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In der an Skandalen reichen Kunstszene sorgt aktuell ein Porträt der italienischen Herzogin Isabella d’Este für Wirbel. Möglicherweise wurde es von Leonardo da Vinci Ende des 15. Jahrhunderts gemalt. Die Schweizer Polizei beschlagnahmte es jetzt in einem Bankhaus in Lugano, wo es in einem Tresor eingelagert war. Sein Verkauf an einen britischen Finanzfond für eine Summe von 120 Millionen Euro stand kurz bevor.



SchweizWurde das bestellte Porträt wirklich nie gemalt?

Kunst oder Fälschung? Darüber streiten sich schon jetzt die Experten, obwohl die meisten von ihnen das Kunstwerk bisher nur auf einer Fotografie gesehen haben. Während die einen es auf einen unschätzbar hohen Wert taxieren, halten andere 2000 Euro für einen angemessenen Preis für die „eindeutige Fälschung.“ Unstrittig ist die authentische Vorgeschichte, die die Version des verschollenen Werkes nachvollziehbar macht. Da Vinci traf die einflussreiche und schwerreiche d’Este 1499 zum ersten Mal. Die Zeichnung, die er damals als Porträtvorlage von ihr anfertigte, hängt heute viel beachtet im Louvre. Die Kunstwelt war sich bisher einig, dass das von der Adeligen gewünschte Bild niemals angefertigt wurde.

Woher kommt das Gemälde?

2013 erklärte ein italienischer Kunstsammler mit Wohnsitz in der Schweiz, im Bestand seiner Familie den seit 500 Jahren verschwundenen da Vinci entdeckt zu haben. Als Erster begutachtete es der renommierte Experte Carlo Pedretti und erklärte es für echt. Mehrere seiner Kollegen wollten dieser Einschätzung jedoch nicht folgen. Nun hat sich das italienische Kultusministerium eingeschaltet, das das Bild als nationales Kulturgut einstuft. Es will eine unabhängige Expertise erstellen lassen, ein zeitaufwendiges Unterfangen. Bestätigt sie allerdings die Echtheit, wäre die Sensation perfekt. Bisher überwiegen jedoch die Stimmen der Zweifler, die das für da Vinci untypische Ölgemälde als eine Fälschung aus dem 19.Jahrhundert einordnen.

Bild © Huebi – Fotolia.com




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