Langzeitstudie empfiehlt Joggern: Maßhalten

Fit, schlank und gesund zu sein, das sind Ziele, die heute ganz oben auf der Agenda stehen. Sport gehört unabdingbar dazu und für viele ist das Joggen die praktischste und kostengünstigste Disziplin. Mancher Läufer quält sich dabei mit dem Anspruch, die eigene Leistung immer weiter zu steigern. Das ist überflüssig, belegt eine jetzt veröffentlichte dänische Studie und rät zu einem gemäßigten Training.



Schnelles Tempo und lange Laufzeit kontraproduktiv

Das wissenschaftliche Team begleitete mehr als zwölf Jahre 1098 Jogger und 413 Nicht-Joggern, die auch keine sonstige Sportart betrieben. Das Ergebnis der Untersuchung verblüfft. Exzessive Jogger schaden ihrem Herz-Kreislauf-System und haben eine ähnlich geringe Lebenserwartung wie die unsportliche Vergleichsgruppe. Die besten Resultate erzielten die moderat trainierenden Läufer. Das bezieht sich auf die Häufigkeit des Trainings ebenso wie auf die Laufgeschwindigkeit. Nach Abschluss der Studie rät ihr Leiter Peter Schnohr von Frederiks-Hospital in Kopenhagen zu einer wöchentlichen Gesamtlaufzeit von maximal zweieinhalb Stunden im gemäßigtem Tempo. Schon bei einer Geschwindigkeit von weniger als zehn Kilometer die Stunde ist ein gesundheitsfördernder Effekt messbar. Idealerweise wird dreimal in der Woche trainiert.

Voll im Trend: Forsches Spazierengehen

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine amerikanische Breitenstudie, in die mehr als 55 000 Probanden einbezogen waren. Doch veröffentlichten hier die Wissenschaftler andere Trainingstipps als die Dänen. Sie empfehlen ein tägliches Joggen von fünf bis zehn Minuten. Es verlängert die Lebenserwartung im Vergleich zu Nichtläufern um drei Jahre. Wer zweieinhalb Stunden in der Woche trainiert erzielt langfristig keinen besseren Effekt als die Kurzzeit-Läufer. Die amerikanische Studie betont zudem die gesundheitlichen Pluspunkte eines zügigen täglichen Spaziergangs von 15 Minuten. Die positiven Auswirkungen auf die körperliche Verfassung sind mit denen des Joggens zu vergleichen. Zudem bietet diese Bewegungsart einen nicht unbeträchtlichen zusätzlichen Vorteil. Die für das Laufen typische Belastung von Sehnen und Gelenken gibt es dabei nicht.



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