Wichtige Sicherheits-Grundlagen für den PC

Die Bedrohungen lauern überall – und insbesondere natürlich gehäuft im Netz. Betrüger, Webseiten-Fälscher, Datenspionierer und dazu noch eine regelrechte Horde kleiner Schädlinge, von Viren über Würmer bis hin zu Trojanern und Rootkits, lauern im World Wide Web. Schätzungen von Sicherheitsagenturen gehen davon aus, dass rund 17% aller deutschen Rechner bereits völlig mit Schädlingen verseucht sind, und dass täglich mehrere tausend neue Schädlinge in Umlauf gebracht werden.

Wichtige Sicherheits-Grundlagen für den PC: alles was außer Virenprogrammen und Firewalls noch wichtig istAntivirensoftware und eine gute Firewall sind in jedem Fall ein guter Anfang, um den eigenen Rechner sicher gegen diese Vielzahl von Bedrohungen zu machen, alleine reichen sie jedoch nicht aus. Welche anderen Sicherheitsmaßnahmen für jeden Rechner mit Internetverbindung ebenfalls noch unbedingt notwendig sind, soll nachfolgend kurz besprochen werden. Viele davon ist leider noch immer nicht sehr weithin bekannt.

Wichtige Sicherheitseinstellungen für Rechner und Browser

Schadsoftware gelangt in der Regel als erstes über den Browser auf den Rechner – daher ist gerade hier wichtig, alle potenziellen Sicherheitslücken möglichst dicht zu verschließen. Rootkits und viele Trojaner können nicht nur in den Systemkernel vordringen, sondern bis ins BIOS – von wo aus sie normalerweise kaum mehr zu entfernen sind, wenn sie überhaupt je entdeckt werden. Eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für den Rechner ist also auf jeden Fall, das BIOS hardwareseitig schreibgeschützt zu machen. Für den Browser gibt es gleich mehrere:

Möglichst keine Toolbars installieren

Toolbars und ähnliches, die tolle Zutrittspforten für Malware und Spyware bieten, sollten am besten gar nicht installiert werden. Das Verhalten einer Toolbar kann nicht kontrolliert werden, da sie den Browser manipulieren und zum Weitersenden von Daten verwendet, stellt auch die Firewall in der Regel keinen wirksamen Schutz mehr dar.

Cache deaktivieren oder häufig löschen

Eine sehr wichtige Sicherheitseinstellung für den Browser ist auch, den Cache zu deaktivieren. Viele Schädlinge manipulieren den Cache des Rechners, und können so den User auf gefälschte Seiten umleiten, auf denen dann Zugangsdaten wie Nutzernamen und Passwörter „abgegriffen“ werden, ohne dass der Nutzer das merkt. Eine Alternative ist, den Cache möglichst häufig zu löschen.

Portscanner zur Überprüfung verwenden

Sicherheitslücken im Browser oder auf dem Rechner lassen sich auch durch den Testlauf mit einem Portscanner aufdecken – solche online Portscanner suchen alle Verbindungen zum Rechner, die neben dem gewöhnlichen Internetzugang noch existieren. Über diese können auch Schädlinge auf den Rechner gelangen.

Zusätzlich zum Echtzeitscanner auch eine rein verhaltensbasierte Erkennung und Scans verwenden

Allein den Virenscanner laufen zu lassen, ist als Schutz gegen Schadsoftware nur mäßig wirksam. Selbst die Top-Programme kommen in Tests im Allgemeinen nur auf Werte von 40 – 60 Prozent, wenn es um das Aufspüren von bekannten Schädlingen geht. Eine sehr wirksame Ergänzung sind dabei bootfähige Scan-CD’s und rein verhaltensbasierte Erkennungsprogramme, die zusätzlich zum Virenscanner eingesetzt werden sollten.

Misstrauen ist immer ratsam

Ob es um einen tollen Onlineshop geht, der fast unglaublich günstige Preise anbietet, oder um eine Anzeige auf einer Webseite, die verkündet, der eigene Rechner sei nicht sicher und müsse überprüft werden – Misstrauen ist grundsätzlich angebracht. Und mit den eigenen Daten sollte man im Internet so viel wie möglich geizen: man muss es Kriminellen nicht auch noch leicht machen. Geburtsdaten, Adressen und Ähnliches gehören nicht ins Netz. Das gilt auch – und besonders für Facebook und ähnliche Plattformen. Auch Wegwerf-Email-Adressen sind eine sehr sinnvolle Erfindung für viele Zwecke.

Mit diesen Maßnahmen hat man die Sicherheit seines Rechners in jedem Fall bereits um ein paar sehr grundlegende Punkte erhöht, die oft gerne übersehen werden. Absolute Sicherheit gibt es ohnehin nicht, aber man kann zumindest so viel tun wie möglich.

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