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Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit – Seekrankheit, auch Kinetose genannt, kann den schönsten Segeltörn zur Tortur werden lassen. Sie betrifft bis zu 90 Prozent aller Wassersportler und kann jeden treffen vom erfahrenen Bootsmann über den Anfänger bis hin zum Bordhund. Doch wie kommt es, dass man seekrank wird? Die Antwort findet man im Gehirn: Die Sinnesorgane liefern auf einem schaukelnden Schiff widersprüchliche Informationen zur räumlichen Lage und Bewegung des Körpers. Diese Widersprüche lösen einen Fehlalarm im Gehirn aus und wir werden seekrank.



Tipps gegen Seekrankheit Symptome MedikamenteAngst beschleunigt Seekrankheit

Psychologen haben herausgefunden, dass Angst die Symptome von Seekrankheit verstärkt. Denn das Gehirn, das ohnehin schon damit beschäftigt ist, widersprüchliche Informationen zu verarbeiten, wird nun auch noch zusätzlich gestresst. Was sollte man also tun, um Seekrankheit zu vermeiden? Zu allererst: Betrachten Sie Seekrankheit als natürlichen Prozess. Haben Sie Mut und lassen Sie sich darauf ein. Geben Sie Ihrem Körper einfach Zeit, sich auf die neuen Umstände einzustellen. Frühstücken Sie nicht übermäßig viel, und tragen Sie keine zu eng anliegende Kleidung, um ein beengendes Gefühl zu vermeiden. Nach zwei bis drei Tagen hat sich das Gehirn an die widersprüchlichen Informationen gewöhnt, und die Symptome lassen nach.

Für alle, die dennoch aktiv etwas gegen die Seekrankheit unternehmen möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Vom Tragen einer Augenklappe, über Matjes verspeisen, bis hin zum Spielen von Kinderspielen reicht die Palette der Möglichkeiten. Wer lieber auf pharmazeutische Mittel bauen möchte, sollte laut Magazin „Charter Horizonte“ zuerst auf einfache Mittel wie REDOVA, BONAMIN oder PEREMESIN vertrauen. Diese Mittel beinhalten die Wirkstoffe Dimenhydrinat bzw. Meclozin. Wem das noch nicht genügt, der kann sich vom Hausarzt auch Stutgeron oder Scopoderm-Pflaster verschreiben lassen. Diese sollen jedoch verstärkt mit Nebenwirkungen verbunden sein. Lassen Sie sich hier am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Ein weiteres Mittel, das hervorragend bei Magenproblemen hilft, ist Ingwer. Eines der auf Ingwer basierenden Medikamente heißt ZINTONA und ist in der Apotheke rezeptfrei erhältlich.

Und wer trotz all dieser Medikamente und Tipps immer noch nach drei Tagen mehr Zeit in der Nasszelle verbringt als an Deck, der sollte vielleicht überlegen, ob er das nächste Mal nicht doch lieber in die Berge zum Wandern fährt.

Bild © Jan Schuler – Fotolia.com




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