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Drei Länder sind vom schweren Erdbeben betroffen, das am 25. April den Himalaja erschütterte. Während sich die Zahl der Toten in Indien und China im zweistelligen Bereich bewegt, zählt man in Nepal inzwischen 3700 Opfer. Wie viele es wirklich sind, wird erst in den nächsten Wochen feststehen. Zahlreiche abgelegene Dörfer im Epizentrum des Bebens sind bisher nicht zu erreichen.



Immer noch Nachbeben

Hunderttausende verbringen noch Tage nach dem Hauptbeben die Nächte auf der Straße und in Zeltlagern, da immer wieder leichte bis mittelschwere Erdstöße für Unruhe und Panik sorgen. Die angelaufenen Hilfsmaßnahmen fokussieren sich auf die Suche nach Verletzten, von denen bis heute 6000 geborgen werden konnten. Die Situation am Mount Everest wird in den westlichen Medien mit besonderem Interesse verfolgt. Hunderte Bergsteiger waren dort unterwegs, als eine durch das Beben ausgelöste Lawine das Basiscamp zerstörte. Auch zahlreiche Routen waren nicht mehr begehbar, was einen Abstieg unmöglich machte. Mehr als 80 Bergtouristen wurden inzwischen per Helikopter gerettet.

Retter aus aller Welt in Nepal

Neben vielen Menschenleben hat die Lawine unersetzliche Kulturschätze vernichtet. Der historische Kern Kathmandus mit seinen alten Tempeln ist schwer getroffen, berühmte Pilgerstätten und Teile des Weltkulturerbes sind unwiederbringlich verloren. Inzwischen sind Zivilschutzexperten aus Europa eingetroffen, deren Aufgabe es ist, die Versorgung mit Wasser und Strom wieder herzustellen. Auch medizinisches Fachpersonal aus aller Welt und Katastrophenhelfer mit Suchhunden sind schon vor Ort oder auf dem Weg in das Notstandsgebiet. Federführend bei der Abstimmung und Organisation der Rettungseinsätze ist das UN-Büro für Notfall-Koordination (OCHA).

Stärkstes Beben seit 80 Jahren

Das Erdbeben im Himalaja kam für internationale Experten nicht überraschend und ließ sich doch nicht präzise voraussagen. Eine wissenschaftlich bekannte, besondere tektonische Formation macht die Region seit Langem erdbebenanfällig. Seit 1997 trafen sich deshalb einmal jährlich Fachleute in Kathmandu, um die Regierung zu beraten und umfassende Rettungsvorbereitungen zu planen. Die Heftigkeit des jetzigen Bebens hat jedoch auch sie überrascht. Es ist das stärkste seit 1934, damals starben 20.000 Menschen.




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