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Es ist wieder soweit. Vom 03. auf den 04. Februar werden Deutschlands Football-Fans die Nacht zum Tag machen. Gemeinsam mit einer knappen Milliarde Zuschauer rund um den Globus verfolgen die Anhänger des amerikanischen Nationalsports dann den 47. Super Bowl. In den USA kommt der Finaltag der National Football League einem Feiertag gleich. Rund 130 Millionen Amerikaner werden das Spiel live im TV verfolgen. Eine Nation versammelt sich vor dem Fernseher und das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. So ist es jedes Jahr und so wird es sich auch 2013 wieder zutragen, wenn die San Francisco 49ers und die Baltimore Ravens um die Krone des American Football ringen.



Super Bowl 2013Das Mega-Event

In diesem Jahr findet die finale Schlacht zum zehnten Mal in New Orleans statt. Zum siebten Mal geht es dabei in den Superdome, der seit 2011 den deutschen Autobauer Mercedes Benz als Namenssponsor hat. Knappe 77.000 Zuschauer werden die 80 Meter hohe Arena zum Kochen bringen. Viele Fans reisen schon Tage vor dem Event in den Big Easy und verbringen die letzten Stunden bis zum Kick-Off mit Camping, Barbecue und jeder Menge Six-Packs direkt vor dem Stadion.

Die offiziellen Ticket-Preise für das Finale betragen je nach Kategorie zwischen 1.920 und 13.120 Dollar. Das Mega-Event ist eine Multimillionen-Dollar-Veranstaltung. Der übertragende Sender CBS hat längst jede Werbesekunde in den zahlreichen Spielpausen verkauft. Unter 3,7 Millionen Dollar für 30 Sekunden Aufmerksamkeit ging in diesem Jahr kein Werbeblock über den Tisch. Da selbst die Commercials beim Super Bowl weltweite Beachtung erhalten, machen die Firmen hier noch nicht einmal einen schlechten Deal.

In der legendären Halbzeit-Show tritt dieses Jahr R&B-Ikone Beyoncé auf und feiert außerdem noch die Reunion mit den alten Kolleginnen von Destiny´s Child. Vor dem Spiel intoniert mit Alicia Keys ein weiterer Top-Act die amerikanische Hymne.

All diese Highlights bekommen auch die deutschen Zuschauer live zu sehen. SAT.1 sendet ab 00:10 Uhr aus New Orleans und präsentiert zusätzlich auf ran.de einen Livestream. Durch die Nacht begleiten die beiden Moderatoren Jan Stecker und Frank Buschmann.

Die Finalisten

Den AFC-Titel und damit das Ticket für den Super Bowl hätte den Baltimore Ravens vor der Saison kaum jemand zugetraut. Mit dem Über-Team aus New England und den starken Denver Broncos erschien die Konkurrenz in der Conference zu stark. Den Favoriten aus New England konnte Baltimore im Conference Final souverän ausschalten und auch die Broncos blieben davor knapp gegen die Ravens auf der Strecke. Trotzdem konnte Baltimore weder in der regulären Saison noch in den Playoffs restlos überzeugen. Die Ravens gehen als leichte Außenseiter in das Duell mit den 49ers.

Mit den San Francisco 49ers kehrt ein großes Traditionsteam nach 18 Jahren zurück in den Super Bowl. Die großen Spieler der 80er und 90er wie Joe Montana, Jerry Rice oder Steve Young sind längst Legende. Heute präsentieren die 49ers eine neue Generation von Top-Spielern. Mit dem Outside Linebacker Aldon Smith bringen sie den besten Spieler der Saison mit und auch dem aktuellen Quarterback Colin Kaepernick bescheinigen Experten eine große Zukunft. Zusammen mit Running Back Frank Gore bildet er die schlagkräftigste Waffe der 49ers. Dies bekamen im Conference Finale der NFC auch die Falcons aus Atlanta zu spüren, als das dynamische Duo fast im Alleingang ein 0:17 Rückstand in einen Sieg verwandelte. Nach einer souveränen Saison und einem klaren Playoff-Sieg gegen die notorischen Mitfavoriten aus Green Bay kommt die Finalteilnahme der 49ers trotz der Zitterpartie gegen Atlanta nicht überraschend. Den Kaliforniern gehört am Sonntag die Favoritenrolle, die aber auch wieder eine Bürde werden kann. Die Ravens sind nicht gänzlich chancenlos.

Die Head Coaches beider Teams tragen nicht nur den gleichen Nachnamen, sondern sind tatsächlich Brüder. Mit Jim und John Harbaugh treffen erstmals zwei Brüder an der Seitenlinie des Super Bowls aufeinander. Die begehrte Vince-Lombardi-Trophäe bleibt also auf jeden Fall in der Familie. Allerdings hat der jüngere Bruder Jim mit seinen 49ers das Favoritenteam unter sich. Dafür konnte John 2011 mit den Ravens das letzte Duell gegen seinen Bruder für sich entscheiden.

Bild © Shane Morris – Fotolia.com




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