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Bei strahlendem Sonnenschein lockt es viele Sportler ins Freie. Die Laufschuhe werden ausgepackt und das Fahrrad aus dem Keller geholt. Manch einer nutzt bei heißen Temperaturen unter Umständen ein Sonnenschutzmittel oder trägt eine Mütze beim Joggen, um den Kopf vor der Hitze zu schützen. Jedoch bedenkt kaum ein Sportler, dass die Ozonwerte mit steigenden Temperaturen ebenfalls in gefährliche Bereiche klettern.



JoggenDaher ist es sinnvoll an heißen Tagen das Training morgens oder abends durchzuführen. Zu beachten ist, dass die Ozonwerte umso höher sind, desto höher die Temperaturen sind und umso intensiver die Sonne scheint. Abgase von Autos oder Industrieanlagen belasten die Atemluft zusätzlich. Übersteigen die Ozonwerte den Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft, sollte kein Sport mehr durchgeführt werden. Hier besteht ein akutes Gesundheitsrisiko, das sich potenziert, wenn direkt in der Sonne trainiert wird.

Die chemische Zusammensetzung von Ozon

Ozon besteht im Gegensatz zum Normalen Sauerstoff, der aus zwei Sauerstoff-Atomen besteht, aus drei Sauerstoffatomen. Aus O2 wird also O3. Ozon entsteht üblicherweise in der Atmosphäre. Jedoch kann Ozon sich auch in Erdnähe befinden. Das ist gerade bei intensiver Belastung durch die Sonne oder bei hohen Abgaskonzentrationen der Fall. Treffen beide Faktoren zusammen, wie es in vielen Städten der Fall ist, steigen die Ozonwerte ab der Mittagszeit rasant an, bis sie ihren Höhepunkt am frühen Nachmittag erreichen.

Die Gefährlichkeit von Ozon

Das Ozon, welches sich in der Atmosphäre befindet, schützt uns vor schädlichen UV-Strahlen. Jedoch wird Ozon immer dann gefährlich, wenn er eingeatmet wird. Ozon stellt für die menschlichen Atemwege eine außergewöhnliche Belastung dar. Daher sind steigende Ozonwerte insbesondere für Sportler, die bei heißen Temperaturen trainieren, eine Gefahr für die Gesundheit. Zudem werden Augen und Schleimhäute durch das Ozon gereizt. Wer Sport bei hohen Ozonwerten betreibt, kann aber auch andere Symptome wie Schwindel oder Kreislaufprobleme erleiden. Ist die Konzentration in der Luft besonders hoch, kann das bei Sportlern zu Atemwegsbeschwerden führen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn lange trainiert wird. Jedoch reagiert nicht jeder Mensch gleich auf Ozon. Sportler sollten sich besonders an heißen Tagen über die aktuellen Ozonwerte informieren. Menschen mit Atemwegsproblemen sollten an besonders heißen ganz auf den Sport verzichten oder diesen am späten Abend betreiben.

Sport im Sommer betreiben

Sport sollte im Sommer nicht während der Mittagshitze betrieben werden. Hier ist die Ozonbelastung zumeist am Höchsten. Jedoch steigt die Ozonkonzentration zeitverzögert ein. Das bedeutet, dass die Ozonwerte auch am Nachmittag noch steigen. Gelangt beim Sport Ozon in die Atemwege kann es passieren, dass die Muskeln nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Zudem belegen neue Studien einen Zusammenhang zwischen dem Betreiben von Sport bei hohen Ozonwerten und der Entstehung von Asthma. Zudem kann der Körper während der Mittagshitze nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden. Die Gefahr einer Dehydration steigt. Wer unbedingt um die Mittagszeit Sport treiben möchte, sollte die in Hallen, Fitnessstudios oder im Schatten tun. Nach 17 Uhr sinkt die Ozonkonzentration wieder ab. Das bedeutet, dass in den späten Abendstunden die Ozonwerte bereits wesentlich gesunken sind. Am niedrigsten sind sie jedoch am frühen Morgen vor Sonnenaufgang.

Bild © Siggi – Fotolia.com




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