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Kim Jong Il ist tot Nordkoreas langjähriger Diktator Kim Jong Il ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Dies berichtet das offizielle Staatsfernsehen des kommunistischen Landes am Montag. Als Todesursache nennen die Medien ein Herzversagen. Demnach verstarb der Machthaber bereits am Samstag, den 17. Dezember 2011 in einem Zug, als er sich auf einer „intensiven Feldinspektion“ befunden habe. Am Sonntag habe eine Autopsie die Todesursache bestätigt, heißt es. Die Nachrichtensprecherin des nordkoreanischen Staatsfernsehens bezeichnet den Tod Kim Jong Ils als den „größten Trauerfall für unser Volk und unser Land“. Die Menschen müssten ihre „Traurigkeit in Stärke verwandeln“, um die „Schwierigkeiten zu überwinden.“



Kim Jong Il rang bereits 2008 mit dem Tod

Der kommunistische Diktator wäre beinahe bereits im Jahr 2008 verstorben. Damals erlitt Kim Jong Il einen Schlaganfall, von dem sich der Machthaber nur mühsam wieder erholen konnte. Zuletzt reiste der 69-Jährige allerdings nach Russland sowie China und besuchte auch in seinem Land viele unterschiedliche Orte. Die Bild- und Videoaufnahmen, die dabei entstanden, vermittelten den Eindruck, der Staats- und Parteichef Nordkoreas erfreue sich zumindest einer stabilen Gesundheit.

Nachfolge bereits geregelt – Südkorea alarmiert eigene Truppen

Der Tod Kim Jong Ils trifft die nordkoreanische Staatsführung nicht unvorbereitet. Bereits nach dem Schlaganfall des Diktators begann dieser damit, seinen dritten Sohn Kim Jong Un auf seine Nachfolge vorzubereiten und stattete ihn in der Folge mit immer neuen hohen Ämtern aus. Läuft alles wie es geplant ist, dann übernimmt der wohl 29-Jährige (das Geburtsjahr Kim Jong Uns ist bislang ungeklärt) sofort alle Aufgaben, die bislang sein Vater innehatte. Die symbolische Machtübernahme dürfte am 28. Dezember stattfinden. An diesem Tag soll Kim Kong Il mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt werden.

Bis dahin steht der neue Machthaber direkt vor seiner ersten Bewährungsprobe. Südkorea hat als Reaktion auf den Tod des langjährigen Erzfeinds seine Truppen in Alarmbereitschaft versetzt. Zu diesem Zeitpunkt gebe es jedoch noch keinen Hinweis darauf, dass es im Zusammenhang mit dem Tod Kim Jong Ils zu einem militärischen Konflikt kommen könnte, heißt es aus Seoul.

Bild © nmcandre – Fotolia.com




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