Belichtungstipps für das digitale Fotografieren

Sie halten ISO 200 für ein durstlöschendes Getränk, denken, ein Histogramm könnte eine Art Stammbaum sein, und fragen sich, ob die Belichtungskorrektur irgendwas mit Jalousien zu tun hat? Dann werden diese Informationen über digitale Fotografie nicht nur Ihren Horizont erweitern, sondern vor allem zukünftig Ihre Fotos um Längen verbessern.

Belichtungstipps für das digitale Fotografieren Histogram LuminanzRichten wir unseren Blick zuerst auf die Kamera an sich: Eine gute Kamera muss nicht teuer sein; sie sollte jedoch über eine gute Technik verfügen, und darüber hinaus leicht zu bedienen sein. Wenn Sie sich dann für ein Motiv entschieden haben, überdenken Sie noch einmal die Perspektive: Insbesondere Landschaftsfotos wirken wesentlich stärker, wenn man im Vordergrund einen kleineren Gegenstand mit zu fotografieren, um ein Tiefengefühl zu erzeugen. Achten Sie darauf, dass die Einstellungen für Farbe, Helligkeit und Kontrast den Umständen angepasst werden. Viele Kameras verfügen hier über Automatikfunktionen. Manchmal ist es allerdings sinnvoll, die Automatik auszuschalten, und manuelle Einstellungen vorzunehmen, zum Beispiel, wenn Sie unter besonders hellen oder besonders dunklen Bedingungen fotografieren möchten.

Wenn es um die Belichtung geht, müssen Sie sich den Begriff „ISO“ merken. ISO steht für „International Organisation for Standardisation“ und ist eine internationale Norm der digitalen Fotografie. Mit dem ISO-Wert bestimmen Sie die Lichtempfindlichkeit des CCD-Sensors. Kleinere Werte sind ideal für geringe Lichtempfindlichkeit, größere Werte für höhere Lichtempfindlichkeit. Abkürzend lässt sich sagen: je höher die Lichtempfindlichkeit, desto gröber wird das Bild. Die Belichtung Ihres Fotos können Sie mit Hilfe eines Kamera-Histogramms überprüfen, das Sie über das Menü Ihrer Kamera aktivieren können. Auf dem Histogramm werden die Helligkeitswerte (Luminanz) Ihres Fotos in Form eines Berges dargestellt. Ist dieser Berg schön mittig, ist das Bild ideal belichtet; ist er eher links, ist das Bild zu dunkel – ist er rechts, ist das Bild zu hell. Spielen Sie mal ein wenig mit dieser Funktion herum – Sie werden sehen, dass sich die Belichtung Ihrer Bilder stark verbessert.

Ist Ihnen das Bild immer noch zu hell oder zu dunkel, können den Lichtwert Ihrer Kamera auch manuell abändern. Schauen Sie hierfür einfach mal in die Bedienungsanleitung Ihrer Kamera. Meist haben Sie auf Ihrer Kamera eine Skala von -2 über 0 bis zu +2. EV bedeutet „Exposure Value“ (Lichtwert), und ist die Einheit, mit der bei der Belichtungskorrektur gemessen wird. Gehen Sie mit dem Wert runter, wird das Bild dunkler, gehen Sie mit dem Wert rauf, wird das Bild heller. Experimentieren Sie auch hier ein wenig herum – ein Bild muss nicht immer 100prozentig „richtig“ belichtet sein, damit es gut ist.

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