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Die Deutschen haben ihr Herz für Busreisen entdeckt. Seit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs in 2013 nutzen unzählige Fahrgäste die neue kostengünstige Reisemöglichkeit quer durch die Republik. Leidtragende dieses Trends ist die Deutsche Bahn, die einen Rückgang im Fernverkehr zu verbuchen hat. Nun kündigt sie Gegenmaßnahmen an.



ICEStart mit neun Linien

Der Erfolg der Fernbusse hat die Deutsche Bahn kalt erwischt. Mit verlockenden Dumpingpreisen kämpften zahlreiche neu entstandene Busunternehmen um eine Kundschaft, die gerne von diesen Schnäppchen profitierte. Zwar haben inzwischen einige Firmen ihren Betrieb wieder eingestellt. Doch die beiden größten Anbieter MeinFernbus und Flixbus fusionierten kürzlich und wollen noch in diesem Jahr ihr Angebot verdoppeln. Diese Konkurrenz hofft die Deutsche Bahn durch eine groß angelegte Offensive verdrängen zu können. Eine eigene Busflotte wird in Kürze unter dem Namen „IC Bus“ neun Linien im ganzen Land befahren. Kontinuierlich soll das Netz erweitert werden. Mit dieser Strategie will der Konzern die Dominanz im Fernverkehr zurückerobern.

Merklicher Umsatzrückgang auf Fernstrecken

Zufrieden mit ihrem Geschäftsergebnis 2014 kann die Bahn nicht sein. Zwar veröffentlicht sie die Geschäftszahlen für 2014 erst Ende März. Doch schon jetzt räumte sie einen Verlust im Fernverkehr von 2,8 Prozent für das erste Halbjahr ein. Dieser Rückgang wurde jedoch nicht nur durch die Konkurrenz auf der Straße verursacht. Auch Streiks sorgten für weniger Fahrgastaufkommen und trieben zudem den Buslinien neue Kundschaft zu.

Die Konkurrenz ist auf Erfolgskurs

Leicht wird es nicht für die Bahn werden, ihre abgewanderten Fahrgäste zurückzugewinnen. Die Entwicklung des Fernbusverkehrs war mehr als rasant. Flixbus und MeinFernbus transportierten in 2014 insgesamt 10 Millionen Kunden. Durch die Vernetzung ihrer Linien soll sich diese Zahl in diesem Jahr mindestens verdoppeln. Geplant ist zudem die europaweite Expansion, die für weiteres Wachstum sorgen soll. Zwar werden sich die niedrigen Kampfpreise der letzten beiden Jahren nicht halten lassen. Doch profitiert das neue Unternehmen von einer Entwicklung, die kaum vorauszusehen war. Billiges Benzin schafft Spielräume, die man weiterhin den Kunden zugutekommen lassen will.

Bild © Henlisatho – Fotolia.com




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