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Der Countdown läuft. Es sind nur mehr ein paar Wochen, bis am 16. März in Melbourne in Australien die Formel 1 Saison 2014 startet. Es wird die 65. FIA-Weltmeisterschaft sein. Im Bestreben, die Königsklasse des Motorsports laufend sicherer zu machen, hat die FIA einige Neuerungen ins Reglement aufgenommen. Den Zuseher erwarten daher nicht nur Teamwechsel, neue Strecken und Revivals, sondern auch eine völlig neue Auto-Generation. Diese ist die Folge der wohl größten technischen Reform in der Geschichte der Formel 1.



Formel 1Neue Strecken feiern ihr Debüt, alte kommen wieder

Dass der Start der neuen Rennsaison wieder am anderen Ende der Welt stattfindet, daran haben sich die Zuseher wohl schon gewöhnt. Neu wird heuer im Oktober der Große Preis von Russland sein, der auf einer völlig neu gestalteten Strecke in Sotschi stattfinden wird. Dagegen haben die Verantwortlichen die Rennen von Indien und Korea aus dem Kalender genommen. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Großen Preis von Österreich am A1-Ring in Spielberg. In Deutschland ist heuer wieder der Hockenheimring an der Reihe. Damit umfasst die diesjährige Saison 19 Rennen. Sie endet mit dem Finale am 23. November auf der Yas-Insel mit dem Großen Preis von Abu Dhabi.

Fahrer-Rochaden

Auch bei den Rennställen gibt es einige Veränderungen. So kehrt etwa Kimi Räikkönen wieder zurück zur Scuderia Ferrari, wo er 2007 die Weltmeisterschaft holte. Er ersetzt Felipe Massa, der zu Lotus wechselt. Gemeinsam mit Pastor Maldonado wird er für das Team fahren. Sebastian Vettel bekommt mit Daniel Ricciardo einen neuen Stallkollegen. Nico Hülkenberg kehrt zu Force India zurück, wo er die Saison mit Sergio Pérez bestreiten wird. Caterham holt Kamui Kobayashi in die Formel 1 zurück während Daniil Kwjat bei Torro Rosso debütiert. Auch McLaren startet mit einem Neuling, mit Kevin Magnussen, in die Saison. Der Dritte im Bunde der Neuzugänge ist Marcus Ericsson, der für Caterham fahren wird. Im Gegenzug verlässt Giedo van der Garde den Rennstall und wird Testfahrer bei Sauber. Marc Webber und Paul di Resta sagen der Formel 1 „Adieu“.

Neues Reglement

Die aktuellen Regeländerungen in der Formel 1 sorgen dafür, dass die Boliden in völlig neuen Designs daherkommen, die definitiv polarisieren. Doch viel bedeutender als die Optik ist die veränderte Technik. Die Fahrzeugnasen wurden drastisch abgesenkt. Bislang war eine Maximalhöhe von 55 Zentimetern genehmigt. Dies wurde auf 18,5 Zentimeter korrigiert, um bei Kollisionen die Gefahr zu minimieren, dass andere Piloten von der Wagenspitze getroffen werden. Statt 1,80 Meter sind die Frontflügel auf 1,65 Meter verschmälert worden. Das wirkt sich auf die Endplatten aus, die wichtig für die Luftführung der Vorderreifen sind. Der Heckflügel, genauer gesagt der sogenannte Beamwing verschwindet, was für die Ingenieure zur Herausforderung werden könnte. Sie müssen den verlorenen Antrieb kompensieren. Es ist nur mehr ein Endrohr bei der Auspuffanlage erlaubt. Die alte Anlage sorgte mit den seitlichen Kanälen für eine bessere Straßenlage. Das neue Endrohr aber muss mittig angebracht werden und liegt unter dem Heckflügel.

Erste Testfahrten erzeugen Skepsis

Gravierend sind die technischen Änderungen, deren größte die Motorenreform ist. Ab sofort werden die Boliden von 1,6-Liter-Turbomaschinen mit sechs Zylindern angetrieben. Deutlich komplexer erweist sich das Hybridsystem, das nun 160 PS für 33,3 Sekunden zusätzlich liefert. Die deutlich schwereren und neu positionierten Batterien sorgen für eine Erhöhung des Maximalgewichts der Rennwagen plus Fahrer auf 690 Kilogramm. Diese technischen Neuerungen sollen eigentlich mehr Sicherheit auf die Strecken bringen. Doch genau sie sorgten bei den ersten Testfahrten in Jerez de la Frontera für Skepsis beim Red Bull Team. Sebastian Vettel und Red Bull Chefdesigner Adrian Newey befürchten, dass genau diese Änderungen eher einen Schritt zurück bedeuten könnten. Bleibt also zu hoffen, dass diese Saison spannend, aber ohne schwere Unfälle verlaufen wird. Ob Red Bull seiner Favoritenrolle auch heuer wieder gerecht wird, bleibt abzuwarten.

Bild © AHMAD FAIZAL YAHYA – Fotolia.com




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