Nordic Walking für Freizeitsportler

Die Ausdauersportart Nordic Walking stammt ursprünglich aus Finnland. Finnische Skilangläufer und Biathlon-Sportler suchten nach einer Möglichkeit, auch in den Sommermonaten adäquat zu trainieren. Im Groben lässt sich Nordic Walking mit rhythmischem Gehen im Freien unter Zuhilfenahme von Handstöcken umschreiben.

Nordic Walking für Freizeitsportler - Anleitung, Technik, Stöcke, SchuheSchnell verbreiteten sich die gesundheitlich positiven Effekte des Nordic Walkings. Mit dieser Sportart werden gleichzeitig die Kondition, die Kraft, die Beweglichkeit und die Koordination trainiert. Richtig ausgeführt, werden beim Nordic Walking 90 % der Muskeln beansprucht und dabei die Gelenke und Knochen geschont. Aus diesem Grund eignet sich Nordic Walking sowohl für ungeübte Freizeitsportler jeden Alters als auch als Trainingseinheit für Profis. Beispielsweise im Gegensatz zum Jogging ist Nordic Walking für Untrainierte eine empfehlenswerte und moderate Alternative, womit schnell Trainingserfolge erzielt werden können.

Ausstattung für das Nordic Walking

Neben gut gefederten und gedämpften Lauf- oder Walkingschuhen sollte beim Laufen atmungsaktive und bequeme Kleidung getragen werden.

Das wichtigste Utensil für das Nordic Walking sind die jedoch die Stöcke mit Handschlaufen. Der Handel hält Stöcke aus leichten und vibrationsarmen Materialien wie Carbon, Aluminium oder Grafit bereit. Die Stöcke müssen unbedingt der Körpergröße angepasst sein. Einige Modelle werden mit einer Höhenverstellung angeboten. Fahrradhandschuhe vermeiden im übrigen in der Anfangsphase Blasen von den Stöcken an den Händen.

Lauftechnik beim Nordic Walking

Die richtige Lauftechnik ist recht einfach bei Verbänden, Trainern oder mittels Videos oder DVDs zu erlernen.

Grundsätzlich wird rhythmisch in aufrechter Körperhaltung gelaufen. Die Schritte sind weit. Der Einsatz der Stöcke erfolgt seitenverkehrt, d.h. der rechte Stock hat Bodenkontakt, wenn die linke Verse den Boden berührt. Der Stock schleift beim Walken nicht hinterher, sondern fungiert als Trainingsgerät und hat die Aufgabe, die Arm-, Schulter- und Rumpfmuskulatur zu trainieren. Das Gewicht des Körpers wird nicht auf dem Stock abgestützt; das würde den Trainingseffekt negativ beeinflussen.

Wie bei anderen Ausdauersportarten auch, sollte das Training anfangs nicht übertrieben werden. Über die Erhöhung des Lauftempos und der Länge oder etwa durch eine Steigung im Gelände kann das Training nach und nach intensiviert werden.

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