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Als Reaktion auf das islamfeindliche Video „Innocence of Muslims“ rief der Führer der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, zu neuen Demonstrationen auf. Am gesamten Wochenende war es in moslemischen Ländern zu Angriffen auf westliche Vertretungen gekommen, bei denen mindestens fünf Menschen ihr Leben verloren.



Unterschiedliche Haltungen in der islamischen Welt

Die Hoffnung auf ein Abebben der aggressiven Auseinandersetzungen um das Mohammed-Video scheint sich nicht zu erfüllen. Mit dem Aufruf zu Demonstrationen in Beirut heizt Nasrallah die Situation weiter an. Nach Krawallen in Ägypten, Pakistan, Sudan und Tunesien haben die Proteste damit auch den Libanon erreicht. Zu mehr Gelassenheit mahnte dagegen der Groß-Mufti von Saudi-Arabien und sprach sich gegen jede Gewalt aus. Sie unterstütze indirekt, so seine Aussage, die verwerflichen Absichten der Filmemacher. Das in Amerika produzierte Video ist seit Monaten in Ausschnitten auf Youtube zu sehen.

Video sorgt auch in Deutschland für Unruhe

Die deutsche Politik ist sich in der Reaktion auf das Schmähvideo uneins. Die Initiative „Pro Deutschland“ plant, den Film in voller Länge zur Aufführung zu bringen. Ihre Motivation ist nach eigener Aussage der Schutz der Kunst- und Meinungsfreiheit. Innenminister Friedrich wertet die geplante Aufführung dagegen als gezielte Provokation. Jedes mögliche Rechtsmittel, so seine Erklärung, werde er nutzen, um die Aufführung des Videos zu verhindern. Inzwischen hat er ein Einreiseverbot gegen den US-Prediger Terry Jones ausgesprochen, der von „Pro Deutschland“ eingeladen war. Jones erregte im März 2011 durch eine Koran-Verbrennung weltweites Aufsehen.

SPD und Grüne gegen ein Aufführungsverbot

Volker Beck (Grüne) und Dieter Wiefelspütz (SPD) sprachen sich unabhängig voneinander gegen ein Verbot des Filmes aus. Außenpolitische Rücksichtnahme allein rechtfertige keine derart massive Reaktion. Zudem seien auch Schmähprodukte und Kunstwerke von zweifelhafter Güte durch das Grundgesetz geschützt. Die amerikanische Regierung scheiterte mit dem Versuch, Google zu einer allgemeinen Sperrung des Filmes im Internet zu bewegen. Nur in bestimmten Ländern ist der Aufruf nicht mehr möglich.




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