NPD-Verbot: Innenminister befürworten zweiten Versuch

Heute tagte die Innenministerkonferenz in Rostock und entschied sich für einen erneuten Versuch, die NPD als verfassungsfeindlich verbieten zu lassen. Seit Monaten diskutieren die Parteien über die Erfolgsaussichten einer zweiten Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Positionen dazu sind kontrovers.

NPD-Verbot: Innenminister befürworten zweiten VersuchKlage auch ohne Regierungsbeteiligung möglich

Der Verbot einer Partei ist schwierig. Nur Bundesrat, Bundesregierung und Bundestag können einzeln oder gemeinsam eine Verbotsklage in Karlsruhe einreichen. Durch die jetzige Einigung der Innenminister ist der Weg über den Bundesrat zur Klageerhebung frei. Auf der heutigen Konferenz prüften die Minister die vom Verfassungsschutz vorgelegten Beweismittel. Der Nachweis der Verfassungsfeindlichkeit der NPD ist mit diesen Quellen, so ihre Überzeugung, stichhaltig zu belegen.

Wie verhält sich die Bundesregierung?

Seit Wochen stemmt sich Bundesinnenminister Friedrich gegen den Verbotsantrag. Er sieht die Erfolgsaussichten skeptisch, da er die „Sauberkeit“ der gesammelten Beweise bezweifelt. Das erste Verbotsverfahren im Jahr 2003 war gescheitert, weil Indizien und Belege teilweise von V-Leuten des Verfassungsschutzes stammten. Das Verfassungsgericht sah sich deshalb außerstande das Verfahren durchzuführen und stellte es ein. Wie der Bundesinnenminister reagierte auch die Kanzlerin auf die Initiative der Länderkonferenz zurückhaltend, sie sieht erhebliche Risiken. Sollte nämlich das Verfassungsgericht die Verfassungsfeindlichkeit der NPD bestätigen, bliebe ihr noch der Weg nach Brüssel. Nach Ansicht von Experten wäre eine Klage gegen das Verbot am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Erfolg versprechend.

V-Leute angeblich nicht mehr aktiv

Geschätzte 20 Prozent der NPD-Mitglieder waren 2003 V-Leute des Verfassungsschutzes. Sie besetzten Positionen bis in die Führungsetage. Nach Aussage des Verfassungsschutzes sind sie inzwischen komplett abgeschaltet. Zudem betonen seine Vertreter, dass die neuen Beweise alle aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen und keine Interna sind. Der Vorsitzende der NPD begrüßte das Vorgehen der Innenminister mit der Bemerkung, dass er sich auf ein Verfahren freue. Seiner Partei könne niemand etwas Verbotenes vorwerfen, zu dieser Überzeugung käme sicher auch das Verfassungsgericht.

Bild © Haramis Kalfar – Fotolia.com

Private Haushalte zahlen für nicht eingespeisten Strom

Die Kosten für die Energiewende steigen kontinuierlich an und belasten den privaten Verbraucher schon jetzt überproportional. Nun wird ihm die Rechnung für einen weiteren Posten präsentiert. Durch das Fehlen ausreichend belastbarer Stromnetze konnten 2011 407 Gigawattstunden (GWh) Ökostrom nicht eingespeist werden. Für diesen Ausfall beanspruchen die Produzenten Entschädigungen, die laut Gesetz von den privaten Stromkunden gezahlt werden müssen.

Private Haushalte zahlen für nicht eingespeisten StromDas Netz ist schwankenden Einspeisungsmengen nicht gewachsen

Die Fertigstellung von Produktionsanlagen für umweltfreundlich erzeugten Strom gelingt schneller als erwartet. Der Ausbau der Netze kann mit dieser Entwicklung allerdings nicht mithalten. Immer wieder müssen deshalb Windparks abgeschaltet werden, um nicht die Netzsicherheit durch zu hohe Einspeisungen zu gefährden. Betroffen von diesen Maßnahmen sind hauptsächlich Anlagen im Norden der Republik. Für diese Situation vereinbarte die Bundesregierung mit den Erzeugern Ausfallzahlungen. Sie sind für das Jahr 2011 drastisch gestiegen, da sich die Zahl der Abschaltungen um etwa 300 Prozent erhöhte. Erst wenn alle überprüft und eventuell als entschädigungswürdig gewertet sind, stehen die genauen Kosten fest. Nach Schätzungen der Windbranche belaufen sie sich auf 18 bis 35 Millionen Euro.

Weitere Investitionen in Milliardenhöhe sind unvermeidlich

Gingen 2010 noch 150 GWh verloren, waren es 2011 schon 407 GWh. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 116 000 Haushalten. Um weitere Verluste in dieser Größenordnung zu verhindern, wird der Bau der sogenannten Stromautobahnen vom Norden in den Süden der Republik erneut forciert. Hatten Experten in der Vergangenheit diese Bauten als teuerste Komponente der Energiewende im Blick, ändern die nun aufgetretenen Probleme ihre Sichtweise. Auch wichtige Netze auf regionaler Ebene haben sich als unzureichend erwiesen. Insgesamt sind nach aktuellen Analysen in den nächsten 20 Jahren mehr als 200 000 Kilometer Stromnetz zu erneuern, um den Belastungen genügen zu können. Die Kosten dafür werden auf etwa 40 Milliarden Euro geschätzt. Die Finanzierung dieser Investitionen ist bisher noch nicht geklärt.

Bild © flashpics – Fotolia.com

Erneute Rückrufaktion bei Toyota

Die letzte Rückrufaktion liegt erst einige Wochen zurück. Nun bittet der japanische Autobauer Toyota mehr als 2,7 Millionen Fahrzeuge zur Kontrolle in seine Vertragswerkstätten. Mögliche Fehler in Lenkung und Wasserpumpe machen diese aufwendige Aktion nötig. In Deutschland sind mehr als 60 000 Fahrzeuge betroffen.

Erneute Rückrufaktion bei ToyotaNachbesserung für Avensis, Corolla und Prius II

Der erneute Rückruf ist ein Desaster für Toyotas Reputation, er ist der ¬dritte innerhalb von drei Monaten. Erst im Oktober waren Millionen Fahrzeuge wegen Problemen am elektrischen Fensterheber zur Nachrüstung eingeladen. Jede Aktion ist teuer und wenig Image fördernd. Doch seit schlagzeilenträchtigen Auseinandersetzungen in den USA gilt beim Konzern das Motto: safety first. Ein Firmensprecher betonte, dass es sich bei den festgestellten Mängeln um vorzeitige Verschleißerscheinungen handele. Zu Unfällen sei es deshalb noch nicht gekommen, jedem Autobesitzer ist die Teilnahme an der Aktion freigestellt. In der Bundesrepublik sind die Modelle Avensis, Corolla und Prius II aus verschiedenen Produktionsgängen der Jahre 2000 bis 2009 betroffen. Bei den Autos werden Bauteile der Lenkung ausgetauscht, beim Prius II zusätzlich die Wasserpumpe.

Toyota kämpft um seinen guten Ruf

Die häufigen Rückrufaktionen schädigen das Image des VW-Konkurrenten Toyota merklich. Zudem sind sie ein Hinweis auf Probleme im Qualitätsmanagement, das Schwachstellen in Konstruktion und Ausstattung scheinbar nicht rechtzeitig erkennen kann. In unangenehmer Erinnerung ist bei Toyota das Jahr 2009. Damals rief das Unternehmen 7,5 Millionen Autos in den USA zur Kontrolle zurück. Grund dafür waren rutschende Automatten, die angeblich Bremsmanöver beeinträchtigten und tödliche Unfälle verursacht haben sollten. Zwar erwiesen sich diese Vorwürfe als haltlos, doch ein nachhaltiger Schaden für die Marke war nicht zu verhindern. Seitdem hängt Toyota in den Staaten der Ruf an, das Qualitätsniveau der Konkurrenz nicht erreichen zu können.

Bild © Daniel Ernst – Fotolia.com

Streit um deutsches Gold im Ausland

Seit Tagen sorgt ein brisantes Thema für emotionale Diskussionen. Auslöser ist eine Expertise des Bundesrechnungshofes zu deutschen Goldbeständen in ausländischen Notenbanken. Die Umgehensweise der Bundesbank mit dieser Währungsreserve wird darin deutlich gerügt. Der Rechnungshof fordert eine regelmäßige Überprüfung des Bestandes auf seine „physische Präsenz“. Dieser Anspruch wird inzwischen von Politik und Öffentlichkeit zunehmend unterstützt.

Streit um deutsches Gold im AuslandIst auf ausländische Notenbanken Verlass?

Kein Staat, außer den USA, besitzt mehr Gold als Deutschland. Nach Angaben der Bundesbank beläuft sich das Goldvermögen der Deutschen auf 3396 Tonnen. Diese Menge hatte Ende 2011 einen Geldwert von 133 Milliarden Euro. Etwa 80 000 Goldbarren lagern in einem hoch gesicherten Bereich der Bundesbank in Frankfurt. Nur auf dieses Gold haben die Währungshüter direkten Zugriff. Der Großteil des Schatzes ist in ausländischen Notenbanken gelagert: in der Fed in New York, der Bank of England in London und der Nationalbank in Paris. Wie viel an welchem Ort liegt, ist das Geheimnis der Bundesbank, das sie nach eigener Aussage auch zu wahren gedenkt. Im Sommer forderte der CDU-Politiker Mißfelder in New York einen Blick auf das deutsche Gold werfen zu können, doch es wurde ihm verwehrt. Dieser Vorfall schürt seit Längerem kursierende Gerüchte die besagen, dass das deutsche Vermögen nicht mehr vorhanden ist.

Das Goldvermögen entstand aus Währungsüberschüssen

Politiker aller Parteien befürworten inzwischen eine Inspektion der deutschen Währungsreserve. Sie soll auf ihr physisches Vorhandensein und auf ihren Wert von Experten überprüft werden. Die Angaben der Bundesbank zur Verlässlichkeit der ausländischen Notenbanken und der Verweis auf ihr vorliegende Listen aller Barrennummern reichen den Skeptikern nicht. Manche gehen noch sehr viel weiter. Sie fordern eine Rückführung des Goldes in die Bundesrepublik. Entstanden ist dieser Goldschatz aus deutschen Exportüberschüssen in der Nachkriegszeit. Dollarforderungen wurden in Gold getauscht, das aus Sicherheitsgründen im Ausland verblieb. In den Zeiten des Kalten Krieges erschien der Politik eine Lagerung in Deutschland als zu unsicher.

Bild © J.+W Roth – Fotolia.com

Felix Baumgartner: Im freien Fall durch die Stratosphäre

Aus 39 Kilometern Höhe sprang der Österreicher Felix Baumgartner aus einer Kapsel, die ein Heliumballon in die Stratosphäre gezogen hatte. Drei Stunden dauerte der Aufstieg, vier Minuten und 19 Sekunden schoss er nach dem Absprung im freien Fall Richtung Erde. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug 1342,8 Kilometer die Stunde. Damit hat er sein Ziel erreicht: Er war als erster Mensch der Welt schneller als der Schall.

Felix Baumgartner: Im freien Fall durch die StratosphäreFünf Jahre dauerte die Vorbereitung

Felix Baumgartners Sprung war ein Spiel mit dem Tod. Dreimal wurde der Absprung vorschoben, die Wetterbedingungen sollten optimal sein, um sein Überleben nicht zu gefährden. Doch die letzten Tage und Stunden vor dem Sprung waren Peanuts gegen das, was in der Vorbereitungszeit von einem mehr als 30-köpfigem Team geleistet wurde. Fünf Jahre lang arbeiteten sie an diesem Projekt. Geldsorgen hatten sie nicht. Red Bull hat sich das Unternehmen 50 Millionen Dollar kosten lassen. Doch was ist diese Summe gegen den nun erreichten Werbeeffekt? Helden trinken Red Bull, das weiß seit dem 14.Oktober um 20.15 Ortszeit die ganze Welt. In diesem Moment landete Felix Baumgartner sicher und unverletzt in der Wüste von New Mexico.

Die Raumfahrtechnik profitiert vom geglückten Sprung

Was für den Großteil der Zuschauer an den Bildschirmen ein sensationelles Spektakel war, hat unzweifelhaft einen seriösen wissenschaftlichen Hintergrund. Mit seinem Sprung bewies Baumgartner, dass ein menschlicher Organismus diese Belastung überstehen kann. Für die Raumfahrt eröffnet das ganz neue Perspektiven. Zu den ersten Gratulanten gehört deshalb die europäische Luftfahrtorganisation ESA, die Baumgartner einen „sehr, sehr mutigen Fallschirmspringer“ nannte. Ein alter Held begleitete Baumgartner auf seinem Weg zum Ruhm. Der heute 84jähre Joe Kittinger sprang 1960 aus 30 000 Metern Höhe, eine Leistung, die jetzt von Baumgartner überboten wurde. Per Funk unterstützte und stabilisierte er Baumgartner auf dessen langem Weg nach oben. Der Schutzengel, den er ihm vor dem Absprung wünschte, hat auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet.

Bild © macroart – Fotolia.com

Clever Steuern sparen bevor Gesetzesänderungen greifen

Nur wenige Wochen verbleiben noch, bevor die neuen Gesetzesänderungen in Kraft treten. Davon werden einige Änderungen noch im Jahr 2012 ihre Spuren hinterlassen. Allerdings ist es auch bei den über 40 Neuerungen die Chance gegeben, dass Geld gespart werden kann.

Clever Steuern sparen bevor die neuen Gesetzesänderungen greifenDas ist vor allem dadurch von Bedeutung, da nicht alle Änderungen gutes für den Bürger bringen. So bleibt die Kritik noch vor dem Stichtag nicht aus. Durch einige umstrittene Punkte erscheint es möglich, dass es noch zu Änderungen in den Gesetzentwürfen kommen könnte.

Einer der Punkte ist die Gleichstellung in steuerrechtlicher Hinsicht mit Ehegatten, wenn Lebenspartner eingetragen wurden. Anregt wurde nun, dass gleichgeschlechtliche Ehen auch der Zugang zum Ehegattensplitting gewährt werden sollte. Während die Bundesregierung jedoch strikt dagegen ist, plädieren der Bundesrat und die FDP für das Splitting. Das sich die Bundesregierung in dieser Frage zögerlich zeigt, liegt in dem zu erwartenden Urteil vom Bundesverfassungsgericht.

Für Wehrdienstleistende mit freiwilligem Einsatz gilt künftig als ziemlich sicher, dass ihre Bezüge teilweise versteuert werden. Dies trifft ebenfalls auf Mitglieder zu, die für den Bundesfreiwilligendienst arbeiten. Bei Gruppen betrifft dies die Zuschläge, während für den Sold weiterhin Steuerfreiheit gilt.

In der Planung ist außerdem die Besteuerung von Dienstwagen, die privat genutzt werden und mit einem Elektroantrieb ausgestattet wurden. Das ganze Verfahren, dessen Umsetzung als wahrscheinlich gilt, wird vom Bundesrat als kompliziert angesehen. Wer einen Dienstwagen fährt und einen Wagen mit Elektrobetrieb erwerben will, erhält eine Reihe von Steuervorteilen.

Möglich ist außerdem eine Vereinfachung beim Lohnsteuerabzugsverfahren. Insbesondere betrifft dies die Freibeträge und deren Beantragung, was künftig in einem Rhythmus von zwei Jahren geschehen soll. Ferner müssen Gewerbetreibende sowie Selbständige ab dem Jahr 2013 die Unterlagen nicht mehr zehn Jahren sondern nur acht Jahre aufheben. Veränderungen wird es auch für Erben geben, so dass die Erbschaftssteuer nicht mehr so leicht umgangen werden kann.

Bild © Alterfalter – Fotolia.com

Techniker Krankenkasse erfreut ihre Mitglieder mit Beitragsrückzahlung

15,5 Prozent zahlen die gesetzlich versicherten Arbeitnehmer Monat für Monat an ihre Krankenkassen. Da horchen sie auf, wenn dort riesige Überschüsse auflaufen. Dank der guten Konjunktur betragen diese inzwischen 10 Milliarden Euro. Die Politik drängt schon seit einiger Zeit auf Rückzahlungen an die Kundschaft. Nun hat sich die erste der großen Kassen zu diesem Schritt entschlossen. Alle Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) können sich auf einen dreistelligen Betrag freuen.

Techniker Krankenkasse erfreut ihre Mitglieder mit Beitragsrückzahlung Milliarden liegen auf den Konten der Krankenkassen

Die Debatte ist heftig und wird seit Wochen geführt. Bisher weigerten sich die Kassen, ihre Überschüsse in Prämien für ihre Mitglieder zu verwandeln. Selbst die Aufforderung des Bundesversicherungsamtes blieb ohne Wirkung. Nun hat die TK ihre Position geändert. Ihr Vorstandschef Baas begründete den Sinneswandel sachlich. Die Maximalgrenze der Rücklagenhöhe sei mit einem Überschuss von jetzt drei Milliarden Euro erreicht.

Das Geld wird ohne Auflagen ausgeschüttet

Über die genaue Höhe der geplanten Prämie ist noch nichts bekannt, mindestens 100 Euro sollen es allerdings sein. Die endgültige Entscheidung dazu fällt im Oktober. Die Mitglieder können über diese Summe frei verfügen, sie geht ihnen per Scheck oder Überweisung zu. Zwar empfehle die TK, so ihr Chef Baas, eine Verwendung zur gesundheitlichen Prophylaxe, doch vorgeben werde man dies den Versicherten nicht. Die Beitragserstattung ist steuerpflichtig und muss bei der Steuererklärung angegeben werden.

Auch Neumitglieder haben Anspruch auf die Prämie

Die Barmer GEK kritisierte die Entscheidung der TK. Sie hatte sich kürzlich, statt für eine Ausschüttung, für eine Erweiterung ihre Gesundheitskurse entschieden. Auch ein weiterer Punkt wird der Barmer GEK nicht gefallen. Alle Arbeitnehmer, die bis zum Jahresende zur TK wechseln, können die Rückzahlung für sich beantragen. Dieses Angebot wird als direkte Anwerbung neuer Mitglieder gewertet. Seit Jahren liefern sich TK und Barmer GEK einen harten Konkurrenzkampf. Noch ist die Barmer GEK die mitgliederstärkste Kasse der Republik, knapp vor der Techniker Krankenkasse.

Bild © Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com

iPhone 5: Keine Revolution im Design

Am gestrigen Mittwoch war es nun endlich soweit: das neue iPhone 5 wurde präsentiert. Beim Design ist nichts Revoulutionäres auf den Weg gebracht worden. Doch besitzt das iPhone 5 Neuheiten, die rekordverdächtig erscheinen.

iPhone 5: Keine Revolution im Design und doch Raum für NeuesVor allem zählt bei der Präsentation des iPhone 5 eines: Noch nie wurde so schnell eine Neuheit unter den Smartphones veröffentlicht. Die Präsentation erfolgte dabei unter anderem durch den Chef von Apple, Tim Cook, und den den Marketingchef Phil Schiller. Vieles war dabei zwar schon im Vorhinein im Internet unter anderem durch Blogger und Zuliefererfirmen ans Tageslicht gebracht worden. Und doch gibt es insgesamt einiges Wissenswertes zu berichten.

Dazu gehört, dass das iPhone 5 gegenüber seinem Vorgänger um knapp 20 Prozent dünner ist. Gleichzeitig weist das „dünnste Smartphone der Welt“, laut Marketing-Chef Phil Schiller, auch weniger Gewicht vor. Dabei wurde die Rückseite des iPhone aus Aluminium erarbeitet. Als weitere Neuheit wird jetzt das mit vier Zoll größere Display präsentiert. Dagegen hatte das Display beim Vorgänger nur eine Größe von dreieinhalb Zoll.

Außerdem hat Apple an der Optimierung seiner Anwendungen gearbeitet. Dazu gehören Numbers, Garage Band, Keynote sowie iMovie und iPhoto. Zudem wurde auch am Seitenverhältnis des Displays gearbeitet, das einst das Seitenverhältnis von 3:2 besaß. Inzwischen erfolgt die Darstellung von 1136 mal 640 Pixeln auf dem Screen. Dies bedeutet wiederum die Darstellung im Format 16:9. Dadurch erfolgt eine bessere Darstelung von Filmen auf dem neuen iPhone.

Integriert wurde ein, durch Apple als A6 bezeichneter, Chip. Dieser soll nicht nur im Hinblick auf die Grafik die Arbeit des iPhone 5 beschleunigen. Ein weiterer Vorteil des neuen Gerätes ist die Unterstützung von LTE, der neuesten Generation der Funktechnologie.

Bild © Albert Schleich – Fotolia.com

Umstrittene Hinrichtung in den USA

Gut zwei Dutzend Hinrichtungen fanden im Jahr 2012 bis jetzt in den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Sieben, der zum Tode verurteilten, wurden in Texas hingerichtet. Aber keine der dies jährigen Hinrichtungen hat so viel Diskussionen ausgelöst wie die von Marvin Wilson.

Der 54 jährige wurde wegen der Ermordung eines V-Manns im Jahr 1992 vom Gericht in Texas zum Tode verurteilt. Die Anwälte des Mörders und verschiedene Menschenrechtsorganisationen versuchten bis kurz vor der Hinrichtung diese noch abzuwenden und stützten ihre Bemühungen auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 2002, in dem ein Gesetz erlassen wurde, dass die Hinrichtung geistig behinderter Menschen verbiete. In einem Intelligenztest hatte Wilson 61 Punkte erreicht und galt somit als geistig zurückgeblieben. Das Gericht wiederum argumentierte, dass der Test nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde, außerdem der Einzige war, auf den sich die Verteidigung stützte, und verwies auf die kriminellen Vergehen vor dem Mord, mit denen Wilson eindeutig bewiesen hätte, dass er nicht geistig zurückgeblieben ist. Dadurch, dass das 2002 erlassene Gesetz die Hinrichtung geistig behinderter Menschen zwar verbietet, die Feststellung und Definition ob eine Person aber wirklich geistig zurückgeblieben ist den einzelnen Bundesstaaten überlässt, griff dieses Gesetz in diesem Fall nicht, da das Gericht von Texas nicht der Meinung war, dass der Sträfling geistig behindert war.

Am Abend des 7. August 2012 (Ortszeit) wurde der zum Tode verurteilte Marvin Wilson in Texas durch die Giftspritze hingerichtet. Weitere neun Häftlinge aus dem zweit größten Staat der USA, Texas, sollen innerhalb der nächsten Monate ebenfalls hingerichtet werden.

Wimbledon: Einmal mehr wurde Geschichte geschrieben

Tennis-Profi Roger Federer hat mit seinem siebten Sieg in Wimbledon Geschichte geschrieben. Damit hat er Wimbledon genauso oft gewonnen wie sein Idol Pete Sampras.

Wimbledon: Einmal mehr wurde Geschichte geschrieben Für jeden Tennis-Profi ist das ein großes Gefühl, wenn er das Tennisturnier für sich erfolgreich bewältigt hat. Der Moment des Sieges in Wimbledon, als er gestern nach vier Sätzen gewonnen hatte, war auch für Roger Federer etwas Einzigartiges. Nachdem er den ersten Satz gegen Andy Murray mit 4:6 verloren hatte, konnte der Profi die weiteren Sätze mit 7:5, 6:3 und 6:4 für sich entscheiden. Nun ist Roger Federer auch wieder auf dem Tennis-Thron als Nummer 1 angekommen. Den Platz kann Federer nun in der 286. Woche halten. Vor zwei Jahren hatte er diese Position verloren. Noch länger ist sein Sieg bei einem Grand Slam Turnier her. Dort hatte er vor zweieinhalb Jahren zum letzten Mal gewonnen.

Es ist genau der richtige Augenblick, um mit einem Sieg zurückzukehren, wie Roger Federer nach seinem Sieg bekannt. Er fühlt sich für die Zeit der letzten Jahre belohnt, die so unglaublich hart waren. Magie hatte der Sieg für Sampras schon deshalb, weil er damit zu den Rekordhaltern aufgeschlossen hat. Das waren bisher William Renshaw und Pete Sampras mit je sieben Siegen.

Beim Sieg von Roger Federer am Sonntag standen nun sogar die britischen Fans auf, um dem Spieler zu applaudieren. Er und sein Gegner Murray standen insgesamt 3:24 Stunden auf dem Platz. Und dabei hatte die Partie gar nicht mal so gut begonnen, da er den ersten Satz eben verloren hatte.

Nur einen Tag vorher hatte Serena Williams ebenfalls den Tag erfolgreich für sich entscheiden können. Sie gewann Wimbledon zum fünften Mal.

Bild © M.Rosenwirth – Fotolia.com