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27 Länder gehören heute zur Europäischen Union, doch immer noch ist vieles national geregelt. Auch Verstöße im Straßenverkehr werden ganz unterschiedlich geahndet. Wer per Auto ins europäische Ausland reist, tut deshalb gut daran sich über dort geltendes Recht zu informieren – sonst könnten hohe Zusatzausgaben die Urlaubslaune trüben.



EUVerstärkt werden inzwischen ausländische Bußgeldbescheide in Deutschland vollstreckt. Es wird also immer schwieriger, den Strafzahlungen zu entkommen. Bis auf Italien und Griechenland haben alle EU-Mitgliedsländer die EU-weite Vollstreckung im nationalen Recht verankert. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 6000 ausländische Bußgeldforderungen durch den Gerichtsvollzieher eingetrieben. Nach Angaben des ADAC wird sich diese Zahl im laufenden Jahr stark erhöhen.

Frankreich: Sonderregeln für Fahranfänger

In Frankreich gibt es spezielle Vorschriften für Fahranfänger, die sowohl französische wie ausländische Führerscheinneulinge zu beachten haben. Für sie gelten zwei Jahre lang folgende Tempobeschränkungen: 80 km/h außerorts, 100 km/h auf der Schnellstraße und 110 km/h auf der Autobahn. Schneller dürfen sie nicht sein, sonst wird es teuer. Weiterhin müssen alle Autofahrer, die auf französischem Staatsgebiet unterwegs sind, einen Einweg-Alkoholtester dabei haben. Die hohen Bußgelder beim Fehlen des Gerätes sind inzwischen allerdings aufgehoben.

Italien: Mautquittungen aufbewahren

Besonders drakonisch sind die Strafen in Italien beim Verstoß gegen die Helmpflicht. Wer ohne Helm unterwegs ist, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug für 60 Tage beschlagnahmt wird. Auch bei der Maut kennen die Italiener keinen Spaß. Zwar öffnet sich auch bei nicht registrierten Zahlungen die Schranke beim Verlassen der Mautstrecke, doch Nachzahlungen können bis zu fünf Jahre lang eingefordert werden. Es empfiehlt sich also alle Belege aufzubewahren, da das italienische Mautsystem anfällig für technische Defekte ist.

Schweiz: Bußgeld sofort bezahlen

Die Bußgelder in der Schweiz sind hoch und werden gnadenlos eingetrieben. Bei Ausländern ist die Schweizer Polizei besonders streng. Das Strafgeld muss an Ort und Stelle beglichen werden, damit sie eine Weiterfahrt erlaubt. Ist das dem Autofahrer nicht möglich, muss er gegebenenfalls mit einer Ersatzhaft rechnen.

Bild © moonrun – Fotolia.com




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