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Die im Hochsicherheitstrakt von Katschanowka gefangene Julia Timoschenko, ehemalig Anführerin der orangenen Revolution, verweigert nach neuesten Pressemeldungen eine Behandlung ihrer Rückenschmerzen. Demnach bekundet ihr Anwalt, dass Timoschenko erst Anfang Januar ein Medikament gegen Schnupfen verabreicht bekam, nach dessen Einnahme sie für nahezu zwei Stunden Bewusstlosigkeit verfiel.



Schwerkranke Julia Timoschenko verweigert MedikamenteTimoschenko selbst und ihr Anwalt vermuten nun eine erneute Schelte aus Politkreisen der Ukraine und prangern öffentlich an, dass es sich bei dem damals verabreichten Nasenspray höchstwahrscheinlich um K.O.-Tropfen gehandelt habe. Die 51-Jährige politische Gefangene, die seit Monaten unter fadenscheinigen Begründungen in einer Strafanstalt in der Ukraine gefangen gehalten wird, klagte bereits seit Wochen über erhebliche Rückenschmerzen, die an manchen Tagen so stark seien, dass sie nicht einmal mehr aufstehen kann.

Rückendeckung bekamen Timoschenko und ihr Anwalt vom ehemaligen Gesundheitsminister Polischtschuk, der laut eigenen Aussagen Informationen vorliegen habe, nach denen die Gefangene eine synthetisch hergestellte Droge eingeflößt bekam, die im westeuropäischen Raum gemeinhin als K.O.-Tropfen bezeichnet wird. Rückstände seien dabei in ihrem Blut festgestellt wurden. Falsch dosiert und in einer Kombination mit anderen Schmerzmitteln, kann die sogenannte Gamma Hydroxybuttersäure, kurz GHB, sogar tödliche Folge haben, da es zu einer kompletten Lähmung der Atemwege kommen kann. Laut Nikolai Polischtschuk sei eine Verabreichung des Medikamentes ausschließlich innerhalb der Gefängnisse der GUS üblich. Weiterhin fordert der Anwalt nicht nur eine Behandlung mit vorher geprüften Medikamenten, sondern eine umgehende Operation für Timoschenko gegen ihre Rückenschmerzen.

Laut Aussagen von Parteifreunden und ihrem Anwalt befinde sich die 51-jährige in einem katastrophalen gesundheitlichen Zustand, ausgelöst durch die starken Rückenschmerzen und die in ukrainischen Gefängnissen übliche Lichtfolter, bei der Gefangene selbst zu Nachtschlafzeiten in hellsten Räumen verbringen müssen. Bereits seit Wochen klirrt herbe Kritik seitens der EU und dem westlichen vereinten Europa in Richtung der Ukraine. Immer wieder wird die Gefangennahme und Verurteilung in Verbindung mit politischen Motiven des Machtinhabers Janukowitsch gebracht.

Bild © djma – Fotolia.com




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