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Vorbei scheint die Zeit, in der Senioren sich mit ihrem betreuten Dasein abfinden. Ältere Menschen wollen ihren Alltag meistern – alleine. Damit dies auch in der Praxis möglich ist, helfen zahlreiche Erfindungen den Tagesablauf der Senioren zu erleichtern. Nicht wenige davon sind von Senioren selbst entworfen.



AltenheimSelbstständig im Alter

Immer mehr geniale Erfindungen erscheinen auf dem Markt und erobern die Herzen der Senioren. Und selbst junge Bauherren liebäugeln schon mit den Treppenkonstruktionen, die sich später möglichst einfach mit mobilen Liften erweitern lassen oder der Wellnessoase Badezimmer, die auch im Alter noch sicher beschritten und genutzt wird. „Selbst ist der Senior“ doch auch die Forscher vom Karlsruher Forschungszentrum Informatik (FZI) sind bereits von ihrem künftigen Seniorendasein fasziniert und stellen Assistenzsysteme vor, die das Leben in den eigenen vier Wänden erleichtern. Weltbewegend sind die Erfindungen noch nicht, doch sind sie praktisch und basieren auf den alltäglichen kleinen und großen Sorgen älterer, kranker oder behinderter Mitbürger.

Sensoren für Senioren – wenn die Eingangstür Alarm schlägt

Monitore in den Zimmern und ein Spiegel, der auch gleichzeitig ein Bildschirm ist – was auf den ersten Blick wie ein „Big Brother“-Studio aussieht, ist tatsächlich eigens zum Schutz der Bewohner konzipiert. In der perfekt seniorengerecht ausgestatteten Wohnung bleibt nicht viel dem Zufall überlassen. In der Garderobe ist ein Notrufgerät integriert und das Schlafzimmer wird mit Bewegungssensoren ausgestattet – einer davon liegt unter dem Bettvorleger. An der Haustür meldet sich der Bewohner vom System ab – das sogleich den Herd ausschaltet.

„AAL“ -Assistenz für den Alltag

Die hochmodernen und hochtechnischen altersgerechten Assistenzsysteme der Zukunft, kurz als „AAL“ bezeichnet, sollen den älteren, behinderten oder durch Krankheit eingeschränkten Menschen ein selbstbestimmtes Leben – auch als Single – im eigenen Zuhause ermöglichen. Sensoren im Haus oder etwa der unter dem Bettvorleger registrieren, ob der Bewohner stürzt, und melden gefährliche und dringende Ereignisse sofort an die angeschlossene Betreuungsagentur. Doch auch die täglichen Hilfsmittel der Senioren werden verbessert: So werden Rollatoren intelligent und tragen Lasten oder helfen beim Gang zur Toilette.

Auf dem Vormarsch – das altersgerechte Bauen

Roland Sieg vom Landesseniorenrat ist bereits seit Jahren mit dem Thema der seniorengerechten technischen Unterstützung befasst und bekennt, dass zwar viele Millionen in die Forschung und Entwicklung fließen, doch der „Return“ der Erfindungen noch relativ klein erscheint: Zu wenig fand bislang flächendeckenden Einzug in die Unterstützung der Senioren. Der Grund dafür sind nicht etwa wenig-innovationsfreudige Senioren, sondern eher die Handwerker, die mit den Möglichkeiten und Anforderungen des altersgerechten Wohnens noch wenig vertraut sind. Aus diesem Grund haben sich nun auch die Handwerksinnungen des Themas angenommen.

Selbst die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die den privaten Wohnungsbau mit günstigen Krediten unterstützt, fördert den altersgerechten Umbau. Das Programm 159 „Altersgerecht Umbauen“ lockt mit einer Finanzierung ab einem Prozent effektivem Jahreszins.

Die Zukunft gehört der Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation kommt nicht nur den Senioren zugute: Mit Ihr lässt sich auch der Primärenergiebedarf eines Gebäudes halbieren – das zumindest demonstriert eine Studie der Hochschule Biberach. Beheizt und klimatisiert werden die Eigenheime mit Umweltwärme, die Raumfunktionen wie etwa Überwachung, Verriegelung, Beleuchtung und Verschattung werden automatisch gesteuert, während sich das Wohlbefinden des Bewohners per Sensoren oder Kamera kontrollieren lässt.

Der Trend geht ganz klar zum Sparen – doch nicht ohne zusätzliche Bequemlichkeit und Sicherheit. Was gestern noch als ein Widerspruch erschien, wird heute bereits umgesetzt – zumindest fast.

Bild © iofoto – Fotolia.com




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