Hilfe bei Gelenkschmerzen

Bei verschiedenen Problemen an den unterschiedlichsten Gelenken kann man diverse Maßnahmen einsetzen, um diese wieder in den Griff zu bekommen. Ganz gleich ob es sich um einen Bandscheibenvorfall mit ausstrahlenden Bandscheibenschmerzen im Rücken und bis hinunter in die Beine handelt, um Probleme an den Knie-, Schulter, Hüft- oder Handgelenken, es gibt für alle Gelenkschmerzen lindernde oder gar gänzlich heilende Methoden.

Hilfe bei Gelenkschmerzen - Gelenkproblemen und GelenkbeschwerdenDas können physiotherapeutische Anwendungen sein, man kann sich mit Krankengymnastik, Schwimmen gehen, Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, Wärme- oder Kälteauflagen, Rotlichtbestrahlungen oder bestimmten Salben Linderung verschaffen.

Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

Speziell für Gelenkprobleme aller Art haben sich gute und hochdosierte Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel mit den natürlichen und knorpelaufbauenden Wirkstoffen Glucosamin und Chondroitin bewährt. Das Glucosamin ist der Basisbaustein von Knorpeln, Bändern, Sehnen, Haut, Fingernägeln und auch von Knochen. Diese elementare Grundsubstanz nimmt daher in der Funktion der Gelenke eine wichtige Stellung ein, kann aber vom Körper nicht ausreichend selbst produziert werden. Das Chondroitin ist ein weiterer bedeutender Inhaltsstoff für die Gelenke, denn es hat die Fähigkeit Wasser im Gewebe zu binden und stellt somit die Elastizität der Gelenkschmiere wieder her oder ist zumindest in der Lage diese bedeutend zu verbessern. Auch hier sollte Chondroitin über Medikamente oder Nahrungsergänzungen zusätzlich zugeführt werden, da der Körper diesen Wirkstoff ebenso nicht in ausreichendem Maße selbst herstellen kann.

Belastung der Gelenke

Unsere Gelenke sind zum größten Teil starken Belastungen ausgesetzt, die Art und das Belastungsausmaß bestimmen auch die Beschwerden und Erkrankungen. Betroffen sind oftmals das Handwurzelgelenk, die Kniegelenke, das Schulter- oder Ellbogengelenk, das Hüftgelenk und die Bandscheiben. Manchmal sind es unfallbedingte Folgeschäden wie beispielsweise ein Bänderriss oder ein Knochenbruch, die zu Problemen an den Gelenken führen können. Auch Übergewicht, rheumatische Erkrankungen oder altersbedingte Gelenkabnutzungen können zu Schmerzen und Problemen in den Gelenken führen. Man kann heute zwar alles operieren, austauschen und ersetzen aber das sollte doch immer noch die letzte Alternative sein. Das gilt selbst für minimalinvasive Eingriffe, so genannte Schlüsselloch-Operationen, denn auch sie bergen immer noch ein gewisses Risiko und sollten daher weitestgehend vermieden werden. Die häufigste Gelenkerkrankung bei der sich die Gelenke degenerativ verändern ist die Arthrose, die auch als Gelenkverschleiß bekannt ist und überwiegend ältere Menschen betrifft. Arthrosen treten aber immer häufiger auch bei permanenten Überlastungen der Gelenke auf, wie z.B. durch Leistungssport und Übergewicht. Aber auch am Fuß kann es zu Gelenkveränderungen durch Überlastung und zu enges Schuhwerk kommen, zum Beispiel mit Hallux valgus, Krallen- oder Hammerzehen.

Natürliche Hilfsmittel

Neben den hochwirksamen Knorpelaufbaustoffen Glucosamin und Chondroitin könnte man noch Vitamin E und Kapseln mit afrikanischer Teufelskralle einnehmen, die entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd wirken. Auch Kapseln mit Haifischknorpel-Extrakt sollen gegen Gelenkbeschwerden sehr wirksam sein, durch ihren reichen Gehalt an wertvollen Proteinen und ebenfalls den Wirkstoffen Chondroitin- und Glucosaminsulfat. Haifischknorpel ist ein natürlich vorkommender Bestandteil der Wirbel und Gelenke von Haien und damit dem des menschlichen Knorpel- und Bindegewebes sehr ähnlich. Seine Substanzen sind wichtige Nährstoffe für die Bildung von Gelenkknorpel und Gelenkschmiere, ebenso für Bänder und Sehnen. Aber auch die im Ackerschachtelhalm befindliche wasserlösliche Kieselsäure tut den Gelenken gut.

Bewährt haben sich bei akuten Entzündungen auch die Auflage von Eisgelkissen, das Einreiben der schmerzenden Gelenke mit schmerzlindernden Salben des Wirkstoffs Diclofenac aber auch mit Wärmesalben und Kräutercremes mit dem Inhaltsstoff Capsaicin. Für die überlasteten Kniegelenke kann man bei schmerzenden Entzündungen fest sitzende Kniebandagen tragen. Bei Bandscheibenschmerzen, kann man sich vom Orthopäden einen festen Hüftgurt verschreiben lassen kann, der die Wirbelsäule wieder gerade aufzurichten vermag. Hier hilft oftmals aber auch schon das Bestrahlen mit der wohltuenden Wärme des Rotlichts, das Baden in warmem Wasser oder das Liegen auf einem Heizkissen. Bei täglicher Computerarbeit oder sonstiger belastender Handarbeit trägt man Handgelenks- oder auch Ellbogenbandagen. Diese stützen hervorragend und lassen Schmerzen erst gar nicht aufkommen oder nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Bleiben Sie schmerzfrei gesund und denken Sie immer daran: Bewegung ist Leben!

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