Informiert bleiben · Twitter · Facebook · Google+

Sie sind hier: Start » Gesundheit »

Die Ferse durchdringt beim Auftreten ein stechender Schmerz. Der erste Schritt am Morgen wird zur Qual, schmerzfreies Gehen wird unmöglich. Etwa 10% der Bevölkerung leiden an einem Fersensporn, einer Knochenwucherung am Fuß, die bei Belastung Schmerzen verursachen kann. Ein Teil der Betroffenen bleibt lange Zeit beschwerdefrei, während für den anderen Teil jeder Schritt zur Tortur wird.



Was ist ein Fersensporn - Diagnose, Behandlung, OperationDiagnose

Der Fersensporn entsteht meist durch eine Überbeanspruchung der Sehnen am Fuß. Durch andauernde Überbelastungen, beispielsweise durch Fehlstellungen der Füße oder unangepasstes Schuhwerk, entstehen mikroskopisch kleine Verletzungen an den Sehnen, die der Körper repariert und dabei Knochensubstanz an den Sehnenansätzen ablagert. Dadurch bilden sich dornartige Knochenauswüchse, die starke, stechende Schmerzen bei Belastung des betroffenen Fußes verursachen können. Nachts, wenn der Fuß ruhiggestellt ist, lassen die Schmerzen nach, wird er am nächsten Morgen wieder belastet, kehren sie zurück. Deshalb werden die ersten Schritte nach dem Aufstehen als besonders schmerzhaft empfunden.

Als Risikogruppe für den Fersensporn gelten Menschen, die durch ihre berufliche Tätigkeit viel stehen müssen, stark Übergewichtige oder Personen, deren natürliches Fußlängsgewölbe, etwa durch einen Senk-Spreizfuß, abgeflacht ist. Am häufigsten tritt der Fersensporn zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr auf.

Behandlung

Um den Fuß zu entlasten, sollte man unbedingt auf die richtigen Schuhe achten. Sie sollten nicht zu steif sein und den Fuß nicht einengen. Eine Sohle mit einem leichten Absatz sorgt dafür, dass der Druck beim Gehen auf den Vorderfuß verlagert wird. Schuhe mit besonderer Luft- oder Gelfederung sind besonders empfehlenswert.

Zur Schmerzbehandlung können gängige Schmerzmittel eingenommen oder schmerzstillende Salben aufgetragen werden. Zusätzlich kann der Arzt entzündungshemmende Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, in den schmerzenden Bereich spritzen.

Die Behandlung mit Ultraschall oder Fußbäder fördern die Durchblutung des Gewebes und können die Schmerzen lindern. Als erfolgreich hat sich auch die Stoßwellentherapie erwiesen, bei der gebündelte Schallwellen auf den schmerzenden Bereich abgegeben werden. Sie fördern die Freisetzung von durchblutungs- und heilungsfördernden Stoffen, was zu einer Schmerzreduktion führt.

Die wichtigste Behandlung des Fersensporns besteht jedoch in der Anwendung von orthopädischen Einlagen. Diese werden speziell für den betroffenen Fuß angefertigt und entlasten ihn durch eine Aussparung im Bereich der Knochenwucherung. Dadurch wird beim Gehen kein direkter Druck mehr auf die betroffene Stelle ausgeübt, der Kontakt zwischen Ferse und Boden wird vermieden. Orthopädische Einlagen sollten begleitend zu jeder anderen Behandlungsmethode eingesetzt werden, da sie dem Patienten, durch die Entlastung der betroffenen Stellen, ein nahezu schmerzfreies Gehen ermöglichen.

Operation

Eine Operation gilt als Ultima Ratio bei der Behandlung des Fersensporns. Nur wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos waren, wird der behandelnde Orthopäde eine Operation in Betracht ziehen. Dabei wird der Fersensporn über einen kleinen Schnitt an der Ferse abgemeißelt und ein schmaler Streifen der Sehne entnommen. Bereits wenige Tage nach der Operation sollten krankengymnastische Maßnahmen durchgeführt werden, um die Fußmuskulatur zu stärken und die Sehnen zu dehnen. Für die Rehabilitationsphase sollte man etwa 12 Wochen einkalkulieren, in seltenen Fällen kann jedoch bis zur vollständigen Genesung ein Jahr vergehen. Trotz einer Erfolgsquote von 80 – 90%, besteht nach einer Operation die Möglichkeit, dass sich der knöcherne Sporn im Laufe der Zeit erneut bildet.

Bild © Christian Schwier – Fotolia.com




Ähnliche Artikel:


Kommentieren


Weitere Artikel:
Gesund und fit durch den richtigen Sport
Orthopädische Einlagen

© 2009-2017 HC