Ohne Frühjahrsmüdigkeit in die warme Saison starten

Eigentlich ist der Frühling willkommen, denn er bringt nach den kalten Wintermonaten mit den damit verbundenen Gesundheitsbeschwerden wie Erkältungen endlich wieder mehr Sonne, wärmere Stunden und ein Erwachen der Natur, das auch unseren Metabolismus anregt. Dennoch ist die Zeit des Frühjahrs für manche mit einem Gefühl von Lustlosigkeit und Kreislaufproblemen verbunden: Alle Jahre wieder hält die Frühjahrsmüdigkeit ihren Einzug, die laut wissenschaftlichen Studien circa jeden zweiten Deutschen heimsucht.

Ohne Frühjahrsmüdigkeit in die warme Saison startenWie gestaltet sich die Frühjahrsmüdigkeit?

Der Begriff selbst drückt bereits aus, für welche Probleme diese Volkserkrankung sorgt: Den Betroffenen mangelt es an Energie, Konzentrationsfähigkeit und Motivation. Sie fühlen sich abgeschlagen, erschöpft und trotz genügend Schlaf müde. Dazu können sich Symptome wie Wetterfühligkeit, allgemeines Unwohlsein und Kreislaufschwankungen gesellen. Dies wiederum wirkt sich auch auf das Gemüt aus, sodass von Frühjahrsmüdigkeit betroffene Personen gereizt sind und schnell von einer Laune in die andere wechseln sowie nicht ihre volle Leistung beim Lernen oder Arbeiten erbringen können. Manchmal hängt das Ganze auch mit einer Pollenallergie zusammen oder der dagegen eingenommenen Medizin zusammen.

Frühjahrsmüdigkeit: Was sind ihre Ursachen?

Ausgelöst werden die unter dem nicht fest definierten Begriff zusammengefassten Beschwerden durch die vermehrte Sonneneinstrahlung. Sie bewirkt Veränderungen im Hormonhaushalt der Menschen, was sein reibungsloses Funktionieren beeinträchtigt. Der Blutdruck sinkt, die Blutgefäße vergrößern sich und dies führt zu einer tatsächlichen und gefühlten Mattigkeit. Im Winter wurde die Melatoninproduktion angekurbelt, welche für das Schlafen verantwortlich ist. Dem gegenübergestellt wird im Frühling der Anstieg des Glückshormons Serotonin, was ebenfalls dazu beiträgt, dass es zu Konflikten und einer daraus resultierenden Müdigkeit kommt. Dadurch, dass in der kalten Jahreszeit dem Körper in der Regel weniger Vitalstoffe zugeführt werden, mangelt es ihm nun an Kraft, mit den Veränderungen klar zu kommen.

Was tun, um gegen die Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen?

Es ist mehr oder weniger unumgänglich, dass sich die allgemeine Müdigkeit einstellt, da die Hormonproduktion umgestellt wird. Wichtig ist es jedoch, der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance zu geben. Wie es bei so vielen gesundheitlichen Beschwerden der Fall ist, empfiehlt sich die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Je länger man sich dem Sonnenlicht direkt oder indirekt aussetzt, desto mehr gewinnt das Serotonin gegenüber dem Melatonin an Überhand und sorgt für bessere Stimmung. Dabei wird auch Sauerstoff aufgenommen, was den Kreislauf anregt. Eine Maßnahme, die man im Herbst als Vorbereitung für den Winter nutzen kann, bringt bei Frühjahrsmüdigkeit ebenso etwas: Man stärkt das Immunsystem, indem man kalt-warme Wechselduschen zurate zieht. Ein Gang in die Sauna erfüllt einen ähnlichen Zweck. Die einfachste Methode ist es, der Müdigkeit mit ausreichend Schlaf zu passenden Zeiten entgegenzuwirken und sich dann bei anfallender Mattigkeit abzulenken oder sinnvoll im Freien zu beschäftigen, wenn dies möglich ist. Eine wichtige Rolle beim Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit nehmen die Vitalstoffe – also Vitamine, Mineralien und Nährstoffe – ein. Sie sind nicht nur der allgemeinen Gesundheit förderlich, sondern sorgen dafür, dass die Stoffwechselprozesse problemlos ablaufen, die Abwehrkräfte fit sind und der Körper mit ausreichend Energie versorgt wird. Es ist daher ratsam, schon vor dem Frühling reichlich frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Ergänzen sollte man diese Kost mit Hülsenfrüchten, Vollkornerzeugnissen sowie regelmäßigem Konsum von Fisch und durchaus auch magerem Fleisch und Milchprodukten.

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