Zentralbank hält seit geraumer Zeit die Zinsen extrem niedrig, so dass Sparguthaben kaum noch genug abwerfen, um die Inflation auszugleichen. Für den kleinen Anleger stellt sich in einer solchen Situation die Frage, wie er reagieren und sein Geld gleichzeitig sicher und lukrativ anlegen soll.



Liquidität an den FinanzmärktenGerade in Zeiten, in denen die private Vorsorge fürs Alter wichtiger denn je ist, steuern die zukünftigen Rentner auf ein großes Problem zu. Für sie fällt zur Zeit ein großer Teil der Altersvorsorge, der durch Zins und Zinseszins aufgebaut wird, weg. Alternativ müssen sie höhere Risiken eingehen, um ihr Vermögen zu erhalten oder zu vermehren. Die richtige Strategie hängt davon ab, welchen Verlauf die Finanzkrise weiterhin nehmen wird.

1. Die Krise löst sich in Wohlgefallen auf

Sollten die bisher getroffenen Maßnahmen dazu führen, dass sich die Finanzlage und die Ökonomien der europäischen Staaten weiter stabilisieren, wird Deutschland der große Gewinner im Euroraum sein. Die Exporte bleiben stabil, bzw. sollten durch den Aufschwung im europäischen Ausland eher steigen. Die Binnennachfrage kann durch bisher gute Arbeitsmarktdaten gestützt weiter steigen. In diesem Fall bieten sich insbesondere deutsche Aktien an, obwohl der DAX bereits am 22. Mai dieses Jahres ein neues Allzeithoch erreicht hat. Die Gewinne der Unternehmen sind allerdings entsprechend hoch und dürften in einem solch positiven Szenario weiter steigen.

2. Einzelne Staaten verlassen den Euro

Sollte es dazu kommen, dass Zypern oder Griechenland den Euro verlassen muss, wären die wirtschaftlichen Auswirkungen gar nicht das Schlimmste. Viel gravierender wäre die psychologische Wirkung eines solchen Schrittes. Einmal damit angefangen ist unklar, ob dieser Zerfallsprozess wieder gestoppt und umgekehrt werden kann. Gleichzeitig sind massive Spekulationen in weiteren Kandidatenländern zu erwarten, die die Probleme noch zusätzlich verschärfen würden. In einem solch unsicheren Umfeld gelten bekannte Grundsätze der Geldanlage. Legen Sie ihr Vermögen breit an, möglicherweise auch außerhalb der Eurozone. Gehen Sie nur Risiken ein, die Sie auch verstehen. Und im Zweifel: Finger weg!

3. Rückkehr zur D-Mark

Obwohl vielfach propagiert, wird eine Abschaffung des Euro auch die deutsche Wirtschaft schwer treffen. Es ist zu erwarten, dass die anderen „neuen“ Währungen gegenüber der D-Mark deutlich abgewertet werden, so dass Exporte in diese Staaten erheblich teuer werden. Da die deutsche Binnenkonjunktur in einem solchen Szenario kaum die Nachfrage ersetzen wird, ist eine Rezession vorprogrammiert. In einer Krise solchen Ausmaßes ist die Flucht in Sachwerte, also Immobilien oder Gold, ratsam. Außerdem bieten sich als sichere Häfen andere, stabilere Währungen des europäischen Auslandes an, z.B. der Schweizer Franken oder die Norwegische Krone.

Bild © Udo Kroener – Fotolia.com




Ähnliche Artikel:


Kommentieren


Weitere Artikel:
Bürgerkrieg in Syrien führt zu Untersuchungen
Masern auf dem Vormarsch

© 2009-2017 HC