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Ägyptens Hauptstatt Kairo findet keine Ruhe. Auch einige Tage nach der Machtübernahme durch das Militär und der Absetzung von Präsident Mohammad Mursi finden die Ägypter keinen Frieden. Am frühen Montagmorgen kamen bei einer Schießerei vor der Kaserne, in welcher vermutlich Mursi festgehalten wird, laut verschiedenen Angaben, mindestens 34 Menschen ums Leben.



ÄgyptenMohammad Mursi, gewählter Präsident von Ägypten war am Mittwoch nach lang anhaltenden Protesten von Millionen Ägyptern abgesetzt worden. Es wird seitdem in einer Kaserne der Republikanischen Garde festgesetzt. Das ägyptische Militär teilte mit, dass am frühen Montag eine Gruppe von Symphatisanten von Präsident Mursi versucht haben, die Kaserne mit Gewalt zu stürmen. Laut Militär seien dabei ein Offizier und 4 Zivilisten ums Leben gekommen. Reuters hingegen berichtet von mindestens 15 Toten, während die Muslimbrüder, welche hinter Mohammad Mursi stehen, von mindestens 34 Toten berichteten. Während des gesamten Wochenendes war es vor allem zu starken Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Demonstrantengruppen gekommen. Dies konnte auch die starke Militärpräsenz in Kairo kaum verhindern. Auch aus den anderen großen Städten des Landes wurden hierbei Zusammenstöße zwischen Gegnern und Befürwortern des Militärputsches gemeldet. Auch wenn die Mehrheit der Ägypter die Handlungen des Militärs begrüßen, ist die Basis der Gegner immer noch stark und sorgt für weitere Unruhen im Land.

Ägypten kommt nicht zur Ruhe – die Suche nach dem Premier

Bei der Suche nach einer passenden und von allen akzeptierten Übergangsregierung kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Dem Sozialdemokraten Said Bahaa al-Din ist nach Berichten ägyptischer Medien der Posten des Premierministers angetragen worden. Doch besonders der islamistische Flügel rund um die Salafisten und die Ultra-konservative Nur-Partei haben sich gegen diesen Kandidaten bereits ausgesprochen. Beide Parteien wünschen sich einen politisch neutralen Premierminister, welcher die Übergangsregierung durch eine faire und vor allem transparente Wahl führen soll. Hierbei ist vor allem bezeichnend, dass die ultra-konservative Nur-Partei vormals als Verbündete der Muslimbrüder galt, sich jedoch im Verlaufe der Proteste der Oppositionsbewegung gegen Präsident Mohammad Mursi angeschlossen hat.

Bild © daboost – Fotolia.com




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