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Schilddrüsenerkrankungen und deren Ursachen - Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenunterfunktion - Symptome, KnotenBei einer Schilddrüsenerkrankung sind in der Regel die Hormonbildung sowie der Stoffwechsel gestört. Diese Erscheinungsbilder können durch so genannte Schilddrüsenblocker verlangsamt und reguliert werden. Wenn allerdings die Überfunktion der Schilddrüse schon sehr stark ausgeprägt und dadurch die Schilddrüse selbst wesentlich vergrößert ist, wird mithilfe der Radiojodtherapie das gewachsene Gewebe durch die Einnahme von radioaktivem Jod zerstört.



Eine Form der Schilddrüsenüberfunktion stellt die Autoimmunkrankheit „Morbus Basedow“ dar. Diese tritt oft spontan auf. Das Immunsystem wendet sich hier gegen die Schilddrüse, sodass die Produktion der Hormone angekurbelt wird und das Organ sich vergrößert. Entweder erfolgt eine vollständige Entfernung der Schilddrüse bei Morbus Basedow oder es wird mit einer Radiojodtherapie versucht, die Kontrolle bzw. Gesundheit wieder herzustellen.

Vergrößerungen und verschiedene Knotenformen gehören zu den häufigsten Veränderungen der Schilddrüse. Man spricht auch von heißen und kalten Knoten. Die bezeichneten „heißen Knoten“ nehmen Jod über ein Übermaß auf und bilden unkontrolliert Hormone. Kalte Knoten dagegen sind funktionslose Veränderungen des Gewebes, die beobachtet werden müssen. Ein Problem tritt auf, wenn der Befund nicht eindeutig ist. Experten raten dann meist zu einem Eingriff. Diese Operationen sind häufig notwendig, um definitiv abzuklären, ob hinter der Vergrößerung oder dem Knoten eine Krebserkrankung oder nur eine gutartige Veränderung steckt.

Die Zahl der weitgehenden oder vollständigen Schilddrüsenentfernungen hat zugenommen, um das Rückfallrisiko zu mindern. Die Operationsmethoden haben sich jedoch in den vergangenen Jahren erheblich verbessert und den Schrecken vor einer Operation genommen. Nach erfolgreicher Operation sind auftretende Probleme eher selten, da man die Schilddrüse medikamentös gut ersetzen kann und somit Komplikationen meist vermieden werden können.

Man kann also abschließend festhalten, dass ein Patient zwar sein restliches Leben Schilddrüsenkrank bleibt, aber auch beschwerdefrei leben kann.

Bild © Julia Otto – Fotolia.com




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