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Es soll angeblich Beweise für den Einsatz von chemischen Waffen in Syrien geben. Die britische und die französische Regierung sagen, es sei das Giftgas Sarin eingesetzt worden. Dazu sagte der französische Außenminister Laurent Fabius, dass sich Frankreich nun sicher sei, dass das Giftgas Sarin innerhalb von Syrien wiederholt zum Einsatz gekommen ist.



SyrienBodenproben aus Syrien seien von einigen Berichterstattern der Zeitung Le Monde in einem französischen Labor untersucht worden. Darin wurde ohne Zweifel das Vorhandensein von Sarin nachgewiesen, gab Außenminister Fabius die Ergebnisse bekannt. Hiermit sei gegen das Überschreiten einer Linie verstoßen worden und nun würden alle Optionen auf dem Tisch liegen. Zu diesen gehöre eben auch ein militärischer Eingriff auf die Lager- und Produktionsstätten des Gases, meinte Fabius.

Kurze Zeit später bescheinigte das Außenministerium von Großbritannien die Behauptungen aus Frankreich. So wurde auch in einer untersuchten Probe aus Syrien in einem britischen Labor der chemische Kampfstoff Sarin unter anderen gefunden und nachgewiesen. Präsident Assad von Syrien wurde durch Außenminister William Hague aufgefordert, augenblicklich UNO-Inspektoren ohne Hindernisse Zugang zu seinem Land zu gewähren.

Die UN ¬will sich nicht festlegen und teilt in ihrem letzten Bericht der UN-Untersuchungskommission zu Syrien mit, dass es glaubhafte Hinweise für die Anwendung von chemischen Waffen auf beiden Seiten der Konfliktparteien gebe. Demzufolge wurden zu wenigstens vier Gelegenheiten Chemiewaffen in einer begrenzten Menge angewandt. Derzeit sei man sich noch unklar von wem. Dies könnten nur Fachleute vor Ort klären. Genau diese Experten lässt die Assadregierung bisher nicht in das Land.

Die amerikanische Regierung erklärt sich nur sehr zurückhaltend zu den Meldungen aus Frankreich. Dort will man weitere Untersuchungen, bevor man sich zu einer Entscheidung durchringen kann. Es braucht weitere Beweise, verlangte ein Sprecher des amerikanischen Präsidenten Barack Obamas.

Bild © daboost – Fotolia.com




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