Erste Hilfe bei Kindern

Die meisten kleinen Kinder verunglücken nicht im Straßenverkehr sondern im Haushalt. Wenn man nun weiß, was man tun sollte, um erste Hilfe zu leisten, kann man auch das Kind wieder schnell beruhigen.

Erste Hilfe bei KindernKleine Wunden

Am häufigsten sind hier bestimmt kleinere Wunden zu nennen, die tobende Kinder häufig bekommen können. So sollten kleinere Schnittwunden erst einmal ausbluten, bevor man sie versorgt. Denn dadurch können die Bakterien nicht in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. Danach kann nach Bedarf ein Desinfektionsmittel aufgesprüht werden und sodann wird der Schnitt mit einem Pflaster versorgt.

Spezielle Wundreinigungstücher aus der Apotheke helfen bei kleineren Schürfwunden. Diese sollten in keiner Hausapotheke fehlen, wenn man kleine Kinder hat. Denn durch einen kleinen Sturz kann es auch schon wieder passiert sein, dass das Kind eine neue Schürfwunde hat. Bei Bedarf wird auch hier nach der Reinigung ein Desinfektionsmittel aufgesprüht und danach die Wunde keimfrei mit einem Gel- oder Silberpflaster zur schnellen Heilung abgedeckt.

Prellungen

Wichtig ist auch, dass man immer einen Kältepack aus der Apotheke im Eisfach bereit hält. Denn schnell hat ein Kind mal eine Prellung oder Verstauchung. Damit der folgende Bluterguss sodann nicht zu groß wird, sollte die betroffene Stelle sofort gekühlt werden und die betroffenen Gliedmaßen sollten hoch gelagert und ruhig gestellt werden. Bei heftigen Schmerzen muss das Kind einem Arzt vorgestellt werden, damit dieser durch Röntgenaufnahmen schlimmere Verletzungen ausschließen kann.

Verbrennungen

In der Küche passiert es leider häufig, dass Kinder sich verbrennen oder verbrühen. Denn wenn die Kleinen gerade anfangen zu laufen, ziehen sie sich überall vom Boden hoch und können hier auch mal ein Tischtuch mit einer heißen Tasse zu sich herunterziehen. Hier sollte man die betroffene Stelle schnell für mindestens 10 Minuten unter laufendes, kaltes Wasser halten. Bilden sich Brandblasen, sollte man mit dem Kind sodann einen Arzt aufsuchen. Auf keinen Fall die verletzte Stelle mit Mehl oder Puder bestäuben oder mit Öl einreiben. Ist die Stelle nur gerötet, kann man vorsichtig eine Wundsalbe auftragen und mit einem sauberen Verband verbinden.

Vergiftung

Schnell muss es auch gehen, wenn sich das Kind vergiftet hat, da es Giftpflanzen, Arznei- oder Putzmittel geschluckt hat. Bevor man bei der Giftberatungsstelle anruft sollte man herausfinden, mit was sich das Kind vergiftet hat und wie viel es von der entsprechenden Substanz genommen hat. Die Beratungsstelle kann sodann besser darüber Auskunft geben, mit welchen Gegenmitteln wie zum Beispiel medizinische Kohle, kohlensäurefreies Wasser oder Entschäumer man der Vergiftung nun entgegenwirken kann. Gleichzeitig sollte man hier aber auch unbedingt den Notarzt rufen.

Kopf

Stürzt das Kind beim Spielen auf den Kopf, muss man nicht gleich in Panik geraten. Denn die meisten Stürze ziehen keine Verletzung nach sich. Allerdings sollte man das Kind die nächsten Stunden beobachten. Wirkt es müde oder abwesend, hat es einen torkelnden Gang oder kann sich nicht mehr richtig äußern, oder muss das Kind plötzlich stark erbrechen und klagt über starke Kopfschmerzen, sollte man ins Krankenhaus fahren und abklären lassen, dass das Kind keine inneren Verletzungen im Kopf hat.

Bei allen Verletzungen jedoch gilt, dass die helfende Person auf jeden Fall ruhig bleibt und das verletzte Kind nicht unnötig aufregt.

Bild © detailblick – Fotolia.com