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Nun ist es amtlich. Der offizielle Sieger der Präsidentschaftswahlen in Russland ist Wladimir Putin. Die offizielle russische Wahlkommission hat bestätigt, dass 63,75 Prozent der Wähler für eine dritte Amtszeit Putins gestimmt haben. Eine Stichwahl wird es daher nicht geben. Daran werden weder Berichte über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl noch die von der Opposition angekündigte Großkundgebung etwas ändern.



Präsidentenwahl in Russland: Putin klarer SiegerPutins Nacht, der Manegeplatz am Sonntagabend

Es war die Nacht des Wahlsiegers. Bereits sehr frühzeitig stand Putin als Sieger der Präsidentenwahlen fest. Er lag mit etwa 64 Prozent der Stimmen in den Hochrechnungen vorn. Mehr als 100.000 Menschen versammelten sich auf dem Manegeplatz vor dem Kreml, um dieses Ereignis zu feiern. Sowohl der amtierende Präsident Dimitri Medwedjew und der Wahlsieger Wladimir Putin fanden den Weg zu ihnen.

Sichtlich tief bewegt hielt Wladimir Putin eine kurze Ansprache an seine Unterstützer. Er bedankte sich bei allen, die – so wörtlich, „Ja zu einem großen Russland gesagt haben.“ Gleichzeitig erging aber auch die Warnung an ungenannte Kräfte, dass niemand Russland zu etwas zwingen könnte. Provokationen, die das Ziel hätten den russischen Staat zu erobern und die Macht zu ergreifen, hätten keine Chance. Die offensichtlich an die Adresse der Opposition gerichtete Warnung lies auch nicht lange auf eine Antwort warten. Der Oppositionelle Alexey Nawalny bekräftigte, unabhängig vom Wahlausgang, den weiteren Fortbestand der Protestaktionen auf der Straße.

Staatschef Dimitri Medwedjew ordnet Urteilsüberprüfung an

Etwas überraschend ist der scheidende Staatschef Medwedjew heute – 05.03.12, auf die politischen Gegner zugegangen. Er ordnete die Urteilsprüfung von 32 „politischen“ Gefangenen an. Darunter befindet sich auch das Verfahren gegen den einst reichsten Mann Russlands, Michail Chodorkowski. Der Generalstaatsanwalt (Juri Tschaika) soll nun bis zum 1. April prüfen, ob die Rechtsgrundlage der Verurteilungen gültig ist.

Mit seiner Reaktion geht Medwedjew auf die Opposition zu. Sie hatte ihm bei einem Treffen am 20. Februar eine Liste mit Namen von politischen Gefangenen übergeben. Die Forderung der Opposition beinhaltete außerdem die Begnadigung des früheren Partners von Chodorkowskis, Platon Lebedew.

Bild © moonrun – Fotolia.com




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