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Wie allgemein erwartet wurde, kassierte der (noch) amtierende französische Präsident, Nicolas Sarkozy, am vergangenen Wahlsonntag eine Schlappe gegen seinen sozialistischen Herausforderer Francois Hollande. Doch Nicolas Sarkozy war schon immer ein großer Kämpfer, den Niederlagen nur angespornt haben, sich noch mehr ins Zeug zu legen. Und so verwundert es keinen Beobachter, dass er auch dieses Mal alle Anstrengungen unternimmt, um aus der am 6. Mai stattfindenden Stichwahl doch noch als Sieger hervor zu gehen.



Präsidentenwahl in Frankreich 2012Kämpfen mit aller Kraft bis zum Schluss

Während für Francois Hollande 28,63 Prozent aller zur Wahl berechtigten Franzosen gestimmt haben, entschieden sich nur 27,18 Prozent für Nicolas Sarkozy. Das eigentlich Erstaunliche am Wahlergebnis war jedoch das gute Abschneiden der rechtsradikalen Marine Le Pen mit 17,09 Prozent. Damit Nicolas Sarkozy die Stichwahl gewinnen kann, benötigt er jedoch nicht nur die Stimmen der Wähler der Front National, sondern darüber hinaus auch derjenigen, die für den Kandidaten des Zentrums François Bayrou gestimmt haben. Die Strategie von Nicolas Sarkozy wird in den kommenden Wochen vor der Stichwahl darauf abzielen müssen, diese Wählergruppen dazu zu bewegen, für ihn zu stimmen. Am Abend seiner Wahlniederlage verlautete, dass der amtierende französische Präsident jetzt noch einmal alle Kräfte für eine Intensivierung des Wahlkampfes mobilisieren wolle. Außerdem wurde bekannt, dass Nicolas Sarkozy große Hoffnungen auf das Fernsehduell setzt, das zwischen den beiden verbleibenden Kandidaten für das Präsidentenamt am 2. Mai stattfinden wird. Ob dies allerdings den gewünschten Erfolg haben wird, ist fraglich. Denn nach wie vor sagen alle französischen Meinungsforschungsinstitute einen klaren Sieg seines Konkurrenten Francois Hollande voraus.

Dennoch ist anzunehmen, dass der französische Präsidentschaftswahlkampf bis zum Schluss spannend bleiben wird, schließlich ist Nicolas Sarkozy immer für Überraschungen gut. Dies gilt nicht nur für die Franzosen selbst, sondern für alle Europäer. Denn auch das weitere Schicksal der Wirtschaft in der Euro-Zone wird nicht unerheblich vom Ausgang dieser Wahlen beeinflusst werden.

Bild © Marco Bonan – Fotolia




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