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Es ist für alle Beteiligten nicht leicht gewesen, die nächste EM der UEFA auf die Beine zu stellen. Nachdem die Vorbereitungen vor allem in der Ukraine nur schleppend voran gingen und der Fußballverbund erwog, das Gastgeberland zu wechseln, vergrößerten Schlagzeilen von Korruption und Tierquälerei den Unmut. Nun werfen auch politische Entwicklungen in der Ukraine ihre Schatten auf die Veranstaltung und es scheint, als würde diese Europameisterschaft ohne ihre Repräsentanten aus Brüssel stattfinden. Warum es sich dennoch lohnt, einen von Deutschlands östlichen Nachbarn während der EM näher kennenzulernen, lesen Sie hier.



Die Fußball-Europameisterschaft 2012 in der UkraineDie Ukraine ist nach Russland Europas größter Flächenstaat und von einer flachen Landschaft geprägt, in der die Flüsse besonders langsam fließen. Hier befindet sich außerdem Europas letzte ursprüngliche Natur, namentlich in den Urwäldern des Karpaten-Gebirges und den Wildpferd-Herden von Askanien. Der Name Ukraine bedeutet soviel wie ,,Grenzland“ und genau das prägt die Atmosphäre dieser uralten Kulturen, die seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 in der Moderne ankommen. Ebenso wie das Klima von den eisigen Winden in den Karpaten bis zu subtropischen Temperaturen am Schwarzen Meer reicht, finden sich die goldenen Türme der historischen Kirchen und Klöster im Kontrast zur sowjetischen Architektur und innovativen Neubauten. Die Menschen der Ukraine sind für ihre herzliche Gastfreundschaft bekannt. Hier wird der Besucher gern mit deftigem Essen und fruchtigen geistigen Getränken versorgt.

Vom 8. Juni bis 1. Juli findet die EM u.a. an vier Austragungsorten in der dann sommerlichen Ukraine statt. Von den Städten Donetsk, Kharkiv, Lviv und Kiew mag nur die Letztere als Hauptstadt bekannt sein, doch jede einzelne hat ihre Reize, für die sich ein Besuch lohnt. Während das südliche Donetsk als saubere Industriestadt glänzt, punktet Kharkiv als bunte Studentenstadt. In Lviv lässt sich die traditionelle Kaffeehauskultur des alten Österreich-Ungarn noch immer erleben und Kiew hat sich zu einer modernen Metropole zwischen Alt und Neu entwickelt. Auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der Stadt wird die Fan-Zone zur EM zu finden sein.

In die Ukraine kommen heute viele Besucher per Flugzeug in Kiew an. Flüge sind aus ganz Europa sehr kostengünstig. Eine Alternative ist die ebenfalls preiswerte Anreise mit dem Zug. Der Reiseveranstalter DERTOUR ist offizieller UEFA-Partner für Fans der deutschen Nationalmannschaft und bietet sowohl Tagesreisen in die Ukraine zu den Vorrundenspielen, als auch dreitägige Reisen zum Halbfinale in Donetsk und zum Finale in Kiew an. Diese Kurztrips beinhalten jeweils einen Tagesausflug, um die jeweilige Stadt kennenzulernen. Für eine selbstorganisierte Reise sollten in jedem Fall die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden. Trotz aller modernen Entwicklung ist die Ukraine ein relativ armes Land, das noch immer Probleme mit der Korruption hat. Touristen wird z.B. empfohlen, Wertsachen stets bei sich oder im Handgepäck zu tragen und Autofahrten aufgrund schlechter Straßenbedingungen nur am Tag zu unternehmen. Um Wucherpreisen bei den Unterkünften eine gastfreundliche Alternative zu bieten, haben ukrainische Fans im Internet die Aktion „Rooms for free – Ukraine invites you“ gestartet, bei der sie nach dem Couchsurfing-Prinzip internationalen Besuchern der EM private Unterkünfte zum Nulltarif anbieten.

Bild © asrawolf – Fotolia.com




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