Sterbehilfe und Menschenwürde – dem Grundgesetz entgegen?

Kein Thema wird derzeit so kontrovers diskutiert wie die Sterbehilfe. Befürworter und Kritiker liefern sich heiße Diskussionen und sind so gegensätzlicher Meinung, dass eine Annäherung unmöglich scheint. Im Grundgesetz steht geschrieben, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Doch wo bleibt die Würde, wenn ein Mensch im Zuge einer unheilbaren Krankheit unter Schmerzen dem Ende entgegen sieht und doch nicht selbst entscheiden kann, ob er sein Ende beschleunigt und aus dem Leben scheidet?

BGHIm Gegensatz zu Deutschland ist die Schweiz einen großen Schritt weiter und hat im Gesetz verankert, dass ein Mensch nicht nur in Würde leben, sondern ebenso würdevoll sterben kann. Nachdem der Geldtourismus in die Schweiz durch das Steuerabkommen mit der Bundesrepublik an Bedeutung verlor, könnte ein neuer Tourismus im Bezug auf die Sterbehilfe immer mehr Menschen in die Schweiz führen. Es stellt sich die Frage, wer darf über das eigene Leben entscheiden, wenn nicht der betroffene Mensch selbst?

Die hauptsächliche Frage in der aktuellen Diskussion ist die Frage der Verwandten und Familien von Menschen, die sich für die Sterbehilfe aussprechen und gern selbst über ihr Ende entscheiden möchten. Lässt sich die Beihilfe zum innigsten Wunsch des Partners oder der Partnerin mit dem eigenen Gewissen vereinbaren und wie kann man selbst weiterleben, wenn die Gesellschaft mit einer Verurteilung reagiert? Die passive Sterbehilfe ist nicht illegal, und doch wird sie verurteilt und als gegen den Glauben und die Menschlichkeit agierend beschrieben. Aufgrund derzeitiger Meinung vieler Menschen in Deutschland könnte man meinen, dass der christliche Glaube über dem Grundgesetz und über der Menschenwürde steht.

Geht es wirklich noch um eine Befürwortung oder Ablehnung oder geht es um den Glauben, um die Bibel als nicht zeitgemäßen „Ratgeber“ oder um die Menschen, die über ihr eigenes Leben, welches auch den Tod einschließt, freie Entscheidungen treffen können?

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Erst seit 20 Jahren ist Homosexualität in Deutschland nicht mehr strafbar

20 Jahre ist es erst her, dass der Unrechtsparagraf 175 abgeschafft wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren homosexuelle Handlungen in Deutschland strafbar. Etwa 50 000 Verurteilte warten bis heute noch auf ihre Rehabilitation.

BGHBespitzelungen waren an der Tagesordnung

Heute scheint es unglaublich, dass Polizisten auf Bahnhofstoiletten ihren Posten bezogen und nach homosexuellen Männern Ausschau hielten. Wer sich verdächtigt machte, wurde verhaftet. Aufgrund dieser Bespitzelungen wurden nicht nur homosexuelle Männer ausgespäht, sondern auch ganz normale Passanten, die das stille Örtchen nutzten. Im deutschen Strafgesetzbuch gab es den Paragrafen 175, der sexuelle Handlungen unter Männern als Verbrechen bezeichnete. Den Paragrafen gab es schon seit dem 15. März 1871 im Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches. Unter den Nazis wurden Verfolgungen von Homosexuellen noch intensiver betrieben, etliche Männer landeten aus diesem Grund im KZ, das sie lebend nicht mehr verließen.

Selbst 1949 änderte sich nach der Gründung der BRD nichts an dieser Gesetzeslage. Die Verfolgung homosexueller Männer ging uneingeschränkt weiter. Es wurden regelrechte Razzien durchgeführt, bei denen es immer wieder zu Verhaftungen kam.

Entschädigungen für Verhaftungen in der NS-Zeit

Homosexuelle Männer, die in der NS-Zeit aufgrund ihrer Neigung verhaftet wurden, und die NS-Zeit überlebten, wurde später eine Entschädigung zugesprochen. Die Männer, die seit der Gründung der BRD verhaftet und inhaftiert wurden, warten bis heute noch auf eine Entschädigung oder eine Rehabilitation. Der Paragraf 175 wurde 1994 endgültig abgeschafft. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wurde 2011 gegründet. Seitdem setzt sich die Stiftung für verurteilte homosexuelle Männer ein. Die Recherchen sind schwierig. Viele Opfer melden sich nicht freiwillig und die meisten Gerichtsakten wurden vernichtet.

Der Anspruch auf eine Entschädigung verjährt nach 30 Jahren. Homosexuelle Männer, die in den fünfziger und sechziger Jahren verhaftet und verurteilt wurden, haben daher keine rechtlichen Ansprüche mehr auf eine Entschädigung in der heutigen Zeit.

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Was geschah mit Flug MH370?

Am 8. März verschwand eine Boing 777 der Malysia Airlines auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking. Erste Meldungen sprachen von einem Absturz, doch inzwischen ist das Ereignis zu einem großen Mysterium mutiert. Das Flugzeug ist unauffindbar, Wrackteile wurden bisher nicht gefunden. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass die Boing nach ihrem Verschwinden noch stundenlang und unbemerkt von jedem Radar unterwegs war.

Ist es das erste Cyber-Hijacking der Fluggeschichte?

Dutzende Suchtrupps aus verschiedenen Ländern suchten tagelang nach Überresten des Flugzeuges. Gleichzeitig wurden alle technischen Daten, die die Maschine gesendet hatte, akribisch überprüft. Nun steht fest, dass die Kommunikationssysteme der Maschine ausgeschaltet und nicht durch einen Absturz zerstört wurden. Ob das durch die Piloten, durch Passagiere oder vom Boden aus geschah, weiß bis heute niemand. Ernstzunehmende Stimmen sprechen vom ersten Fall einer Cyber-Entführung, bei der die Elektronik des Flugzeuges manipuliert wurde. Schon vor geraumer Zeit hatte ein Experte an einem Flugsimulator demonstriert, dass es möglich ist, sich per SmartPhone und App in einen Bordcomputer zu hacken und die Steuerung zu übernehmen. Doch noch viele andere Erklärungsmodelle für das Verschwinden von MH370 sind in Umlauf. Vom Diebstahl über Entführung bis zum Terrorakt oder Piloten-Selbstmord reichen sie, ohne dass eine Theorie nur im Ansatz belegbar wäre.

Viele Fragen – keine Antworten

Neun Tage nach dem Verschwinden sind 24 Nationen an der Suche nach dem Flugzeug beteiligt. Nach seinem Verschwinden ist es anscheinend noch mehrere Tausend Kilometer weit geflogen, ohne vom Radarsystem mehrerer Länder registriert worden zu sein. Weder Militär noch Fachleute können sich dieses Geschehen erklären. Möglicherweise betrug die Flughöhe nach dem Verschwinden nur 1500 Meter und verhinderte eine Ortung, doch auch das ist Spekulation. Das Versagen der Abwehrsysteme löste in den betroffenen Staaten jedoch starke Irritationen aus. Von den 239 Menschen an Bord gibt es kein Lebenszeichen. Bisher wurden keine Lösegeldforderungen erhoben und auch ein Bekennerschreiben existiert nicht.

Berufsbegleitende Weiterbildung: Die Möglichkeiten im Überblick

Sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer in Deutschland haben längst verstanden, dass eine kontinuierliche Weiterbildung der Schlüssel zum Erfolg ist. Um keine Zeitverluste akzeptieren zu müssen, erfreuen sich berufsbegleitende Weiterbildungsgänge einer großen Beliebtheit. Dabei gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Organisationsformen und Varianten.

WeiterbildungNeben dem Beruf eine Weiterbildung zu absolvieren, kann eine große Herausforderung sein. Deshalb müssen sich die Teilnehmer sehr gut mit ihrem Kurs identifizieren können. Insbesondere die zeitliche Organisation muss perfekt auf das eigene Privat- und Arbeitsleben abgestimmt sein, damit beides während der Weiterbildung nicht leiden muss. In der Wirtschaft gibt es daher zahlreiche Möglichkeiten, sich in Eigenregie weiterzubilden.

Fernlehrgang: hohe Eigenmotivation notwendig

Fernlehrgänge sind häufig auf eine vergleichsweise lange Zeit ausgerichtet. So dauern beispielsweise die Meisterkurse bei der SGD rund 30 Monate, wobei viele Teilnehmer die Möglichkeit der kostenfreien Verlängerung der Betreuungszeit in Anspruch nehmen. Je nach gewünschtem Thema sind natürlich auch kürzere Kurse möglich.

Wichtig ist, dass ein Fernlehrgang in vielen Fällen komplett neben dem Beruf erledigt werden kann, da sich die Teilnehmer ihre Zeit völlig frei einteilen können. Manchmal kann es allerdings schwierig werden, wenn in einem Kurs einige Präsenzseminare vorgesehen sind, denn für diese müssen die meisten Arbeitnehmer Urlaub nehmen. Wer sich auf einen Fernlehrgang einlässt, sollte wissen, dass hierfür eine hohe Eigenmotivation erforderlich ist. Mit etwa 15 Stunden pro Woche ist ziemlich viel Zeit aufzuwenden.

Berufsbegleitende Kurse bei IHK und HWK

Insbesondere wenn es um Fachlehrgänge und Aufstiegsweiterbildungen geht, bieten die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern ein großes Angebot an berufsbegleitenden Kursen an. Hier finden sich verschiedene Zeitmodelle, beispielsweise:

  • Kurse an ein bis zwei Abenden pro Woche
  • Samstagslehrgänge
  • Blockkurse für die Urlaubszeiten
  • modularer Kursaufbau für zeitliche Verteilung von Lernleistungen
  • Kombination aus den vorstehenden Alternativen (z. B. Abendschule mit Blockwochen)

Die Kurse zeichnen sich durch ihre große Nähe zur abzulegenden Prüfung aus. Die Bestehensquoten sind meist etwas höher als bei den Teilnehmern von privaten Bildungsträgern.

Private Bildungsträger

Auch private Bildungsträger haben sich im Laufe der Zeit an ihre Kundschaft angepasst und bieten inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Kursmodelle an. Auch hier werden die Teilnehmer gezielt auf die jeweilige Kammer- oder staatliche Prüfung vorbereitet. Zwar haben die Teilnehmer der Kammerlehrgänge meist einen leichten Vorsprung hinsichtlich der Abdeckung der Lehrpläne. Allerdings sind private Bildungsträger flexibler hinsichtlich der Kursorganisation.

Es gibt auch private Anbieter, die reine Onlinekurse anbieten – dies kann eine gute Lösung für Menschen sein, die sehr flexibel bleiben möchten und viel unterwegs sind. Über diese Möglichkeit wurde bereits in diesem Artikel berichtet.

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Flucht ins deutsche Paradies

Die Bilder der vor Lampedusa ertrunkenen Flüchtlinge regen die europäische Diskussion um Asylsuchende neu an. Die Anzahl derer, die auf eine bessere Zukunft in Europa hoffen, steigt stetig. Deutschland ist bei vielen Menschen dabei erste Wahl. Mehr als 74.000 Flüchtlinge wurden seit Beginn des Jahres verzeichnet; das sind so viele, wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Europäische UnionNach dem gigantischen Ansturm von nahezu 440.000 Flüchtlingen im Jahr 1992 wurde das Grundrecht auf Asyl in Deutschland von der seinerzeitigen großen Koalition 1993 stark eingeschränkt. Wer aus einem Mitgliedsland der EG oder einem sicheren Drittstaat einreiste, hatte fortan keinerlei Recht auf Asyl. Das Land, in welchem nach der Flucht erstmals europäischer Boden betreten wird, zeichnet sich alleinig für das Asylverfahren verantwortlich. Doch gerade das nach Süden hin abgeschottete Deutschland kann europaweit mit der höchsten Zahl an Asylanträgen aufwarten.

Während in Italien gerade einmal 17.350 Asylanträge gestellt wurden, in Spanien 2.565 Asyl beantragt und in Griechenland 9.575 Anträge auf Asyl bearbeitet werden müssen, verzeichnet Deutschland 77.650 Asylgesuche. Das Bundesamt für Migration erklärt sich die hohe Anzahl primär durch Schlepper, die Flüchtlinge gegen Entgelt illegal nach Deutschland einschleusen. Über konkrete Daten, auf welchem Wege die Asyl suchenden Menschen nach Deutschland gelangen, verfügt das Amt nicht.

Beim Großteil der Asylsuchenden handelt es sich 2013 um russische Flüchtlinge, die zumeist aus Tschetschenien stammen und vermutlich über Polen einreisen, sowie um Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie alle haben gemein, dass die Aussicht auf Asylbewilligung verschwindend gering ist.

Ein weiteres Problem, so Innenminister Friedrich unlängst, stellen die Armutseinwanderungen als Folge von Freizügigkeitsmissbrauch dar. Dies belegt auch eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit, derer zufolge die Anzahl von Hartz4-Empfängern aus Rumänien und Bulgarien mit einem Zuwachs von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen ist. Friedrich fordert nunmehr eine rasche Lösung durch die EU-Kommission, um Kommunen und Länder vor den immensen Kosten durch Freizügigkeitsmissbrauch zu schützen.

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Vorsicht Fettnäpfchen: Trinkgeld im Ausland

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für das Trinkgeld. Wer nicht durch Unkenntnis der nationalen Gepflogenheiten ins Fettnäpfchen treten will, macht sich am besten vor der Reise mit ihnen bekannt. Die Unterschiede könnten nicht größer sein. Während in einem Land das Aufstocken der Rechnung Pflicht ist, wird es im anderen als beleidigend empfunden.

TrinkgeldBeginnen wir mit dem, was wir in Deutschland kennen. Das Aufrunden der Rechnung um etwa 10 Prozent ist auch in den meisten anderen europäischen Ländern der Richtwert. Ausnahmen sind die skandinavischen Länder Finnland, Dänemark und Norwegen. Dort ist die Trinkgeldzahlung unüblich, während in Schweden die europäischen Standardregeln gelten. In Frankreich, Belgien und Italien wird der Betrag nicht mit der Rechnung bezahlt. Der Gast legt ihn vor Verlassen des Restaurants auf den Tisch. Eine andere Vorgehensweise wird als aufdringlich empfunden.

In Asien ist Fingerspitzengefühl gefordert

In Asien war das Zahlen von Trinkgeld bis vor wenigen Jahren allgemein verpönt. Die empfindlichen Asiaten empfanden es als Verlust von Würde für alle Beteiligten. Nur in Japan gilt heute noch diese strenge Regel. Ein erstklassiger Service wird doch als selbstverständliche Arbeitsleistung angesehen, Geldgeschenke sind nicht erwünscht.

Ganz anders sind inzwischen die Verhältnisse in Thailand. Dort hat man sich den europäischen Gepflogenheiten angepasst. Zehn Prozent sind üblich und werden auch erwartet. Eine ähnliche Entwicklung findet in China statt. Zur Freude der Servicemitarbeiter ist die Annahme von Trinkgeldern inzwischen offiziell gestattet. In Hotels mit internationalem Publikum sind sie Standard.

In den USA ist das Trinkgeld Pflicht

Während die Japaner das Trinkgeld als Demütigung erleben, gilt ein Nichtzahlen in den USA als Affront. Hier ist es ein fester Bestandteil des Einkommens, da die Löhne in der Gastronomie niedrig sind. Üblich sind deshalb 15 bis 20 Prozent. In Australien und Neuseeland werden Trinkgelder nur in exklusiven Restaurants mit ausgezeichnetem Service bezahlt. Ansonsten werden sie nicht erwartet.

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Der Juckreiz: Eine komplexe Angelegenheit

Forschungen aus den USA ist es zu verdanken, dass sich der Juckreiz nicht mehr nur als eine Sinneswahrnehmung darstellt, sondern nun auch die Ursachen dafür langsam erkennbar sind. Mit der Hilfe von Mäusen wurden Experimente durchgeführt, die Auskunft darüber geben, wie auch der Juckreiz bei Menschen entstehen könnte. Biologen sind zuversichtlich, dass die Erkenntnisse aus diesen Forschungen Anhaltspunkte bieten, welche in Zukunft für die Entwicklung von Therapien von großer Wichtigkeit sind. So könnten Hauterkrankungen, welche mit Juckreiz einher gehen, schneller therapiert werden.

JuckreizAls einer der Hauptursachen für den Juckreiz scheint ein Botenstoff mit der Bezeichnung Nppb zu sein. Dieser Botenstoff ist augenscheinlich der Beginn einer Reihe erkennbarer Mechanismen – welche im Nervensystem stattfinden. Das Jucken als Wahrnehmung steht dann am Ende dieser Mechanismen. Forscher haben nun mit Mäusen herausgefunden, dass das Fehlen des Botenstoffs Nppb zu Folge hat, dass der Juckreiz und somit auch das Kratzen damit ausbleiben. Ein ähnliches Ergebnis erzielten die Biologen bei weiteren Experimenten, in denen Zielmoleküle – welche auf den Eiweißstoff Nppb normaler Weise eine Reaktion zeigen – blockiert wurden. Diese Erkenntnisse zeigen auf, dass der Juckreiz keine leichte Form des Schmerzes ist – wie bisher immer angenommen wurde, sondern eher ein durchaus eigenständiger Vorgang.

Diese Untersuchungsergebnisse können zukünftig dazu dienen, wirkungsvolle Ansätze in der Entwicklung bei Behandlungen von Krankheiten zu schaffen – bei denen der Juckreiz Beschwerden verursacht. Da das Nervensystem von Maus und Mensch recht ähnlich funktioniert, kann davon ausgegangen werden, dass auch der Mensch ein Element besitzt, welches am Anfang vieler Mechanismen steht. Jedoch kann das entsprechende Peptid beim Menschen kaum als Ansatz für Behandlungen dienen. Grund dafür sind die vielen weiteren Funktionen, welche neben dem Herzen beispielsweise auch ebenso die Nieren betreffen. Würde man diese Funktionen einfach unterbinden, wären die zu erwartenden Nebenwirkungen äußerst gravierend. Da sich aber nun zumindest bei Mäusen herauskristallisiert hat, wo die Ursachen von Juckreiz zu finden sind, kann in Folge dessen auch bei einem Menschen nach Schaltkreisen innerhalb des Nervensystems gesucht werden, welche über ganz bestimmte Mechanismen verfügen. Sollten sich in einem solchen Mechanismus dann noch Moleküle befinden, welche unter Umständen für therapeutische Behandlungen nützlich sein könnten, dann wäre dies die Grundlage – um in Zukunft chronisch angesiedelten Juckreiz oder aber auch die Nebenwirkung Juckreiz wirkungsvoll bekämpfen oder ganz ausschalten zu können.

Biologen betrachten diese Erkenntnisse als Anfang für weitere Forschungen. Diese sind durchaus eine große Herausforderung, aber so könnte besonders für Menschen – die an Exzemen oder anderen Hautausschlägen leiden – eine Verbesserung des Kranheitsbildes und der daraus resultierenden Lebensqualität entstehen.

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Autofahrern droht EU-weite Vollstreckung von Bußgeldern

27 Länder gehören heute zur Europäischen Union, doch immer noch ist vieles national geregelt. Auch Verstöße im Straßenverkehr werden ganz unterschiedlich geahndet. Wer per Auto ins europäische Ausland reist, tut deshalb gut daran sich über dort geltendes Recht zu informieren – sonst könnten hohe Zusatzausgaben die Urlaubslaune trüben.

EUVerstärkt werden inzwischen ausländische Bußgeldbescheide in Deutschland vollstreckt. Es wird also immer schwieriger, den Strafzahlungen zu entkommen. Bis auf Italien und Griechenland haben alle EU-Mitgliedsländer die EU-weite Vollstreckung im nationalen Recht verankert. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 6000 ausländische Bußgeldforderungen durch den Gerichtsvollzieher eingetrieben. Nach Angaben des ADAC wird sich diese Zahl im laufenden Jahr stark erhöhen.

Frankreich: Sonderregeln für Fahranfänger

In Frankreich gibt es spezielle Vorschriften für Fahranfänger, die sowohl französische wie ausländische Führerscheinneulinge zu beachten haben. Für sie gelten zwei Jahre lang folgende Tempobeschränkungen: 80 km/h außerorts, 100 km/h auf der Schnellstraße und 110 km/h auf der Autobahn. Schneller dürfen sie nicht sein, sonst wird es teuer. Weiterhin müssen alle Autofahrer, die auf französischem Staatsgebiet unterwegs sind, einen Einweg-Alkoholtester dabei haben. Die hohen Bußgelder beim Fehlen des Gerätes sind inzwischen allerdings aufgehoben.

Italien: Mautquittungen aufbewahren

Besonders drakonisch sind die Strafen in Italien beim Verstoß gegen die Helmpflicht. Wer ohne Helm unterwegs ist, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug für 60 Tage beschlagnahmt wird. Auch bei der Maut kennen die Italiener keinen Spaß. Zwar öffnet sich auch bei nicht registrierten Zahlungen die Schranke beim Verlassen der Mautstrecke, doch Nachzahlungen können bis zu fünf Jahre lang eingefordert werden. Es empfiehlt sich also alle Belege aufzubewahren, da das italienische Mautsystem anfällig für technische Defekte ist.

Schweiz: Bußgeld sofort bezahlen

Die Bußgelder in der Schweiz sind hoch und werden gnadenlos eingetrieben. Bei Ausländern ist die Schweizer Polizei besonders streng. Das Strafgeld muss an Ort und Stelle beglichen werden, damit sie eine Weiterfahrt erlaubt. Ist das dem Autofahrer nicht möglich, muss er gegebenenfalls mit einer Ersatzhaft rechnen.

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Kritik an Werten der EU bald strafbar?

Ein äußerst streitbarer Vorstoß des österreichischen Politikers Hannes Swoboda erhitzt zur Zeit die Gemüter nicht nur in Brüssel. Als Mitglied es EU-Parlaments möchte er gemeinsam mit seinen sozialdemokratischen Politikerkollegen einen weitreichenden Vorschlag in das europäische Parlament einbringen.

Europäische UnionParteien, die sich kritisch gegenüber der EU und ihren Werten verhalten, sollen mit Geldzahlungen bestraft werden. Die Initiative sieht vor, Parteien mit beispielsweise rechtsradikalen Tendenzen ganz oder teilweise von der europäischen Parteienfinanzierung auszuschließen. Immerhin erhalten die im europäischen Parlament vertretene Parteien ca. 31 Millionen Euro aus Steuermitteln.

Einschränkung der Meinungsfreiheit befürchtet

Der Vorschlag wird heiß diskutiert, weil sich aus ihr durchaus Restriktionen gegenüber Andersdenkenden ableiten lassen können. Gerade bei der aktuellen Krisenrhetorik ist es mehr als gefährlich, durch bestimmte Regelungen missliebige Politikeräußerungen zu unterbinden.
Dänemarks Liberale warnen bereits davor „Strafen gegen Parteien mit falscher Meinung“ zu verhängen. Es sei besorgniserregend Politiker, die für ihre Überzeugungen kämpfen, an den Pranger zu stellen. Eine Demokratie lebt auch von der Freiheit Andersdenkender und nur durch Meinungsfreiheit kann eine Demokratie ihre große Ideenvielfalt entwickeln und gut funktionieren.

Abstimmung im EU-Parlament geplant

Nach dem Willen der EU-Kommission soll nun das Parlament über den Vorschlag abstimmen. Eine spannende und sehr weitreichende politische Debatte dürfte der EU damit in den kommenden Wochen bevorstehen. Nicolai Wammen, zuständiger dänischer Europaminister, wurde bereits von verschiedenen Parteien aufgefordert der Regelung nur unter ganz konkreter Formulierung der „Werte“ zuzustimmen. Dieser versucht derweil die Diskussion zu entschärfen. Es gehe bei diesem Vorschlag schließlich nicht um einzelne Parteien sondern um die „Grundwerte der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“.

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SKL Lotterie

Die SKL-Lotterie wurde im Jahr 1947 gegründet: Damit ist sie älter als die BRD und der Euro. Die mehr als 60-jährige Erfolgsgeschichte der SKL-Lotterie hat diese bekannt werden lassen. Die Süddeutsche Klassenlotterie kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Schließlich wurde in dieser Lotterie der erste Millionengewinn ausgeschüttet: Deshalb wurde der Süddeutschen Klassenlotterie ein Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde gewährt.

Die Geschichte der Lotterie geht bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit wurde für die arme Bevölkerung eine Art Lotterie aufgebaut. Mit dieser sollte der Wiederaufbau des Landes gewährleistet werden, ohne dabei zusätzliche Abgaben erheben zu müssen. Da die einzelnen Losverkäufer zu Fuß durch die einzelnen Fürstentümer zogen, verzögerte sich der Start der Lotterie um mehrere Jahre. Letztendlich wurde die Ziehung erst dann durchgeführt, wenn alle zur Verfügung stehenden Lose verkauft waren.

Die SKL startete am 10. September 1947 und vergab 140.000 Lose, mit denen ein Hauptgewinn in Höhe von 250.000 Reichsmark gewonnen werden konnte.

Das Spielprinzip der SKL

Bei der SKL können beliebig viele Lose erstanden werden. Mit diesen Losen kann eine Eintrittskarte für die Show „Tag des Glücks“ gewonnen werden: Hier besteht im Anschluss die Möglichkeit einen Millionengewinn zu erspielen. Die Lotterie findet halbjährlich statt – jeweils am 1. Juni und 1. Dezember. Die Anzahl und die Höhe der einzelnen Gewinne werden von der SKL garantiert: Im Jahr 2013 werden eine tägliche Ausspielung von einer Millionen Euro oder alternativ 1.000 Mal 1.000 Euro garantiert. Da die SKL-Lotterie nur zwei Mal im Jahr stattfindet, wird die SKL Show „Tag des Glücks“ in einem spektakulären Rahmen veranstaltet. Während der Show sind 20 Herren und Damen beteiligt, von denen einer mit dem Millionengewinn nach Hause zu gehen hofft. Die Süddeutsche Klassenlotterie ist eigentlich aufgelöst und wird in einer anderen Lottoform weiterbetrieben: Aufgrund des Bekanntheitsgrades des Markennamens wird der Name SKL aber weiterhin beibehalten.