Freeride Biken

Es gibt Fahrradfahrer und es gibt das Freeride biken. Dabei ist die einzige Gemeinsamkeit zwischen beiden Sportarten, dass sie beide Fahrrad benötigen. Das Freeride bike ist ein Mountainbike der Extraklasse, denn die Anforderungen an das Material in diesem Sport ist enorm.

Freeride Biken - Tipps und AusrüstungFreeriding ist rasanter ein Sport aus Kanada, der grundsätzlich für alle Altersklassen geeignet ist, aber hohe Anforderungen an die Körperbeherrschung stellt. Da der Sport boomt, sind Freeride Biker inzwischen auch in Deutschland nicht mehr auf sich allein gestellt, denn mittlerweile gibt es viele Gruppen, in denen Anfänger beraten und unterstützt werden und zwar nicht nur rund um die Ausbildung, sondern auch in Bezug auf die Ausrüstung.

Das Freeride Bike

Das Freeride Bike gehört zu den Mountainbikes, weist aber einige Besonderheiten auf. Dazu gehören die gefederten Räder, ein höheres Eigengewicht und Bremskraftverstärker. Freeride Bikes sind besonders stabil, denn sie müssen allerhöchste Belastungen aushalten. Doch auch bei diesen Rädern gibt es zusätzliche Abweichungen. Je nach Einsatzgebiet sind die Felgen noch breiter als beim Mountainbike, die Reifen weisen ein stärkeres Profil auf, während bei einigen Rädern auf eine Beleuchtungsanlage und den Ständer verzichtet wird. Grund ist, dass das Rad im Straßenverkehr für gewöhnlich nicht bewegt wird, beides bei rasanten Downhill Fahren, vor allem in Wäldern, aber abreißen kann. Die meisten Freeride Biker haben eine sehr genaue Vorstellung von ihrem perfekten Rad und lassen auch Neuerwerbungen mitunter von Experten umbauen.

Der Sportler

Freeride biken ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Rampen, Hänge und auch Stufen gehören zu den beliebten Hindernissen. Ein erfahrener Freeride biker bewältigt auch Sprünge aus 10 Meter Höhe. Das setzt allergrößte Fitness und viel Erfahrung voraus. Stürze sind hingegen selten, denn die Sportler sind längst nicht so risikofreudig, wie es vielleicht scheint. Sie beginnen mit einzelnen Stufen und kleinen Sprüngen, bis die Technik ausgefeilt genug ist, um die nächste Steigerung in Angriff zu nehmen.

Die Ausrüstung

Sicherheit geht vor und so achten Freeride Biker auf die richtige Ausrüstung. Die meisten Freeride Biker tragen Protektoren, zum Beispiel an den Schienbeinen, denn Verletzungen durch das Abrutschen von den Pedalen passiert häufig. Knie und Ellenbogen sollten als sehr empfindliche Gelenke ebenfalls geschützt werden. Je nach Vorhaben empfehlen sich auch Rücken- Brust- und Nackenprotektoren, die dann umgeschnallt werden. Alternativ gibt es Bekleidung für Freeride Biker, die über diverse Verstärkungen verfügen, zum Beispiel aus Leder. Die Hände werden bei schnellen Fahrten durch den Wald mit Handschuhen geschützt. Ein Helm ist ebenfalls unverzichtbar. Im Wald schützt er nicht nur bei Stürzen, sondern auch vor tiefhängenden Ästen. Freeride Biker, die viel in tiefen Wäldern unterwegs sind, brauchen deshalb Helme mit nur wenigen Lüftungsschlitzen, um ein gefährliches Eindringen von Ästen zu verhindern. Der Helm sollte speziell für das Freeride Biking entwickelt worden sein oder ein hochwertiger Mountainbike-Helm sein. Die Schuhe sind innen für gewöhnlich höher geschnitten und schützen das Sprunggelenk beim Abrutschen von der Pedale. Die sehr griffige Sohle ist etwas weicher als bei anderen Schuhen, damit das Gefühl für die Pedale nicht gestört ist. Freeride biken setzt daher eine gewisse Investition voraus, die aber unverzichtbar ist.

Bild © jazavac – Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.