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„Wetten, dass…?“ erreichte an einem Samstag im Schnitt 10,46 Personen, was einem Marktanteil von 33,0 Prozent entsprach. Bei „Deutschland sucht den Superstar“ schalteten zeitgleich 6,02 Millionen Zuschauer ein. Doch wie wurden diese Zahlen ermittelt?



Wie werden Einschaltquoten berechnet Fernsehen ARD ZDF RTL SAT 1 PRO 7 Wetten DassWie werden die Quoten ermittelt

Verantwortlich für die Ermittlung der Einschaltquote ist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die ihren Unternehmenssitz in Nürnberg hat. Auftraggeber der GfK ist die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), der die ARD, ProSiebenSat.1 Media AG, RTL und das ZDF angehören. Grundlage für die Erhebung der Einschaltquote sind über 5600 repräsentative Haushalte in ganz Deutschland. Diese Haushalte wurden mit einer so genannten Quotenbox ausgestattet, die im 1-Sekunden-Takt registriert, welcher Sender wie lange geschaut wird. Zur Ermittlung des Fernsehverhaltens innerhalb der ausgewählten Haushalte wird jede im Haushalt lebende Person durch eine Zahl identifiziert (z.B. Vater 1, Mutter 2, Kind 3). Wenn der Fernseher eingeschaltet wird, muss an der Quotenbox angegeben werden, wer gerade schaut. Schaut z.B. zuerst nur der Sohn einen Film, gibt er dies an dem Gerät ein. Kommt die Mutter später dazu und schaut mit, muss sie sich ebenfalls zum Zeitpunkt des Mitschauens registrieren. Von der Sekunde an hat der Film einen Zuschauer mehr.

Berechnung

Wie setzen sich nun daraus die Quoten für die ganze Nation zusammen? Nehmen wir an, von den 5600 repräsentativen Haushalten schauen 1400 „Wetten, das…?“, dann werden diese 25 Prozent auf die 40 Millionen angemeldeten TV-Geräte in Deutschland umgerechnet, was 10 Millionen Zuschauen entsprechen würde. Jede Nacht um drei Uhr ruft die GfK die Daten der Quotenbox ab. Parallel dazu schicken die Sender ihr Sendeprotokoll an die GfK, damit diese die Einschaltquoten den einzelnen Sendungen zuordnen kann. Fast alle Sender beteiligen sich an dieser Erhebung. Ausgeschlossen davon sind Ausländische Sender (NBC, TV5, CNN) sowie Spartensender wie MTV, ONYX, VIVA, VH-1, Phoenix, Ki-Ka oder Pay-TV. Diese Sender lassen ihre Einschaltquoten durch Umfragen schätzen.

Bezahlung

Reich wird man als Quotenseher übrigens nicht: Haushalte, die sich an der Quotenmessung beteiligen, bekommen eine einmalige Pauschale von 250 Euro plus monatlich 10 Euro Stromkostenpauschale.

Bild © blacksock – Fotolia.com

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11 Kommentare

  1. wo kann ich sagt:

    „Wenn der Fernseher eingeschaltet wird, muss an der Quotenbox angegeben werden, wer gerade schaut“ – was meinst du damit?

  2. CH sagt:

    An der Quotenbox muss angegeben/eingegebn werden, wer gerade vor dem Fernseher sitzt und schaut. Wenn also die ganze Familie gleichzeitig vor dem Fernseher sitzt, muss jeder einzelne sich in der Quotenbox anmelden!

  3. Peter sagt:

    Die Einschaltquoten im Fernsehen sind schon manchmal echt interessant!

  4. stadtfuchs sagt:

    Traurig wenn man bedenkt dass anhand der erhobenen Informationen das Programm eines Kanals ausgerichtet wird. Zumindest zum großen Teil. Ich frag mich was das für Familien sehen die sowas verursacht haben. Da lob ich mir 3sat, Phoenix und Arte, auch wenn vieles Geschmackssache ist…
    Ist natürlich auch wieder nur meine Meinung…

  5. LUC sagt:

    Die Quoten sind meiner meinung nach nicht verlässlich.
    Da die Familien die an dieser „Auswertung“ teilnehmen sicherlich vorher mit einem Fragebogen oder ähnlichem bestimmt wurden. Wodurch sich der Konzern von vornherein eine Vorstellung machen konnte welche Medien-Inhalte in der jeweiligen Familie eingeschaltet werden. Wodurch sich sicherlich die Quoten im vorhinein schätzen konnten.

  6. Frederek sagt:

    Luc, Ihre Vermutungen über das Berufsethos von Leuten, die solche Untersuchungen durchführen, wirft ein erhellendes Licht auf das Ihre.

    Von welchem „Konzern“ reden Sie eigentlich? Meines Wissens sind praktisch alle deutschen Fernsehsender die Auftraggeber.

  7. Ingo Bachmann sagt:

    Derartige stichprobenartig durchgeführten Untersuchungen sind ganz grundsätzlich nur dann repräsentativ, wenn die Auswahl der Stichprobe aus der Grundgesamtheit, also in diesem Fall der Gesamtbevölkerung, absolut zufällig erfolgt und die Testpersonen außer der unabhängigen Variablen, also dem TV Konsum, keinerlei systematischen Gemeinsamkeiten aufweisen . Genau diese Zufälligkeit kann man hier aber anzweifeln. Schließlich sind all die Testgucker schon mal bereit, einen gewissen technischen Aufwand zu betreiben und sich Tag für Tag der oben beschriebenen Prozedur zu unterwerfen. Man darf wohl auch vermuten, dass eine pauschale Aufwandsentschädigung von 250 Euro pro Jahr nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen einen Reiz darstellt, der es rechtfertigt, sich über den TV Tellerrand gucken zu lassen. Außerdem, aber auch das ist natürlich eine Vermutung, werden möglicherweise Leute mit höherer Bildung für dergleichen weit weniger zu haben sein als z.B. Angehörige bildungsferner Schichten , was vielleicht die allgemeine Qualität des Programms erklärt.
    Werden durch diese Faktoren Gruppen schob vorgefiltert, ist Repräsentativität der Untersuchung schon mal dahin.
    Tatsächlich repräsentativ wäre allein ein digitales System, das ohne Zutun des Zuschauers ermittelt, wer sich zu einem bestimmten Moment gerade was anschaut. Möglicherweise würden dann die sensationellen Millionenquoten mancher Sendungen zu einem kläglichen Nichts zusammenschrumpfen.

  8. Sandra sagt:

    „…einmalige Pauschale von 250 Euro plus monatlich 10 Euro Stromkostenpauschale.“ stimmt nicht:

    30 € einmalig + 12,80 € Strom/mtl. waren es bei mir.

  9. Sz64 sagt:

    Welche Vollpfosten bestimmen nur unser Fernsehprogramm.Gerade (Stefan Raab Sender)Pro 7 löscht eine Serie nach der anderen.Nur so Serien für 12-15 jährige Gehirnlose, die werden dann doppelt gesendet.Ebend das Niveau von Stefan Raab Sehern.
    Und das ist leider nur ein Sender!
    Viele in meinem Umfeld schauen kein TV mehr. Aus diesen Gründen.
    Da ist nur Pay TV angesagt.
    Und das ist ja wohl das Ziel der“Fernsehunterhalter“.

    • Sascha sagt:

      Unfassbar, mit solch einer Rechtschreibung über hirnlose 12-15 jährige herzuziehen. Ich finde TV Total äußerst amüsant. Immerhin hat Pro7 mittlerweile, abgesehen von Taff, das gesamte Hartz IV TV programm gebannt. Ich schaue mir lieber 10 mal die selben Folgen aktueller Serien am Mittag an, als „Mitten im Leben“ und Co. auf den wirklich schändlichen free TV sendern wie RTL, Vox, Sat1 usw.

  10. Fandrich Georg sagt:

    Ich habe durch meine Kinder und 11 Enkel einen riesigen „Einzugsbereich“. Verteilt auf mehrere Bundesländer. Dadurch habe ich Bekannte die in ihrem Haushalt eine Quotenbox stehen haben. Für die unterschiedlichsten Erheber. Alle haben mir gesagt das sie mindestens einen zusätzlichen Fernseher haben auf dem sie „IHRE“ Senungen schuen. Also sind die „Quoten“ doch gezinkt. Das Ding ist zwar eingeschaltet, aber keiner guckt.

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