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Das Jahr ist gerade vorbei, da gibt es für Verbraucher und Gewerbetreibende schon wieder eine Hiobsbotschaft der Energieversorger, denn ab 2012 steigt wieder der Strompreis. Schuld daran ist die Erhöhung der Netzentgelt-Umlage von 0,151 Cent je Kilowattstunde. Das hat die Bundesnetzagentur bekannt gegeben.



Strompreise 2012: Höhe der neuen Zusatzkosten steht festDie Erhöhung trifft Endverbraucher und Gewerbetreibende, deren Verbrauch unter 100.000 Kilowatt im Jahr beträgt. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowatt bedeutet das eine jährliche Erhöhung des Strompreises von rund sieben Euro. Umgerechnet bedeutet das eine Erhöhung des Strompreises von einem Prozent. Auslöser für diese Preiserhöhung ist eine neue gesetzliche Regelung. Für Unmut sorgt allerdings diese kurzfristige Erhöhung, die im alten Jahr nicht mehr umgesetzt werden kann.

Im Rahmen des Atomausstiegs hat der Gesetzgeber die Stromnetzentgeltverordnung geändert. Die bisherige Praxis war so, dass Kunden, die Heizstrom verbrauchen, einen Rabatt bekommen haben. Diese Kosten wurden bisher auf andere Verbraucher umgelegt. In Zukunft werden diese Rabatte aber nicht mehr netzintern, sondern bundesweit auf die Verbraucher umgerechnet.

Kunden, die einen großen Stromverbrauch haben, können sich mit dieser Neuregelung von der Zahlung dieses Nutzungsentgeltes allerdings befreien lassen. Die Leidtragenden sind mittelständische Unternehmen und die Verbraucher. Während Großbetriebe durch ihren hohen Stromverbrauch Geld einsparen, müssen die kleineren Unternehmen draufzahlen.

Ursprünglich sollte die Erhöhung bereits in diesem Jahr erfolgen. Aber das hat die Bundesnetzagentur verhindert und beschlossen, dass diese Neuregelung erst ab 2012 erfolgen darf. An den Rabatten für Heizstrom soll sich allerdings nichts ändern. Von Seiten der Bundesnetzagentur rechnet man mit Rabatten von insgesamt 440 Millionen Euro, die auf alle Kunden umgelegt werden müssen.

Für den Jahresausklang ist das kein gutes Signal. Im Klartext bedeutet es nämlich, dass derjenige, der Strom spart, auch noch bestraft wird. Warum also noch eine Diskussion über Energiesparmaßnahmen führen, wenn das Sparen ohnehin nicht anerkannt wird, sondern sogar noch mit „Strafen“ belegt wird.

Quelle: Yellowstrom.de

Bild © flashpics – Fotolia.com




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1 Kommentar

  1. 123energie sagt:

    Ja, leider startet das noch junge Jahr mit schlechten Nachrichten für die Verbraucher: Energie wird teurer. Die Preiserhöhungen werden bei im Durchschnitt bei Strom rund 4 Prozent und bei Gas rund 8 Prozent betragen. Immerhin dienen diese Erhöhungen einem gutem Zweck: dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Zudem hat die Bundesnetzagentur flexiblere Regelungen für mehr Wettbewerb am Markt beschlossen. Das bedeutet, dass es ab 1. April 2012 leichter sein wird, den Energieanbieter zu wechseln, um auf diese Weise die möglichen Mehrkosten etwas abzudämpfen.

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